Viljandi St. John's Church

Viljandi St. John's Church

Viljandimaa

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Die Viljandi St. John's Church liegt in der Stadt Viljandi im Süden Estlands und ist eine bedeutende Steinkirche der Estnisch-Evangelisch-Lutherischen Kirche. Archäologische Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Kirche wahrscheinlich im späten 13. Jahrhundert erbaut wurde; Teile der ursprünglichen Mauern sind in der Krypta der Kirche erhalten. Die Kirche steht an der Stelle früherer religiöser Bauwerke, die mit dem mittelalterlichen Viljandi-Kloster verbunden waren, und hat zahlreiche historische Herausforderungen überstanden – darunter Schäden während des Livländischen Krieges und des Großen Nordischen Krieges. Ihr markanter barocker Glockenturm mit hoher Galerie wurde nach einem Brand im Jahr 1811 wiederaufgebaut; die heutige Turmspitze stammt aus dem Jahr 1815. Besonders hervorzuheben ist das Carillon mit 25 Glocken – das größte in Estland. Die Musik dafür wurde eigens für die Kirche von Tõnu Kõrvits komponiert. Nachdem die Kirche im 20. Jahrhundert geschlossen und als Lagerhaus genutzt worden war, begann in den 1980er-Jahren eine Restaurierung; Anfang der 1990er-Jahre wurde sie wieder für den Gottesdienst geweiht. Heute dient sie als aktive Pfarrkirche und als kulturelle Spielstätte – mit Gottesdiensten, Konzerten und Gemeindeveranstaltungen. So vereint sie in Viljandi religiöse und historische Bedeutung.

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Tipp: Besuchern wird empfohlen, den Sonntagsgottesdienst um 12:00 Uhr zu besuchen oder die Werktagsgottesdienste donnerstags. So lässt sich die spirituelle Atmosphäre der Kirche am besten erleben. Die beste Zeit für einen Besuch sind die wärmeren Monate, wenn die Kirche oft Konzerte mit ihrem einzigartigen Carillon veranstaltet. Für besondere Anlässe und Konzerte wird eine vorherige Buchung empfohlen. Ermäßigungen können über das örtliche Pfarramt für Gruppen, Studierende und Senioren verfügbar sein.

Interessante Fakten

  • Die Kirche beherbergt das größte Carillon in Estland mit 25 Glocken.
  • Die Carillon-Musik wurde speziell von dem estnischen Komponisten Tõnu Kõrvits für den Glockenturm der Kirche komponiert.
  • Teile der ursprünglichen Kirchenmauern aus dem 13. Jahrhundert sind in der Krypta unterhalb der Kirche erhalten.
  • Die Kirche wurde in der Sowjetzeit als Lagerhaus umfunktioniert, bevor sie Anfang der 1990er-Jahre wieder für den Gottesdienst genutzt wurde.

Geschichte

1989

Archäologische Studien von Heiki Valk zwischen 1989 und 1991 legen nahe, dass die Viljandi St.

John's Church im späten 13.

Jahrhundert erbaut wurde, wobei Reste der ursprünglichen Mauern in der darunterliegenden Krypta noch sichtbar sind.

Die Kirche wurde neben einem Friedhof errichtet, der bis ins späte 18.

Jahrhundert genutzt wurde.

Sie ersetzte eine frühere Stadtkirche, die dem St.

John und St.

1558

Clare gewidmet war und während des Livländischen Krieges (1558–1583) zerstört wurde.

In der Zeit des Großen Nordischen Krieges erlitt die Kirche Schäden und erhielt im 18.

1811

Jahrhundert umfangreiche Renovierungen – darunter den Einbau einer barocken Turmspitze, die nach dem Brand von 1811 wiederaufgebaut wurde.

1992

In den 1950er-Jahren geschlossen und als Lagerhaus genutzt, begannen die Restaurierungsarbeiten in den 1980er-Jahren und mündeten in der erneuten Weihe der Kirche im Jahr 1992.

Ortsführer

1
Das Carillon und der Glockenturm
Tõnu Kõrvits

Der Glockenturm der Kirche verfügt über das größte Carillon Estlands mit 25 Glocken. Das Carillon spielt eigens von Tõnu Kõrvits komponierte Musik und bereichert so das kulturelle und spirituelle Erlebnis der Besucher.

2
Die Krypta und die mittelalterlichen Mauernlate 13th century

Unterhalb der Kirche befindet sich die Krypta mit Teilen der ursprünglichen steinernen Mauern aus dem späten 13. Jahrhundert. Sie gewährt einen Blick auf die mittelalterlichen Ursprünge der Kirche und ihre architektonische Geschichte.

3
Barocke Turmspitze1815

Die barocke Turmspitze, die 1815 nach einem Brand wiederaufgebaut wurde, der 1811 den Vorgänger zerstört hatte, krönt den Glockenturm der Kirche und ist ein markantes architektonisches Detail.

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Telefon: 433 3000