
Römische Brücke von Cangas de Onís
Asturias, Principado de
Die Römische Brücke von Cangas de Onís, die vor Ort als Puentón bekannt ist, ist eine eindrucksvolle mittelalterliche Steinbrücke, die den Río Sella in Asturien im Norden Spaniens überspannt. Trotz ihres populären Namens entstand sie im 14. Jahrhundert unter König Alfonso XI. Dabei wurden architektonische Elemente verwendet, die sich an römischer Ingenieurskunst orientierten – etwa halbrunde Bögen. Die Brücke besitzt einen großen mittleren Bogen, flankiert von zwei kleineren, ungleichmäßigen Bögen. So ist sie darauf ausgelegt, Hochwasser besser zu überstehen und das Gewicht effektiv zu verteilen. Aus dauerhaftem lokalem Kalkstein erbaut, hat sie die Jahrhunderte über zahlreiche Naturereignisse und historische Geschehnisse überstanden – darunter Restaurierungen im 19. und 20. Jahrhundert. Kulturell ist sie von großer Bedeutung: Sie steht als Symbol für Asturien und ist auf dem Wappen von Cangas de Onís zusammen mit dem Kreuz des Sieges zu sehen. Einst lag sie auf einer römischen Straße, die das zentrale Hochplateau mit der kantabrischen Küste verband, und spielte damit eine strategische Rolle für Handel und Verteidigung. Heute ist sie weiterhin ein beliebtes Wahrzeichen: Besucher kommen wegen ihrer architektonischen Schönheit und ihrer historischen Bedeutung – außerdem ist das Angeln auf Lachs entlang der Flussufer in der Umgebung sehr beliebt.
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Tipp: Besuchen Sie die Brücke im Frühling und im frühen Herbst für angenehmes Wetter und weniger Andrang. Für das beste Licht und eine ruhige Atmosphäre lohnt sich ein Besuch am frühen Morgen oder am späten Nachmittag. Die Brücke selbst ist kostenlos, doch nahe Attraktionen wie das Heiligtum von Covadonga benötigen in der Hochsaison eventuell eine vorherige Ticketbuchung. Das Angeln auf Lachs ist in der Nähe populär – falls Sie daran interessiert sind, informieren Sie sich über die örtlichen Bestimmungen. Ziehen Sie bequeme Schuhe an, da es Kopfsteinpflasterwege und stellenweise unebenes Terrain gibt.
Interessante Fakten
- •Die Brücke ist auf dem Wappen von Cangas de Onís zusammen mit dem Kreuz des Sieges und einem umgedrehten Halbmond abgebildet. Diese Symbole stehen für den christlichen Sieg in der Schlacht von Covadonga.
- •Trotz ihres Namens ist die Brücke mittelalterlich und nicht römisch – sie wurde jedoch über den Überresten einer römischen Brücke errichtet.
- •1939 wurde ein großes Kreuz des Sieges am mittleren Bogen angebracht – als Symbol für Asturien und sein christliches Erbe.
- •Die Brücke hat im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Überschwemmungen und Naturkatastrophen überstanden – dank ihrer robusten Bauweise und Konstruktion.
- •Sie diente als strategischer Punkt auf einer römischen Straße, die das zentrale Hochplateau Spaniens mit der kantabrischen Küste verband.
Geschichte
Obwohl sie allgemein „Römische Brücke“ genannt wird, wurde die heutige Anlage im 14.
Jahrhundert an der Stelle einer früheren römischen Brücke errichtet, die Lucus Asturum (das heutige Lugo de Llanera) und Portus Victoriae (das heutige Santander) miteinander verband.
Ursprünglich bestand sie aus sieben Bögen und wurde im Laufe der Zeit mehrfach repariert – besonders im Jahr 1876 sowie in den 1940er-Jahren.
Ab dem späten 19.
Jahrhundert diente die Brücke nicht mehr dem Fahrzeugverkehr, nachdem eine neue Brücke gebaut worden war.
1931 wurde sie zum Denkmal „Historic-Artistic Monument“ erklärt und als Kulturerbestätte anerkannt.
1939 wurde das Kreuz des Sieges, ein zentrales asturisches Symbol, auf ihrem mittleren Bogen angebracht – zeitgleich mit der Rückkehr des Abbilds der Jungfrau von Covadonga von Paris nach dem Ende des Spanischen Bürgerkriegs.
Ortsführer
Mittlerer Bogen14th century
Der große, markante halbrunde Mittelbogen ist das auffälligste Element der Brücke. Er sorgt sowohl für die nötige Stabilität als auch für eine elegante Silhouette. Er steht für die technische Meisterleistung des Mittelalters und trägt seit 1939 ein großes Kreuz des Sieges.
Seitliche Bögen14th century
Zwei kleinere, ungleichmäßige halbrunde Bögen flankieren den mittleren Bogen. Diese Bögen helfen dabei, das Gewicht der Brücke zu verteilen, und bieten zusätzlichen Halt gegen die Strömungen und Hochwasser des Flusses.
Bauweise und Baumaterial14th century
Die Brücke besteht vor allem aus lokalem Kalkstein. Die Steine wurden mit fortschrittlichen mittelalterlichen Techniken des Mauerwerks sorgfältig gesetzt – unter anderem mit massiven Strebepfeilern und halbrunden Bögen, um Stabilität sowie Langlebigkeit zu gewährleisten.