Asyut-Staudamm
Asyūţ
Der Asyut-Staudamm ist eine bedeutende Staumauer aus Mauerwerk am Nil in der Stadt Asyut in Oberägypten. Er wurde 1903 fertiggestellt und von dem renommierten britischen Ingenieur Sir William Willcocks entworfen, der auch den Aswan Low Dam geplant hat. Die Wehranlage überspannt etwa 2.769 Fuß (844 Meter) Mauerwerk mit 111 Bogenöffnungen, die durch Stahl-Schütztafeln gesteuert werden. Sie wurde gebaut, um Nilwasser in Ägyptens größten Bewässerungskanal, den Ibrahimiya Canal, abzuleiten und so die Landwirtschaft in den Niedrigwasserperioden zu unterstützen. Der Damm umfasst außerdem eine Schleuse, die große Frachtschiffe passieren kann, was seine Bedeutung für die Schifffahrt auf dem Fluss unterstreicht. Die aus Granit und Beton errichtete Wehranlage wurde seit den 1930er-Jahren mehrfach modernisiert und repariert, um strukturelle und hydraulische Probleme zu beheben – vor allem aufgrund von Veränderungen im Flusslauf nach dem Bau des Aswan High Dam. Das Design greift für seine Zeit fortschrittliche Ingenieurtechniken auf, darunter eingegossene Spundwände aus Gusseisen zum Schutz der Fundamente sowie Steinpflaster, um Erosion zu verhindern. Der Asyut-Staudamm ist bis heute ein unverzichtbarer Bestandteil der Infrastruktur für Bewässerung und Schifffahrt in der Region und spiegelt die Ingenieurskunst der frühen 20er-Jahre sowie die Entwicklung Ägyptens im Agrarbereich wider.
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Tipp: Besucher, die sich für den Asyut-Staudamm interessieren, sollten einen Besuch tagsüber einplanen, um die technischen Merkmale und den Blick auf den Nil in vollem Umfang zu genießen. Da es sich um einen funktionierenden Staudamm handelt, kann der Zugang eingeschränkt sein; daher ist es empfehlenswert, die örtlichen Informationen für Besucher zu prüfen oder die Anlage im Voraus zu kontaktieren. Es sind keine speziellen Tickets erforderlich, aber geführte Touren können das Verständnis für die historische und technische Bedeutung des Damms vertiefen. Ein Besuch früh am Morgen oder am späten Nachmittag kann kühlere Temperaturen und bessere Lichtverhältnisse für Fotos bieten. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen oder besondere Vereinbarungen für Bildungsgruppen oder Forschende – erkundigen Sie sich bei Bedarf vor Ort.
Interessante Fakten
- •Die Asyut-Staumauer wurde von Sir William Willcocks entworfen, der auch den Aswan Low Dam entworfen hat.
- •Die Anlage besitzt 111 Bogenöffnungen, jede 5 Meter breit, gesteuert durch Stahl-Schütztafeln.
- •Sie umfasst eine Schleuse mit einer Länge von 262,5 Fuß und einer Breite von 52,8 Fuß, die die Passage der größten Frachtschiffe des Nils ermöglicht.
- •Das Fundament der Wehranlage ist durch Spundwände aus Gusseisen geschützt, die 23 Fuß in den Flussgrund reichen, um Unterspülungen zu verhindern.
- •Beim Bau fielen mehr als 2,4 Millionen Kubikyard Erdbauarbeiten und 125.000 Kubikyard Beton an.
Geschichte
Der Bau der Asyut-Staumauer begann 1898 und wurde 1903 unter der Leitung von Sir William Willcocks fertiggestellt.
Sie wurde errichtet, um die Bewässerung zu unterstützen, indem Nilwasser in den Ibrahimiya Canal geleitet wurde.
Das Projekt wurde zunächst auf £525.000 geschätzt, kostete am Ende jedoch £870.000.
Umfassende Umbaumaßnahmen fanden zwischen 1934 und 1938 statt, um Pfeiler zu verlängern und die Ausrüstung zu aktualisieren und so die zulässige Wasserspiegellage am Damm zu erhöhen.
Weitere Reparaturen und Verstärkungen wurden Mitte des 20.
Jahrhunderts durchgeführt, um Erosion und strukturellen Verschleiß zu beheben – insbesondere nach dem Bau des Aswan High Dam, der das Abflussregime des Flusses veränderte.
Die Wehranlage leistet nun seit über einem Jahrhundert einen entscheidenden Beitrag zu Bewässerung und Schifffahrt in Oberägypten.
Ortsführer
Die Tragwerksstruktur der Staumauer aus Mauerwerk1903
Eine 844 Meter lange Staumauer aus Mauerwerk mit 111 Bogenöffnungen, die durch Stahl-Schütztafeln gesteuert werden – ein Beispiel für Ingenieurtechniken aus dem frühen 20. Jahrhundert.
Schleuse für die Schifffahrt auf dem Nil1903
Eine Schleuse mit den Maßen 262,5 Fuß mal 52,8 Fuß, ausgelegt für die größten Fracht- und Lastkähne auf dem Nil, um den Schiffsverkehr zu erleichtern.
Schutzsystem für das Fundament1903
Das Fundament der Staumauer ist durch eine Mauerwerksplattform gesichert, mit Spundwänden aus gusseisernen verzahnten (nut-und-feder) Blechen, die in den Flussgrund hineinreichen. So werden Erosion und Unterspülungen verhindert.
Kontakt
Telefon: 010 05801999