
Wallfahrtsort von Covadonga
Asturias, Principado de
Der Wallfahrtsort von Covadonga liegt in den Ausläufern des Monte Auseva in Asturien (Spanien) und ist ein bedeutender katholischer Pilgerort, der sich um die Santa Cueva (Heilige Höhle) dreht. Diese Höhle ist entweder über 103 Stufen erreichbar oder durch eine Grotte nahe einem Teich. Traditionell wird sie mit Don Pelayo, dem ersten König von Asturien, in Verbindung gebracht, der sich hier während der Schlacht von Covadonga angeblich in Sicherheit brachte. Das Heiligtum beherbergt eine neoromantische Kapelle, die der Architekt Luis Menéndez-Pidal y Álvarez entwarf und frühere Bauwerke ersetzte, die durch einen Brand beschädigt worden waren. Die hölzerne, polychrome Marienstatue, die als La Santina bekannt ist, stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde 1778 von der Kathedrale von Oviedo gestiftet. Der Ort steht sinnbildlich für den christlichen Widerstand gegen muslimische Kräfte während der frühen Reconquista: Chroniken berichten von Wundern, die der Jungfrau Maria zugeschrieben werden. Das Heiligtum dient außerdem als königliche Grablege; angeblich enthält es die Gräber von Don Pelayo, Königin Gaudiosa, Alfons I. dem Katholischen sowie Königin Ermesinda. Der Name „Covadonga“ leitet sich von keltischen Wurzeln ab und bedeutet „Quelle der Höhle“ – ein Hinweis auf die historische und sprachliche Prägung der Region. Heute ist der Wallfahrtsort von Covadonga ein bedeutendes spirituelles und kulturelles Wahrzeichen, das Besucher vor allem wegen seiner religiösen Bedeutung, der architektonischen Schönheit und seines historischen Erbes anzieht.
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Tipp: Besucher sollten früh anreisen, um Menschenmengen zu vermeiden – besonders während religiöser Festtage. Der Aufstieg zur Heiligen Höhle führt über 103 Stufen, daher werden bequeme Schuhe empfohlen. Tickets oder geführte Touren sind eventuell über die offizielle Website des Heiligtums erhältlich. Häufig gibt es Ermäßigungen für Gruppen, Seniorinnen und Senioren sowie Studierende. Die beste Zeit für einen Besuch ist im Frühling oder im frühen Herbst, wenn das Wetter günstig ist und der Ort weniger besucht wird.
Interessante Fakten
- •Der Name „Covadonga“ geht auf den keltischen Ausdruck „Cova de onnica“ zurück und bedeutet „Quelle der Höhle“.
- •Die ursprüngliche hölzerne Marienstatue wurde 1777 bei einem Brand zerstört; die heutige Statue stammt aus dem 16. Jahrhundert.
- •Während des Spanischen Bürgerkriegs verschwand das Abbild der Jungfrau und wurde später 1939 in der spanischen Botschaft in Frankreich wiedergefunden.
- •Die Höhle soll während der Schlacht von Covadonga ein Zufluchtsort für Don Pelayo und seine Truppen gewesen sein, die hier überlebten, indem sie Honig von wilden Bienen aßen.
- •Das Heiligtum gilt als Wiege der christlichen Reconquista in Spanien.
Geschichte
Die Anfänge des Wallfahrtsorts von Covadonga reichen bis in das frühe 8.
Jahrhundert zurück und stehen im Zusammenhang mit Don Pelayos Sieg in der Schlacht von Covadonga – dem Beginn der christlichen Reconquista.
Alfons I., bekannt als „der Katholische“, ließ die erste Kapelle in der Höhle errichten, um an diesen Sieg zu erinnern.
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich der Wallfahrtsort weiter: Im 18.
Jahrhundert kam es zu einem bedeutenden Wiederaufbau, nachdem ein Brand die ursprüngliche hölzerne Marienstatue zerstört hatte.
Die heutige neoromantische Kapelle wurde im 19.
Jahrhundert von Luis Menéndez-Pidal y Álvarez erbaut.
Der Ort wurde zudem zu einer königlichen Grablege, von der man glaubte, dass sie Überreste der asturischen Königsfamilie beherbergt; dennoch wird die Echtheit einiger Gräber unter Historikern bis heute diskutiert.
Ortsführer
Heilige Höhle (Santa Cueva)8th century origins, current chapel 19th century
Das zentrale Element des Heiligtums: Man gelangt zu dieser Höhlenkapelle, indem man 103 Stufen hinaufsteigt oder durch eine Grotte geht. Sie beherbergt die verehrte Marienstatue La Santina sowie Altäre, die dem heiligen Johannes dem Täufer und dem heiligen Andreas gewidmet sind. Die Höhle steht sinnbildlich für Zuflucht und wundersamen Schutz während der Schlacht von Covadonga.
Königliche Grablege von CovadongaMedieval period, with later commemorations
Ein Bereich des Heiligtums, von dem man annimmt, dass er die Gräber bedeutender asturischer Herrscher enthält – darunter Don Pelayo, Königin Gaudiosa, Alfons I. der Katholische sowie Königin Ermesinda. Die Echtheit der Gräber wird historisch zwar diskutiert, doch sie haben eine große symbolische Bedeutung.
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