Huesca-Kathedrale

Huesca-Kathedrale

Aragón

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Die Huesca-Kathedrale, auch als Kathedrale von Saint Mary bekannt, ist ein bemerkenswertes Beispiel gotischer Architektur in Huesca, Aragón (Spanien). Der Bau begann im späten 13. Jahrhundert auf dem Gelände einer früheren Moschee und spiegelt damit die Geschichte der christlichen Rückeroberung in der Region wider. Die Kathedrale besitzt einen Grundriss im Stil des lateinischen Kreuzes mit drei Schiffen, fünf Apsiden und zahlreichen Seitenkapellen – und zeigt damit besonders aufwendige gotische Gestaltungselemente. Die von dem Bauherrn Guillem Inglés geschaffene Fassade ist berühmt für ihre sieben Archivolten mit Darstellungen von Jungfrauen, Engeln, Propheten sowie einer zentralen Statue der Maria mit dem Kind. Der zwischen 1369 und 1423 errichtete Glockenturm zeigte ursprünglich einen pentagonalen (fünfeckigen) Turmhelm, der im Spanischen Bürgerkrieg verloren ging und bis heute nicht wiederhergestellt wurde. Im Inneren ist das große Altarretabel von Damian Forment, das 1520 vollendet wurde, ein großes Alabaster-Triptychon mit Darstellungen der Passion Christi. Außerdem finden sich in der Kathedrale Teile eines romanischen Kreuzgangs sowie eines gotischen Kreuzgangkorridors, der von Papst Luna in Auftrag gegeben wurde – das erhöht die architektonische Vielfalt. Heute dient sie sowohl als Ort des Glaubens als auch als Museum und bewahrt so ihr künstlerisches und historisches Erbe.

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Tipp: Besucher sollten am besten unter der Woche und außerhalb der großen Feiertage kommen, um Menschenmengen zu vermeiden. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen, damit der Einlass gesichert ist – besonders bei geführten Touren. Ermäßigungen sind möglicherweise für Studierende, Senioren und Gruppen verfügbar. Die Kathedrale bietet neben den Gottesdiensten ein spannendes Museumserlebnis, daher ist es sinnvoll, ausreichend Zeit einzuplanen.

Interessante Fakten

  • Die Kathedrale wurde auf dem Gelände einer früheren Moschee errichtet; ein Hufeisenbogen aus der Moschee ist im Bereich des Kreuzgangs noch sichtbar.
  • Die gotische Fassade zeigt sechzehn Figuren auf sieben Archivolten – darunter Jungfrauen, Engel, Propheten sowie eine zentrale Statue der Maria mit dem Kind.
  • Der ursprüngliche pentagonale Turmhelm des Glockenturms wurde im Spanischen Bürgerkrieg zerstört und ist bislang noch nicht rekonstruiert worden.
  • Das Hauptaltarretabel wurde 1520 aus Alabaster von Damian Forment geschaffen und stellt die Passion Christi in einem großen Triptychon dar.
  • Ein Teil des romanischen Kreuzgangs ist auf der Nordseite noch an die Kathedrale angegliedert, während ein gotischer Kreuzgangkorridor teilweise unter der Initiative von Papst Luna errichtet wurde.

Geschichte

Der Bau der Kathedrale wurde im späten 13.

Jahrhundert unter König Jakob I.

von Aragón begonnen.

Er ersetzte die vorherige Moschee, die nach der Reconquista für den christlichen Gottesdienst genutzt worden war.

1294

Verzögerungen durch Gerichtsprozesse schoben den Baubeginn bis 1294 hinaus.

1369

Die Anlage wurde über zwei Jahrhunderte hinweg nach und nach fertiggestellt; zu den wichtigen Etappen zählen der Bau des Glockenturms zwischen 1369 und 1423 sowie die Hinzufügung des Hauptaltarretabels im frühen 16.

Jahrhundert.

Der ursprüngliche pentagonale Turmhelm wurde im Spanischen Bürgerkrieg zerstört und ist bis heute nicht wieder aufgebaut, obwohl es Pläne für eine Restaurierung gibt.

Die Kathedrale zeigt den Übergang von romanischen zu gotischen Stilen sowie die religiöse und politische Geschichte der Region.

Ortsführer

1
Hauptfassade14th century
Guillem Inglés

Die beeindruckende gotische Fassade, entworfen von Guillem Inglés, zeigt sieben Archivolten mit Skulpturen von Jungfrauen, Engeln, Propheten und einer zentralen Statue der Maria mit dem Kind. Sie ist ein herausragendes Beispiel für die mittelalterliche religiöse Kunst.

2
Glockenturm und Turmhelm1369-1423
Juan de Alguiñero, Juan de Quadros, Pere Jalopa

Der zwischen 1369 und 1423 errichtete Glockenturm ragte ursprünglich mit vier Geschossen auf, die von einem pentagonalen Turmhelm bekrönt waren, der von Pere Jalopa entworfen wurde. Der Turmhelm wurde im Spanischen Bürgerkrieg zerstört und ist bis heute nicht wiederhergestellt.

3
Hauptaltarretabel1520
Damian Forment

Ein Alabaster-Triptychon, das Damian Forment um 1520 geschaffen hat und drei Szenen der Passion Christi zeigt. Es dient als zentraler Andachtsmittelpunkt in der Kathedrale.

4
Romanischer Kreuzgang12th century

Von dem ursprünglichen romanischen Kreuzgang sind Reste auf der Nordseite der Kathedrale erhalten – darunter ein Hufeisenbogen, der vermutlich als Zugang zum Minarett der Moschee diente.

5
Gotischer Kreuzgangkorridor15th century
Pope Luna (Benedict XIII)

Ein Korridor auf der Südseite des Kreuzgangs, der im 15. Jahrhundert unter der Initiative von Papst Luna errichtet wurde. Er sollte den älteren romanischen Kreuzgang ersetzen, der heute Teil der Sammlung im Saal für mittelalterliche Kunst ist.

Kontakt

Telefon: 974 22 06 76