Museum der Schönen Künste in Sevilla

Museum der Schönen Künste in Sevilla

Andalucía

80/10090 min

Das Museum der Schönen Künste in Sevilla, das 1835 gegründet wurde, befindet sich im ehemaligen Convento de La Merced, einem historischen Gebäude mit Ursprüngen, die bis ins frühe 17. Jahrhundert zurückreichen. Berühmt ist es vor allem für seine umfangreiche Sammlung barocker Gemälde von Meistern wie Murillo, Zurbarán, Valdés Leal und Pacheco – ein Höhepunkt der sevillanischen Kunst. Außerdem beherbergt das Museum flämische Gemälde aus dem 15. und 16. Jahrhundert und bietet so einen eindrucksvollen Überblick über die europäische Kunst. Am Gebäude selbst sind noch architektonische Elemente aus der Zeit als Kloster erkennbar, darunter Kreuzgänge und die imposante Kaiser-Treppe (imperial staircase), die den Einfluss von Architekten wie Juan de Oviedo und Leonardo de Figueroa widerspiegeln. Das Museum ist ein kultureller Treffpunkt für die andalusische Kunst des 17. bis 19. Jahrhunderts und für Kunstliebhaber, die Sevilla besuchen, ein wichtiger Anlaufpunkt. Der Standort auf der Plaza del Museo, die durch eine Statue von Bartolomé Esteban Murillo geprägt ist, unterstreicht zusätzlich das künstlerische Erbe. Der Eintritt zu vielen Museen in Sevilla, auch zu diesem, ist montags frei – so bleibt es für ein breites Publikum zugänglich.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Museum der Schönen Künste in Sevilla sind Werktage, um Menschenmengen zu vermeiden – vor allem am Morgen. Der Eintritt ist montags frei, daher lohnt es sich, den Besuch auf diesen Tag zu legen und dabei Kosten zu sparen. Vorab-Tickets sind in der Regel nicht nötig, aber es empfiehlt sich, auf der offiziellen Website nach eventuellen Sonderausstellungen oder Änderungen der Öffnungszeiten zu schauen. Das Museum ist gut ausgeschildert und in Sevilla bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Interessante Fakten

  • Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Kloster des Ordens von La Merced, dessen architektonische Merkmale bis in die frühen 1600er Jahre zurückreichen.
  • Es beherbergt eine der wichtigsten Sammlungen barocker sevillanischer Malerei – darunter Werke von Murillo, Zurbarán und Valdés Leal.
  • Vor dem Museum befindet sich auf der Plaza del Museo eine Statue, die Bartolomé Esteban Murillo gewidmet ist, einem bedeutenden sevillanischen Maler.
  • Während der Mendizábal-Entseignung im Jahr 1835 wurde das Kloster enteignet und als Zuhause des Museums umgewidmet.
  • Einige Kunstwerke, die ursprünglich für das Museum vorgesehen waren, gingen während der ersten Zusammenstellung verloren oder wurden ins Ausland verkauft – darunter Arbeiten von Velázquez und Zurbarán.
  • Das Museum beherbergte einst außerdem das Archäologische Museum von Sevilla, bis es 1941 an einen anderen Ort umzog.

Geschichte

1835

Das Museum der Schönen Künste in Sevilla wurde 1835 per königlichem Erlass gegründet, um Kunstwerke unterzubringen, die nach der Mendizábal-Entseignung aus aufgelösten religiösen Orden beschlagnahmt worden waren.

1841

Offiziell eingerichtet wurde es 1841 im ehemaligen Convento de La Merced.

Das Gebäude war ursprünglich im frühen 17.

Jahrhundert errichtet und später von den Architekten Juan de Oviedo und Leonardo de Figueroa umgebaut worden.

Im Laufe des 19.

Jahrhunderts erweiterte das Museum seine Sammlung durch Werke aus verschiedenen Klöstern und königlichen Stätten, auch wenn im Zuge der ersten Zerstreuung einige Stücke verloren gingen oder ins Ausland verkauft wurden.

Das Kloster selbst hatte eine bewegte Geschichte: Es wurde zunächst auf Ländereien gegründet, die König Fernando III.

1248

nach der Eroberung von Sevilla 1248 vergeben hatte.

Seitdem ist das Museum eine zentrale Einrichtung für die Bewahrung und Präsentation andalusischer und sevillanischer Kunst.

Ortsführer

1
Klosterkirche und KreuzgängeEarly 17th century
Juan de Oviedo and Leonardo de Figueroa (architects)

Das Museumsgebäude bewahrt die ursprüngliche Klosterkirche und die Kreuzgänge und zeigt Architektur aus dem frühen 17. Jahrhundert – unter anderem mit der Kaiser-Treppe (imperial staircase), die als zentrales Achsenelement des Gebäudes diente. Diese Räume schaffen eine ruhige Atmosphäre, die die Kunstsammlungen stimmungsvoll ergänzt.

2
Sammlung sevillanischer Barockmalerei17th century

Im Mittelpunkt der Sammlung stehen Meisterwerke der barocken Schule von Sevilla – darunter Arbeiten von Bartolomé Esteban Murillo, Francisco de Zurbarán und Juan de Valdés Leal. Die Werke zeigen religiöse und alltägliche Themen, getragen von dramatischem Licht und realistischer Darstellung.

3
Flämische Gemälde15th-16th centuries

Das Museum beherbergt zudem eine bedeutende Sammlung flämischer Gemälde aus dem 15. und 16. Jahrhundert, die den Einfluss der Kunst Nordeuropas auf spanische Maler veranschaulichen.

Kontakt

Telefon: 954 78 64 98