
Giralda
Andalucía
Die Giralda ist der Glockenturm der Kathedrale von Sevilla in Andalusien, Spanien. Ursprünglich wurde er als Minarett der im späten 12. Jahrhundert fertiggestellten Almohaden-Moschee errichtet. Der untere Bereich spiegelt die klassische almohadische Bauweise: ein quadratischer Quaderaufbau mit Rampen im Inneren, der ein Aufsteigen zu Pferd ermöglichte. Im 16. Jahrhundert wurde der stark verwitterte obere Abschnitt durch einen Renaissance-Glockenturm ersetzt, entworfen von Hernán Ruiz. Obenauf thront die Bronzestatue namens Giraldillo, die den Triumph des Glaubens symbolisiert. Der Turm ist etwa 104,5 Meter hoch und prägt die Skyline von Sevilla. Er steht beispielhaft für die Verbindung islamischer und christlicher Architektur, denn aus der Moschee wurde nach der Reconquista eine Kathedrale. Die kunstvolle Außendekoration umfasst Hufeisen- und Polylobenbögen, Alfiz-Rahmen sowie ein Netz aus diamantförmigen Ziegelmustern. Der Turm ist Teil des UNESCO-Welterbestätten-Ensembles, das die Kathedrale von Sevilla und den Alcázar umfasst. Weltweit hat er zahlreiche Nachbauten inspiriert und damit seine architektonische und kulturelle Bedeutung unterstrichen.
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Tipp: Für das beste Erlebnis besuche die Giralda früh am Morgen oder spät am Nachmittag, um Menschenmassen zu vermeiden und das optimale Licht für Fotos zu nutzen. Tickets kannst du im Voraus online kaufen, um Wartezeiten zu überspringen. Der Turm ist über Rampen statt Treppen zugänglich – dennoch solltest du dich auf einen langen Aufstieg einstellen. Prüfe vor dem Besuch die offiziellen Öffnungszeiten, besonders bei besonderen Veranstaltungen oder Feiertagen. Ermäßigungen gibt es möglicherweise für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen.
Interessante Fakten
- •Die Giralda war ursprünglich ein Minarett der Almohaden-Moschee, bevor sie zum Glockenturm der Kathedrale wurde.
- •Die Rampen im Inneren des Turms waren so breit angelegt, dass das Aufsteigen zu Pferd möglich war.
- •Die Bronzestatue ganz oben, bekannt als Giraldillo, steht für den Triumph des Glaubens und dient als Wetterfahne.
- •Der Turm ist rund 104,5 Meter hoch und zählt damit zu den höchsten Bauwerken in Sevilla.
- •Das Design der Giralda prägte viele Türme und Gebäude weltweit – darunter Nachbauten in Spanien und in anderen Ländern.
Geschichte
Der Bau der Giralda begann 1184 unter dem Almohaden-Herrscher Abu Yaqub Yusuf als Minarett für die große Moschee von Sevilla, entworfen vom Architekten Ahmad ben Basso.
Der Turm wurde mit einem tiefen Fundament und massivem Mauerwerk errichtet: mit quadratischem Grundriss und einem rampenartigen Inneren.
Nach der Eroberung Sevillas im Jahr 1248 wurde die Moschee in eine Kathedrale umgewandelt.
Im 16.
Jahrhundert wurde der verwitterte obere Abschnitt durch einen Renaissance-Glockenturm von Hernán Ruiz ersetzt, gekrönt von der Statue Giraldillo.
1928 wurde die Giralda zum Nationaldenkmal erklärt und gehört seit 1987 zum UNESCO-Welterbe, das zusammen mit der Kathedrale und dem Alcázar verliehen wurde.
Ortsführer
Unterer Almohaden-Turm1184-1198
Das ursprüngliche Minarett-Fundament aus dem 12. Jahrhundert, das in der Almohaden-Zeit errichtet wurde. Es hat die klassische Form eines quadratischen Prismen und ist mit Hufeisen- und Polylobenbögen verziert, die von Alfiz gerahmt sind. Im Inneren befinden sich Rampen, die es Muezzins erlaubten, zu Pferd aufzusteigen.
Renaissance-Glockenturm16. Jahrhundert
Dieser Abschnitt wurde im 16. Jahrhundert vom Architekten Hernán Ruiz ergänzt und ersetzt den verwitterten oberen Teil des ursprünglichen Turms. Er beherbergt die Glocken und verfügt über prachtvolle Fenster sowie Kapitelle, die von der Kunst des Kalifats inspiriert sind.
Die Statue des Giraldillo16. Jahrhundert
Eine Bronzestatue von etwa vier Metern Höhe, die den Triumph des Glaubens darstellt. Sie dient als Wetterfahne und ist Namensgeber des Turms – ein Symbol für den christlichen Triumph nach der Reconquista.
Kontakt
Telefon: 954 21 49 71