
Totentempel der Hatschepsut
Al Uqşur
Der Totentempel der Hatschepsut, auch bekannt als Djeser-Djeseru, ist ein außergewöhnlicher Totentempel in Deir el-Bahari auf der Westseite des Nils bei Luxor, Ägypten. Er wurde während der Herrschaft von Pharao Hatschepsut (ca. 1473–1458 v. Chr.) errichtet, von ihrem königlichen Architekten Senenmut entworfen und gilt als Meisterwerk altägyptischer Architektur. Der Tempel ist besonders für seine drei stufenartigen Terrassen bekannt, die über lange Rampen miteinander verbunden sind – mit säulenbestandenen Vorhallen und einer Reihe von Statuen, darunter Darstellungen der Hatschepsut als Osiris, dem Gott der Toten. Der Tempel diente als Ort für Rituale zu Ehren der Hatschepsut nach ihrem Tod und beherbergte außerdem Kapellen für ihren Vater Thutmose I, für die Göttin Hathor, Anubis sowie für den Sonnengott Ra-Horakhty. Seine Mauern sind reich geschmückt mit Reliefs, die religiöse Zeremonien, Feste und die berühmte Expedition ins Land Punt zeigen – mit exotischen Tieren, Pflanzen und Bewohnern. Die Lage des Tempels gegenüber dem Karnak-Tempelkomplex auf der anderen Nilsseite trägt zusätzlich zu seiner spirituellen und kulturellen Bedeutung bei. Er ist bis heute einer der meistbesuchten und architektonisch eindrucksvollsten Monumente des Alten Ägyptens und spiegelt Hatschepsuts einzigartiges Erbe als eine der wenigen weiblichen Pharaonen wider.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Totentempels der Hatschepsut ist am frühen Morgen, um Menschenmengen und die intensive Hitze am Nachmittag zu vermeiden. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen – besonders in der Hochsaison. Besucher profitieren außerdem von Kombitickets, die nahe gelegene Stätten auf der Westseite abdecken. Aufgrund der offenen Terrassen und Rampen sind bequeme Laufschuhe und Sonnenschutz ratsam. Geführte Touren bieten wertvolle Einblicke in die Kunst und Geschichte des Tempels. Der Tempel ist täglich von 6:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Interessante Fakten
- •Der Tempel wird auch „Djeser-Djeseru“ genannt, was im Altägyptischen „Heiligstes der Heiligen“ bedeutet.
- •Seine Reliefs zeigen die einzige bekannte antike ägyptische Expedition ins Land Punt und geben seltene Einblicke in diese mysteriöse Region.
- •Hatschepsut wird im Tempel oft mit traditionellen männlichen Pharaonenattributen dargestellt, einschließlich des falschen Bartes.
- •Der Tempel wurde so angelegt, dass zur Zeit der Wintersonnenwende das Sonnenaufgangslicht das Heiligtum erhellt.
- •Senenmut, der Architekt, hatte viele Titel und war ein enger Berater – möglicherweise auch der Tutor der Tochter von Hatschepsut.
Geschichte
Der Totentempel der Hatschepsut wurde in der 18.
Dynastie des Neuen Reiches errichtet.
Er wurde auf Anweisung von Senenmut für Pharao Hatschepsut gebaut, eine der wenigen weiblichen Herrscherinnen des alten Ägypten.
Der Tempel war als Totentempel geplant, um ihre Herrschaft und ihre göttliche Stellung nach dem Tod zu feiern.
Mit seiner Terrassengestaltung, die in die Felswand von Deir el-Bahari integriert wurde, setzte die Tempelbauten-Architektur einen bedeutenden Innovationsschritt.
Im Laufe der Jahrhunderte erlitt der Tempel durch natürliche Erosion und menschliche Aktivitäten Schäden, doch Restaurierungsmaßnahmen haben einen Großteil seiner beeindruckenden Pracht bewahrt.
Er ist ein Zeugnis für Hatschepsuts politischen Einfluss und ihre religiöse Hingabe in einer von Männern dominierten Epoche.
Ortsführer
Untere Terrasse15. Jahrhundert v. Chr.
Die erste Ebene des Tempels mit einer Säulenhalle und Statuen der Hatschepsut, die als Osiris, den Gott der Toten, dargestellt sind. Diese Terrasse ist der Eingang und macht Besucher mit der religiösen Bedeutung des Tempels vertraut.
Mittlere Terrasse15. Jahrhundert v. Chr.
Diese Terrasse umfasst offene Innenhöfe und Kapellen, die Hathor und Anubis gewidmet sind. Die Wände sind mit detaillierten Reliefs der Punt-Expedition verziert, die exotische Flora, Fauna und Menschen zeigen.
Obere Terrasse und Heiligtum15. Jahrhundert v. Chr.
Die oberste Ebene beherbergt das dem Amun-Ra gewidmete Heiligtum sowie die Bestattungsrituale für Hatschepsut und ihren Vater Thutmose I. Ein in den Felsen gehauener Durchgang führt zum Heiligsten der Heiligen.