
Oviedo-Kathedrale
Asturias, Principado de
Die Oviedo-Kathedrale, offiziell die Metropolitankathedrale-Basilika von San Salvador de Oviedo, ist eine beeindruckende Kathedrale im gotischen Stil in der Stadt Oviedo, Asturien, Spanien. Der Bau begann im späten 13. Jahrhundert und zog sich über mehr als drei Jahrhunderte hin, bis er Mitte des 16. Jahrhunderts mit der Fertigstellung des Turms abgeschlossen wurde. Aufgrund der langen Bauzeit vereint die Kathedrale mehrere Architekturstile: vorromanische Elemente aus dem 9. Jahrhundert der Cámara Santa, romanische Gewölbe, gotische Fassaden und Kreuzgänge, Renaissance-Schmuck am Turm sowie barocke Kapellen. Die Cámara Santa, UNESCO-Welterbe, beherbergt einige der kostbarsten Reliquien der Kathedrale, darunter das Kreuz des Sieges und das Heilige Leinentuch. Die Kathedrale steht an der Stelle einer früheren vorromanischen Kirche aus dem 9. Jahrhundert, die von König Fruela I. erbaut wurde, und unterstreicht Ovetos Bedeutung als religiöses und politisches Zentrum im asturischen Königreich. Ihre historische Bedeutung wird außerdem durch ihre Rolle in den frühen Pilgerwegen nach Santiago de Compostela betont. Die Oviedo-Kathedrale ist bis heute ein bedeutendes kulturelles und spirituelles Wahrzeichen und spiegelt Jahrhunderte asturischer Geschichte sowie die Entwicklung der Architektur wider.
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Tipp: Besucher sollten die offizielle Website der Kathedrale prüfen, um die Öffnungszeiten und das Angebot an geführten Touren zu erfahren. Am besten besucht man die Kathedrale an Wochentagmorgen, um Menschenmengen zu vermeiden. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen – besonders in der Pilgersaison oder zu religiösen Festen. Ermäßigungen können für Schüler, Senioren und Gruppen verfügbar sein. Aufgrund der Größe der Kathedrale und der Vielfalt der zu erkundenden Bereiche, darunter die Cámara Santa und die Kreuzgänge, sind bequeme Schuhe ratsam.
Interessante Fakten
- •Die Cámara Santa der Oviedo-Kathedrale ist UNESCO-Welterbe und beherbergt das Kreuz des Sieges sowie das Heilige Leinentuch – einige der kostbarsten Reliquien Asturiens.
- •Der Bau der Kathedrale erstreckte sich über etwa drei Jahrhunderte, was zu einer einzigartigen Mischung aus vorromanischen, romanischen, gotischen, Renaissance- und barocken Architekturstilen führte.
- •Die Oviedo-Kathedrale ist als „Sancta Ovetensis“ bekannt, da ihre religiösen Reliquien von hoher Qualität und in großer Zahl vorhanden sind.
- •Die Kathedrale wurde auf dem Gelände einer früheren Basilika aus dem 9. Jahrhundert errichtet, die von König Fruela I. in Auftrag gegeben wurde – ein Zeichen für Ovetos Bedeutung als religiöses Zentrum im mittelalterlichen Spanien.
Geschichte
Die Ursprünge der Oviedo-Kathedrale reichen bis ins 9.
Jahrhundert zurück, als König Fruela I.
eine Basilika, die San Salvador gewidmet war, an der heutigen Stelle in Auftrag gab.
Diese frühe vorromanische Kirche wurde teilweise während eines muslimischen Einfalls im Jahr 794 zerstört.
Später machte König Alfonso II.
der Fromme Oviedo zur Hauptstadt des asturischen Königreichs und erweiterte den religiösen Komplex – unter anderem durch den Bau mehrerer Kirchen und eines königlichen Palastes.
Der heutige gotische Dom begann im späten 13.
Jahrhundert mit dem Bau, ersetzte ältere Bauten und wurde über mehr als drei Jahrhunderte errichtet; dabei flossen im Laufe der Entwicklung verschiedene Architekturstile ein.
Die Cámara Santa, ein Teil des ursprünglichen vorromanischen Komplexes, ist erhalten geblieben und wird als UNESCO-Welterbe für ihre kulturelle und religiöse Bedeutung anerkannt.
Ortsführer
Cámara Santa9. Jahrhundert
Die Heilige Kammer aus dem 9. Jahrhundert: Diese vorromanische Kapelle ist der sakralste Teil der Kathedrale und birgt unschätzbare Reliquien wie das Kreuz des Sieges, das Kreuz der Engel, die Agatbox und das Heilige Leinentuch. Sie ist UNESCO-Welterbe und ein Highlight für Besucher, die sich für mittelalterliche religiöse Fundstücke interessieren.
Gotische Fassade und LanghausSpätes 13. bis Mitte 16. Jahrhundert
Die wichtigsten gotischen Elemente der Kathedrale, darunter die Fassade und das Langhaus, wurden zwischen dem 13. und dem 16. Jahrhundert errichtet. Diese Bereiche zeigen spitzbogige Arkaden, Kreuzrippengewölbe und für die Gotik typische Flachbögen (Fliegende Strebepfeiler) – und spiegeln damit die sich über Jahrhunderte wandelnden Stile wider, die während der Bauzeit entstanden.
Kreuzgang und KapitelsaalSpätes 13. Jahrhundert
Kreuzgang und Kapitelsaal wurden zu Beginn der Bauphase der Kathedrale errichtet. Sie zeigen gotische architektonische Merkmale und dienten als wichtige Räume für kirchliche Zusammenkünfte sowie für das klösterliche Leben.
Barocke Kapellen und Umgang (Girola)17. Jahrhundert
Die barocken Kapellen und der sogenannte ambulante Umgang (Girola) wurden im 17. Jahrhundert ergänzt. Sie erweiterten die Kapazität der Kathedrale und sorgten für mehr dekorativen Reichtum – mit aufwendig gestalteten Altartafeln und ornamentalen Details, wie sie für die Barockzeit typisch sind.
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