Kathedrale von Tarazona

Kathedrale von Tarazona

Aragón

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Die Kathedrale von Tarazona in Aragón, Spanien, ist eine beeindruckende katholische Kirche, die eine gelungene Fusion aus gotischer, Mudéjar- und Renaissance-Architektur zeigt. Der Bau begann im 12. Jahrhundert im Stil der französischen Gotik, und die Kathedrale wurde 1232 geweiht. Ungewöhnlich liegt sie außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern; an dieser Stelle stand ursprünglich eine antike mozarabische Kirche, was auf die vielschichtige Kulturgeschichte der Region verweist. Im 14. Jahrhundert erlitt die Kathedrale im Krieg der Zwei Päpste (War of the Two Peters) erhebliche Schäden. Anschließend wurden die Schiffe, die seitlichen Kapellen, die Kuppel und der Turm neu errichtet und dabei Mudéjar-Elemente integriert – eine Verbindung islamischer und christlicher künstlerischer Traditionen. Der Turm wurde im späten 15. Jahrhundert fertiggestellt. Im Inneren ist die Kathedrale vor allem für ihre mythologischen Nacktfresken im Chor und in der Kuppel bekannt. Sie wurden nach einer großen Restaurierung entdeckt, die 2011 abgeschlossen wurde, und brachten ihr den Spitznamen „Spanish Renaissance Sistine Chapel“. Die Lage der Kathedrale an der Queiles und nahe dem Palast Eguarás aus der Renaissance unterstreicht zusätzlich den historischen und architektonischen Kontext. Heute steht sie als lebendiges Denkmal da – ein Spiegel jahrhundertelanger religiöser, kultureller und künstlerischer Entwicklung in der Region.

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Tipp: Besucher sollten die offizielle Website prüfen, um die aktuellen Öffnungszeiten und das Angebot an geführten Touren zu erfahren. Die beste Zeit für einen Besuch ist im Frühling und im Herbst, wenn das Wetter angenehm ist und es weniger Publikum gibt. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen – besonders bei besonderen Veranstaltungen oder bei der Hydria-Light-and-Sound-Show. Ermäßigungen können für Studierende, Senioren und Gruppen verfügbar sein. Die Kathedrale ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und bietet anschauliche audiovisuelle Materialien, die das Besuchserlebnis bereichern.

Interessante Fakten

  • Die Kathedrale von Tarazona ist eine der wenigen verbliebenen Beispiele für gotisch-mudéjarische Architektur in Spanien – neben der Kathedrale von Teruel.
  • In Kuppel und Chor finden sich mythologische Nacktfresken, die in europäischen Kathedralen einzigartig sind und nach der Restaurierung wiederentdeckt wurden.
  • Die Kathedrale wurde ursprünglich außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern errichtet – ein ungewöhnlicher Standort, der mit ihren mozarabischen Ursprüngen zusammenhängt.
  • Während des Kriegs der Zwei Päpste (War of the Two Peters) wurde die Kathedrale als militärisches Quartier genutzt und stark beschädigt.
  • Das nahegelegene Kloster Veruela prägte die ursprüngliche gotische Gestaltung der Kathedrale.
  • Der Glockenturm wurde 1588 fertiggestellt und mit Friesbildern aus Kacheln und Bögen dekoriert.

Geschichte

Der Bau der Kathedrale begann im 12.

1232

Jahrhundert und wurde 1232 unter Bischof García Frontín II geweiht.

Zunächst entstand sie in einem reinen gotischen Stil, beeinflusst vom nahegelegenen Kloster Veruela.

Im 13.

Jahrhundert wurde sie erweitert, wobei die gotische Einheitlichkeit erhalten blieb.

Während des Kriegs der Zwei Päpste (War of the Two Peters) wurde die Kathedrale – außerhalb der Stadtmauern gelegen – als militärisches Quartier genutzt und erlitt schwere Schäden, insbesondere am Kreuzgang.

Bei der Rekonstruktion wurden Mudéjar-Elemente in die Schiffe, Kapellen, Kuppel und den Turm integriert – eine Mischung aus islamischen künstlerischen Motiven und gotischer Architektur.

1588

Der Glockenturm wurde 1588 fertiggestellt.

1931

1931 zum Denkmal von historischem und künstlerischem Wert erklärt, durchlief die Kathedrale von 1985 bis 2011 eine umfassende Restaurierung, die ihr einzigartiges künstlerisches Erbe und die bauliche Substanz bewahrte.

Ortsführer

1
Hauptschiff und gotische Architektur12.-13. Jahrhundert

Das Hauptschiff der Kathedrale zeigt klassischen französisch-gotischen Stil mit spitzen Bögen, Rippengewölben und Kreuzfahrten (fliegenden Strebebögen) – ein Spiegel der Ursprünge aus dem 12. und 13. Jahrhundert.

2
Mudéjar-Kuppel (Cimborio)14. Jahrhundert

Die Kuppel, nach dem Krieg der Zwei Päpste (War of the Two Peters) wiederaufgebaut, zeigt eine detailreiche Mudéjar-Ornamentik, die islamische geometrische Muster mit gotischer Struktur verbindet – eine seltene künstlerische Verbindung.

3
GlockenturmSpätes 15. Jahrhundert bis 1588

Der 1588 fertiggestellte Glockenturm besitzt Mudéjar-Dekor-Friese mit Kachelwerk und Rundbögen. Er krönt die Kathedrale und ist weithin als Wahrzeichen zu sehen.

4
Barockes AtriumNach dem 16. Jahrhundert

Später ergänzt, bietet das prachtvolle barocke Atrium einen monumentalen Eingang zur Kathedrale – im Kontrast zu den früheren gotischen und Mudéjar-Stilen und als Bereicherung für das gesamte architektonische Ensemble.

Kontakt

Telefon: 976 64 17 89