
Pyramide des Chephren
Al Jīzah
Die Pyramide des Chephren, etwa 2558–2532 v. Chr. erbaut, ist die zweitgrößte Pyramide auf dem Gizeh-Plateau. Errichtet wurde sie von Pharao Chephren, dem Sohn des Cheops. Mit 143,5 Metern Höhe wirkt sie fast genauso hoch wie die Große Pyramide – vor allem wegen ihrer erhöhten Lage. Der Kern der Pyramide besteht aus lokalen Kalksteinblöcken; der obere Teil bewahrt noch immer die glatte weiße Kalksteinhülle, die aus Turah abgebaut wurde. Zum Gesamtkomplex des Chephren gehören ein Totentempel und ein Taltempel – beide sind größer und besser erhalten als frühere Pyramidenanlagen. Der Taltempel ist besonders bemerkenswert: Seine massiven Kalksteinblöcke sind von Granit umschlossen, dazu kommen Bodenflächen aus Alabaster. Dort befindet sich der Große Sphinx, eine kolossale Statue, von der man annimmt, dass sie mit Chephren in Verbindung steht. Der Grundriss des Totentempels setzte einen neuen architektonischen Maßstab für Pyramiden des Alten Reiches: Er zeigt symmetrische Nischen, die einst Statuen des Königs beherbergten. Unter ihnen befindet sich die berühmte Granodiorit-Statue des Chephren mit dem Horus-Falkengott – sie gilt als Meisterwerk der altägyptischen Kunst. Der Pyramidenkomplex ist bis heute ein bedeutendes Zeugnis für den antiken Ingenieursbau, religiöse Praktiken und die Kunstfertigkeit der Ägypter.
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Interessante Fakten
- •Die Pyramide des Chephren bewahrt an ihrer Spitze noch einen Teil der ursprünglichen, polierten weißen Kalksteinhülle – anders als die Große Pyramide.
- •Der Große Sphinx, nahe dem Taltempel der Pyramide gelegen, soll das Abbild von Pharao Chephren tragen.
- •Der Totentempel enthält monolithische Granitsäulen und Böden aus Alabaster – ein Beleg für fortschrittliche antike Bautechniken.
- •Die Granodiorit-Statue des Chephren mit dem Horus-Falkengott gilt als Meisterwerk der altägyptischen Kunst.
- •Die Pyramide des Chephren ist etwas niedriger als die Große Pyramide seines Vaters, wirkt aber wegen ihres erhöhten Standorts höher.
Geschichte
Die Pyramide des Chephren wurde in der Zeit der 4.
Dynastie in Ägypten, etwa 2558–2532 v.
Chr., von Pharao Chephren, dem Sohn des Cheops, errichtet.
Sie wurde auf höherem Gelände gebaut, damit sie genauso hoch wie die Große Pyramide wirkte.
Der Komplex brachte architektonische Innovationen mit sich – darunter der umfangreiche Totentempel- und Taltempelbereich.
Im Laufe vieler Jahrtausende ist die polierte Kalksteinhülle der Pyramide größtenteils erodiert, nur nahe der Spitze ist noch mehr erhalten.
Der Große Sphinx, Teil der Anlage des Chephren, soll während seiner Regierungszeit geschaffen worden sein.
Seit dem 19.
Jahrhundert wurde der Ort in verschiedenen archäologischen Projekten untersucht und bewahrt – das unterstreicht seine Bedeutung für die Ägyptologie.
Ortsführer
Totentempel des Chephrencirca 2558–2532 BC
Der Tempel liegt am Fuß der Pyramide und zählt zu den am besten erhaltenen Totentempeln des Alten Reiches. Er zeigt einen anspruchsvollen Grundriss mit symmetrischen Nischen, in denen einst Statuen des Königs aufgestellt waren. Der Tempel setzte architektonische Standards für spätere Pyramiden.
Taltempel und Großer Sphinxcirca 2558–2532 BC
Der Taltempel, aus massiven Kalksteinblöcken erbaut, die von Granit umschlossen sind, mit Fußböden aus Alabaster, ist besonders dafür bekannt, den Großen Sphinx zu beherbergen. Dabei handelt es sich um eine kolossale Statue, von der man annimmt, dass sie Chephren darstellt – mit dem Körper eines Löwen und dem menschlichen Kopf.
Statue des Chephren mit Horuscirca 2558–2532 BC
Eine berühmte Granodiorit-Statue, die Chephren darstellt, der mit dem Falkengott Horus im Rücken sitzt: Der Gott Horus sitzt hinter seinem Kopf und steht symbolisch für göttlichen Schutz. Diese Statue gilt als viel beachtetes Meisterwerk der altägyptischen Bildhauerkunst.