
Nationalpark Timanfaya
Canarias
Der Nationalpark Timanfaya ist eine beeindruckende geologische Stätte im südwestlichen Teil von Lanzarote, auf den Kanarischen Inseln. Mit einer Fläche von 51,07 Quadratkilometern ist er der einzige Nationalpark Spaniens, der ausschließlich aus vulkanischem Boden besteht. Die Landschaft des Parks wurde durch Vulkanausbrüche zwischen 1730 und 1736 eindrucksvoll geformt: Sie veränderten den südlichen Teil der Insel und begruben mehrere Dörfer. Das Gelände umfasst über 25 Vulkane, darunter Montañas del Fuego und Montaña Rajada. An der Oberfläche können die Temperaturen bis zu 600 °C erreichen – in einer Tiefe von 13 Metern –, ein Hinweis auf die fortdauernde geothermische Aktivität. Wahrzeichen des Parks ist die ikonische Statue El Diablo, entworfen von César Manrique. Besucher können die Vulkanlandschaft im Rahmen geführter Bustouren erkunden, denn der Zugang ist streng geregelt, um das empfindliche Ökosystem zu schützen. Der Park gehört außerdem zum von der UNESCO ausgewiesenen Biosphärenreservat Lanzarote. Das Besucherzentrum in Mancha Blanca bietet Bildungsangebote mit Ausstellungen, audiovisuellen Präsentationen und einer Simulation von Vulkanausbrüchen – so lässt sich besser verstehen, welche Naturphänomene hier zu beobachten sind. Die einzigartige Vulkanumgebung von Timanfaya – kombiniert mit ihrer kulturellen Bedeutung und den Bemühungen zum Erhalt – macht den Park zu einem faszinierenden Ziel für Naturliebhaber und Touristen gleichermaßen.
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Tipp: Besuchen Sie den Park am frühen Morgen oder am späten Nachmittag, um Menschenmengen und die Mittagshitze zu vermeiden. Kaufen Sie Tickets im Voraus für die geführten Bustouren, da der Zugang zum Nationalpark geregelt ist und das Gehen nur auf autorisierten Wegen mit Guide erlaubt ist. Prüfen Sie die Öffnungszeiten des Besucherzentrums und überlegen Sie, ob Sie an der Simulation eines Vulkanausbruchs teilnehmen – für ein besonders intensives Erlebnis. Ermäßigungen gibt es für bestimmte Gruppen; fragen Sie vorher nach. Bringen Sie Sonnenschutz und Wasser mit, denn die Vulkanlandschaft bietet kaum Schatten.
Interessante Fakten
- •Der Nationalpark Timanfaya ist der einzige Nationalpark Spaniens, der ausschließlich aus vulkanischem Boden besteht.
- •Die letzten großen Vulkanausbrüche fanden zwischen 1730 und 1736 statt und veränderten weite Teile der südlichen Landschaft von Lanzarote.
- •Die Oberflächentemperaturen im Park können bis zu 600 °C in einer Tiefe von 13 Metern erreichen – ein Hinweis auf die anhaltende geothermische Aktivität.
- •Der Park wird durch die Statue El Diablo symbolisiert, die der Künstler César Manrique geschaffen hat.
- •Bei den Ausbrüchen zwischen 1730 und 1736 wurden neun Dörfer begraben – das führte zu erheblichen Veränderungen in der menschlichen Geografie der Insel.
- •Timanfaya gehört zum Biosphärenreservat Lanzarote, das die UNESCO 1993 ausgewiesen hat.
Geschichte
Der Nationalpark Timanfaya wurde 1974 offiziell zum Nationalpark erklärt.
Damit wurde er zum dritten ausgewiesenen Nationalpark auf den Kanarischen Inseln und zum einzigen in der Provinz Las Palmas.
Die vulkanische Landschaft des Parks geht auf Eruptionen zurück, die 1730 begannen und bis 1736 dauerten; weitere Ausbrüche folgten 1824.
Diese Ereignisse veränderten den südlichen Teil von Lanzarote nachhaltig, begruben neun Dörfer und verursachten große Härten für die lokale Bevölkerung.
Seitdem wird die Landschaft erhalten und erforscht; außerdem wurden landwirtschaftliche Techniken entwickelt, um Pflanzen auf vulkanischen Lapilli anzubauen.
Der Park wurde 1993 zudem als Teil des von der UNESCO ausgewiesenen Biosphärenreservats Lanzarote anerkannt – ein Zeichen für seine ökologische Bedeutung.
Ortsführer
Besucherzentrum in Mancha Blanca
Die wichtigste öffentliche Einrichtung des Parks mit Dauer-Ausstellungen zur Vulkanologie von Timanfaya sowie zu Flora, Fauna und Geologie. Dazu gehören wissenschaftliche Instrumente zur seismischen und vulkanischen Überwachung, Modelle zu den vulkanischen Ursprüngen der Kanarischen Inseln sowie eine Bibliothek mit umfangreichen Ressourcen. Außerdem gibt es audiovisuellen Präsentationen und einen Raum zur Simulation von Vulkanausbrüchen – für ein intensives, lehrreiches Erlebnis.
Montañas del Fuego (Berge des Feuers)1730-1736
Eine Gruppe markanter Vulkankegel innerhalb des Parks, darunter Montaña de Fuego und Montaña Timanfaya. Dieser Bereich zeigt die dramatische Vulkanlandschaft, die während der Eruptionen im 18. Jahrhundert entstanden ist, und ist ein Highlight der geführten Bustouren durch den Park.
Vulkanische Vorführungen
Touristenattraktionen, die die geothermische Aktivität des Parks zeigen – etwa indem man Wasser in vulkanische Öffnungen gießt, sodass es sofort zu Dampfausbrüchen kommt. So wird die intensive Hitze im Erdinneren veranschaulicht.
Kontakt
Telefon: 928 11 80 42