
Cueva de Tito Bustillo
Asturias, Principado de
Die Cueva de Tito Bustillo bei Ribadesella in Asturien (Spanien) ist eine beeindruckende prähistorische Höhle, die vor allem wegen ihrer umfangreichen paläolithischen Felsmalereien berühmt ist, die zwischen 33.000 und 10.000 v. Chr. entstanden. Entdeckt wurde die Höhle 1968 durch die Gruppe Torreblanca aus dem Bereich der Speleologie. Benannt wurde sie nach einem ihrer Entdecker, Celestino Fernández Bustillo, der kurz nach der Entdeckung starb. Die Höhle besitzt eine Hauptgalerie mit einer Länge von 540 Metern. Dort finden sich zahlreiche Darstellungen in Form von Gemälden und Ritzzeichnungen – darunter große Abbildungen von Pferden, Hirschen und Rentieren in kräftigen Farben wie Rot, Schwarz, Violett sowie Erdtönen. Die Kunstwerke setzen Techniken wie Hell-Dunkel (Chiaroscuro) und mehrere Ritzlinien ein und machen die Raffinesse prähistorischer Künstler deutlich. Außerdem enthält die Höhle symbolische Motive, darunter Darstellungen der Vulva, die mit Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht werden. Der Zugang zur Höhle wurde Ende der 1960er-Jahre verbessert: Durch einen Tunnel, der das Betreten durch Besucher erleichtern sollte, wurden Grabungsarbeiten durchgeführt. Aufgrund ihrer kulturellen und historischen Bedeutung gehört Tito Bustillo zum UNESCO-Listenplatz der paläolithischen Höhlenkunst in Nordspanien und zieht Besucher an, die sich für prähistorische Kunst und die Geschichte der Menschheit interessieren.
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Tipp: Besuchern wird empfohlen, die Reise im Voraus zu planen, da der Zugang begrenzt ist, um die empfindliche Höhlenumgebung zu schützen. Die beste Zeit für einen Besuch sind die Monate im Frühling und im Herbst, wenn das Wetter milder ist. Tickets sollten im Voraus gebucht werden, um die Verfügbarkeit zu sichern; zudem gibt es möglicherweise Ermäßigungen für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie für Gruppen. Geführte Touren vermitteln wertvolle Einblicke in Kunst und Geschichte der Höhle und machen den Besuch noch eindrucksvoller.
Interessante Fakten
- •Die Höhle enthält Gemälde aus dem Zeitraum 33.000 bis 10.000 v. Chr., die eine enorme Spanne prähistorischer Zeit abdecken.
- •Entdeckt wurde sie 1968 von einer Speleologie-Gruppe; benannt wurde sie nach Celestino Fernández Bustillo, der kurz nach der Entdeckung starb.
- •Die Höhle zeigt großformatige Gemälde mit über zwei Metern Länge, darunter Pferde, Hirsche und Rentier.
- •Die Kunst beinhaltet symbolische Vulva-Formen, von denen man annimmt, dass sie Fruchtbarkeit herbeirufen sollen.
- •1970 wurde ein 165 Meter langer Tunnel ausgehoben, um den Zugang zu verbessern und eine lange sowie schwierige ursprüngliche Annäherung zu ersetzen.
- •Die Höhle gehört zum UNESCO-Welterbe „Höhle von Altamira und paläolithische Höhlenkunst an der Kantabrischen Küste“.
Geschichte
Die Cueva de Tito Bustillo wurde 1968 von der Speleologie-Gruppe Torreblanca entdeckt.
Kurz danach starb einer der Entdecker, Celestino Fernández Bustillo, bei einem Bergunfall, und die Höhle wurde ihm zu Ehren benannt.
1969 wurden Bemühungen unternommen, den ursprünglichen Eingang wieder zu öffnen, der zuvor nach einem Einsturz blockiert worden war – und zwar nach der Magdalenien-Zeit.
1970 wurde ein 165 Meter langer Tunnel ausgehoben, um den Zugang zu erleichtern: So verringerte sich der Anmarsch von drei Kilometern auf eine direkte Einfahrt.
2008 wurde die Höhle als UNESCO-Welterbe eingetragen – im Rahmen der paläolithischen Höhlenkunst an der kantabrischen Küste.
Ortsführer
Hauptgalerie33.000–10.000 v. Chr.
Die längste Galerie in der Höhle, etwa 540 Meter lang, mit zahlreichen prähistorischen Gemälden und Ritzzeichnungen – darunter ein großes rotes Pferd sowie Zeichen, die als Vulva-Motive gedeutet werden und Fruchtbarkeit symbolisieren.
Saal der MalereienSpates Solutréen bis mittleres Magdalenien
Ein Raum, in dem sich viele der bekanntesten Gemälde der Höhle befinden – darunter große Darstellungen von Pferden, Hirschen und Rentieren, die mit einer Palette aus Schwarz, Rot, Violett und Erdtönen umgesetzt wurden. Die Figuren sind länger als zwei Meter und zeigen eine frühe Verwendung von Hell-Dunkel (Chiaroscuro).
Sekundäres PanelSpates Solutréen bis mittleres Magdalenien
Dieser Bereich liegt gegenüber dem Hauptpanel: Hier gibt es weniger Gemälde, dafür sind aber erkennbare Darstellungen einer Kuh und eines Wisents enthalten – Sinnbilder für spätere prähistorische Phasen der künstlerischen Gestaltung.