
Seen von Covadonga
Asturias, Principado de
Die Seen von Covadonga bestehen aus dem Enol-See und dem Ercina-See und sind zwei kleine Gletscherseen in der Region Asturien im Norden Spaniens, innerhalb des Nationalparks Picos de Europa. Die Seen liegen im westlichen Massiv des Gebirgszugs und sind über eine malerische 14,5 km lange Straße ab der Königsstätte von Covadonga erreichbar. Die Gegend ist bekannt für ihr üppiges Grün und die gebirgige Landschaft, typisch für „Green Spain“. International berühmt sind die Seen als anspruchsamer Schlusspunkt der Vuelta a España im Radsport seit 1983 – mit dem Ziel, Radsportfans weltweit anzuziehen. Aufgrund des hohen Besucheraufkommens, besonders in den Spitzenzeiten, ist die Zufahrt mit Privatfahrzeugen für sechs Monate pro Jahr eingeschränkt; stattdessen wird öffentlicher Nahverkehr angeboten. In der Nähe gibt es Besucherzentrum, Parkplätze, Refugios und Restaurants, die das Besuchserlebnis abrunden. Um die Umgebung gibt es außerdem eine Geschichte des Bergbaus von Eisen, Mangan und Quecksilber bis 1979. Die dramatischen, steilen Anstiege, darunter Abschnitte mit Steigungen von bis zu 15%, bieten sowohl Naturgenuss als auch sportliche Herausforderung – und machen die Seen zu einem einzigartigen Reiseziel, das Natur und Sport verbindet.
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Tipp: Besuchen Sie die Nebensaison, um Fahrzeugbeschränkungen und volle Plätze zu vermeiden. In der Hochsaison nutzen Sie die öffentlichen Shuttlebusse von Cangas de Onís, um die Seen zu erreichen. Buchen Sie Unterkünfte und Transport am besten frühzeitig, wenn große Radsport-Events wie die Vuelta a España stattfinden. Beim Radfahren sollten Sie auf steile Anstiege vorbereitet sein und passendes Equipment für wechselhaftes Bergwetter einpacken. Nutzen Sie das Besucherzentrum für Informationen und lokale Hinweise.
Interessante Fakten
- •Die Seen von Covadonga sind seit 1983 Ziel- und Schluss-Etappenfinish der Vuelta a España und haben dadurch bei Radsportfans weltweit an Bekanntheit gewonnen.
- •In der Gegend gibt es einen dritten See, Bricial, der nur während der Schneeschmelze auffüllt.
- •Der Anstieg zu den Seen weist steile Abschnitte mit Steigungen von bis zu 15% auf – vergleichbar mit berühmten alpinen Radrouten.
- •Die Zufahrt mit Privatfahrzeugen ist für ein halbes Jahr eingeschränkt, um die Umwelt zu schützen und den Besucheransturm zu steuern.
- •Die Seen liegen im Nationalpark Picos de Europa, einem der wichtigsten geschützten Naturgebiete Spaniens.
Geschichte
Die Seen von Covadonga liegen im geschichtsträchtigen Fürstentum Asturien – einer Region mit Wurzeln, die bis in das frühe Mittelalter und das Königreich von Asturien zurückreichen, das bei der Reconquista eine wichtige Rolle spielte.
Die Seen selbst sind glazialen Ursprungs und eingebettet in den Gebirgszug der Picos de Europa.
Seit 1983 haben sie als entscheidender Etappenabschluss der Vuelta a España internationale Bedeutung erlangt und ihr Profil unter Sportbegeisterten weltweit weiter geschärft.
Der Bergbau von Eisen, Mangan und Quecksilber fand bis 1979 nahe dem Ercina-See statt und spiegelte so die Industriegeschichte der Region wider.
Heute sind die Seen innerhalb eines Nationalparks geschützt – mit Fokus auf Naturschutz und nachhaltigen Tourismus.
Ortsführer
Enol-See
Der Enol-See ist der größere und besser zugängliche der beiden Hauptseen. Über die Zufahrtsstraße von Covadonga erreicht man als Erstes den Enol-See. Er bietet einen atemberaubenden Blick auf die umliegenden Berge und ist bei Besuchern ein beliebter Ort, um die Naturkulisse zu genießen.
Ercina-See
Der Ercina-See liegt etwas höher und ist über eine kleinere Straße erreichbar, die vom Hauptweg abzweigt. Er ist bekannt für sein ruhiges Wasser und seine Nähe zum Gebiet Buferrera, wo früher Bergbau betrieben wurde. Der See ist ein beliebter Treffpunkt für Wanderer und Naturfreunde.
Anstieg zu den Seen1983 (erstes Vuelta-Etappenfinish)
Der Aufstieg von der Wallfahrtsstätte von Covadonga zu den Seen ist eine anspruchsvolle 14 km lange Strecke mit einer Höhenzunahme von nahezu 963 Metern. Die steilsten Abschnitte heißen „La Huesera“ und „Mirador de la Reina“; die Steigungen liegen dort bei bis zu 15%. So ist der Anstieg eine Legende im professionellen Radsport.