Pyramide von Meidum

Pyramide von Meidum

Banī Suwayf

70/10090 min

Die Pyramide von Meidum liegt unweit von Beni Suef in Ägypten und ist ein bedeutendes antikes Bauwerk, das eine entscheidende Etappe in der Entwicklung des Pyramidenbaus markiert. Ursprünglich als siebenstufige Pyramide von Pharao Sneferu aus der 4. Dynastie begonnen, wurde sie später auf eine achtstufige Anlage erweitert, bevor sie in eine echte, glattwandige Pyramide umgewandelt wurde. Heute wirkt die Pyramide wie ein dreistufiger Turm, der aus einem großen Schutthügel aufragt – tatsächlich bildet dieser Hügel das Innere bzw. den Kern der ursprünglichen Anlage. Durch den fortschreitenden Verfall und das allmähliche Zerfallen der Pyramide im Laufe der Zeit ist sie in diesem charakteristischen Zustand erhalten geblieben. Der Eingang liegt ungewöhnlich hoch an der Nordseite. Von dort führt ein System aus absteigenden und waagerechten Passagen zu einer Grabkammer mit einem überwölbten (korbbogenartigen) Deckengewölbe, das dazu dient, das Gewicht zu verteilen und Einstürze zu verhindern. Die Herrschaft von Sneferu war ein Wendepunkt in der Architektur des Alten Reiches; Meidum diente als Fundament für spätere Pyramiden wie die Bent Pyramid und die Red Pyramid in Dahshur. Der antike Name der Anlage, Djed Sneferu, bedeutet „Sneferu erdauert“ und verweist auf ihre anhaltende historische Bedeutung. Die Pyramide ist bis heute ein unverzichtbarer Orientierungspunkt und veranschaulicht die technologischen und architektonischen Fortschritte des alten Ägypten.

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Tipp: Besucher sollten die Pyramide von Meidum in den kühleren Morgenstunden aufsuchen, um der starken Mittagshitze zu entgehen, die in Ägypten typisch ist. Es wird empfohlen, die Tickets im Voraus zu kaufen – besonders in den Ferien- und Hauptreisezeiten –, um den Zugang sicherzustellen. Vor Ort sind die Einrichtungen möglicherweise nur eingeschränkt, aber geführte Touren können helfen, die komplexe Geschichte und Architektur der Pyramide besser zu verstehen. Gelegentlich gibt es bescheidene Ermäßigungen für Studierende und Senioren – es lohnt sich daher, an der Ticketstelle nachzufragen. Bequeme Wanderschuhe sowie Sonnenschutz sind unerlässlich, da die offene Wüstenlandschaft rund um die Pyramide viel Sonneneinstrahlung bietet.

Interessante Fakten

  • Die Pyramide von Meidum war der erste Versuch, eine echte glattwandige Pyramide zu errichten – ein Übergang von früheren Stufenpyramiden.
  • Der antike Name Djed Sneferu übersetzt sich als „Sneferu erdauert“ und betont den königlichen Bezug sowie die Bedeutung der Anlage.
  • Der Schutthügel der Pyramide ist nicht das Ergebnis eines plötzlichen Einsturzes, sondern eine Folge von allmählicher Erosion über viele Jahrhunderte.
  • Die überwölbten (korbbogenartigen) Decken in der Grabkammer waren eine frühe architektonische Innovation, um schwere Steinmassen über offenen Bereichen abzustützen.
  • Der Schreiber Ankhkheperreseneb besuchte die Pyramide in der 18. Dynastie und beschrieb sie als „wunderbaren Tempel des Horus Sneferu“ mit himmlischen Qualitäten.

Geschichte

2613

Die Pyramide von Meidum wurde von Pharao Sneferu um 2613–2589 v.

Chr.

während der 4.

Dynastie in Ägypten in Angriff genommen.

Zunächst als siebenstufige Pyramide errichtet, wurde sie auf acht Stufen erweitert, bevor sie in eine echte Pyramide mit glatten Seiten umgewandelt wurde und eine Höhe von etwa 92 bis 95 Metern erreichte.

Frühere Theorien brachten ihren Bau mit Huni, dem Vorgänger von Sneferu, in Verbindung; die heutige Mehrheitsauffassung schreibt den Bau jedoch Sneferu zu, gestützt durch Inschriften, die seinen Namen tragen.

Im Laufe der Jahrhunderte verschlechterte sich der Zustand der Pyramide allmählich.

Dabei stürzten die äußeren Verkleidungen und die Stufenlagen ein, die heute als Schutt um den Kern herum liegen.

Die Anlage wurde in der 18.

Dynastie von Beamten wie dem Schreiber Ankhkheperreseneb besucht und dokumentiert, was ihre lange kulturelle Bedeutung unterstreicht.

Ortsführer

1
Eingang an der Nordseite und absteigender Gangc. 2613–2589 BC
Unknown

Der Eingang liegt ungewöhnlich hoch, etwa 15 Meter über dem Boden. Von hier aus führt ein in den anstehenden Fels gehauener Gang abwärts, der sich dann in eine waagerechte Richtung wendet und Nischen passiert, bevor er zu einem senkrechten Schacht gelangt.

2
Grabkammer mit überwölbter (korbbogenartiger) Deckec. 2613–2589 BC
Unknown

Diese Kammer besitzt eine überwölbte (korbbogenartige) Decke, die dazu ausgelegt ist, das enorme Gewicht des Mauerwerks oberhalb zu verteilen und so einen strukturellen Einsturz zu verhindern. Es handelt sich um eine der frühesten bekannten Anwendungen solcher architektonischer Lösungen im Pyramidenbau.

Kontakt

Telefon: 011 17247424