Mahtra-Bauernmuseum

Mahtra-Bauernmuseum

Raplamaa

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Das Mahtra-Bauernmuseum in Juuru, Raplamaa, widmet sich der Bewahrung und Vermittlung der Geschichte, Kultur und des Alltagslebens estnischer Bauern im 19. Jahrhundert. Die Dauerausstellung des Museums konzentriert sich auf das Landleben in dieser Zeit und stellt den Mahtra-Aufstand von 1858 in den Mittelpunkt – einen bedeutenden Bauernaufstand gegen die baltisch-deutschen Gutsherren. Das Museum ist eine staatliche Einrichtung unter dem estnischen Kulturministerium und bietet sowohl Dauerausstellungen als auch temporäre Ausstellungen. Ein besonderes Highlight ist das Eeru-Wirtshaus (Atla-Eeru-Wirtshaus), die einzige noch erhaltene Bauernschänke in Estland. Während des Mahtra-Aufstands spielte es eine entscheidende Rolle als Treffpunkt und als Erste-Hilfe-Station. Außerdem organisiert das Museum Bildungsprogramme, geführte Touren und kulturelle Veranstaltungen, die das Verständnis der Besucher für die regionale Geschichte vertiefen. In der Nähe erinnern das Schlachtfeld von Mahtra und mehrere Gedenkstätten an die tragischen Ereignisse des Aufstands. Die Lage des Museums im ehemaligen Pfarrzentrum von Juuru verleiht dem Erlebnis zusätzlichen historischen Kontext und macht es zu einem bedeutenden Kulturort im Landkreis Raplamaa.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Mahtra-Bauernmuseum sind die wärmeren Monate, wenn das Museum und sein historisches Eeru-Wirtshaus mit verschiedenen Veranstaltungen und Outdoor-Programmen aufwarten. Besucher sollten unbedingt auf der offiziellen Website des Museums nach den aktuellen Öffnungszeiten und Sonderausstellungen schauen. Es wird empfohlen, geführte Touren oder Bildungsprogramme im Voraus zu buchen – besonders für Gruppen. Möglicherweise gibt es Ermäßigungen für Schüler, Senioren und Gruppen. Dank der Nähe zum Schlachtfeld und der Gedenkstätte von Mahtra lässt sich der Besuch gut mit einem Ausflug für ein noch tieferes Geschichtserlebnis kombinieren.

Interessante Fakten

  • Das Eeru-Wirtshaus ist Estlands einzige noch erhaltene Bauernschänke.
  • Während des Mahtra-Aufstands studierten die Bauern das neue Bauernrecht im Licht einer Splitterlampe im Atla-Eeru-Wirtshaus.
  • Die Verwundeten des Mahtra-Aufstands erhielten im Atla-Eeru-Wirtshaus Erste Hilfe.
  • 1933 wurde nahe dem Schlachtfeld von Mahtra ein Denkmal errichtet, um an den Aufstand zu erinnern.
  • Das Museum bietet Bildungsprogramme sowohl für Kinder als auch für Erwachsene an, mit Fokus auf den Mahtra-Aufstand und das ländliche Leben.

Geschichte

Das Mahtra-Bauernmuseum entstand aus einer 90-jährigen Jubiläumsausstellung zum Mahtra-Aufstand, die an der Juuru-Schule stattfand.

1958

1958, zum 100-jährigen Jubiläum des Aufstands, wurde im Juuru-Kulturhaus ein Museumsraum eröffnet.

1967

Das Museum wurde offiziell 1967 gegründet und 1970 eröffnet.

1811

Ein zentrales historisches Objekt ist das Atla-Eeru-Wirtshaus, das 1811 erbaut und 1841 in ein Wirtshaus umgewandelt wurde und während des Mahtra-Aufstands als entscheidender Treffpunkt diente.

1958

1958 wurde das Wirtshaus für das Museum angekauft.

Im Laufe der Jahrzehnte hat das Museum seine Sammlungen und Programme erweitert, um die umfassendere Geschichte und Kultur der ländlichen Bevölkerung Raplammas abzudecken.

Ortsführer

1
Eeru-Wirtshaus (Atla-Eeru-Wirtshaus)1811

Ein historisches Blockhaus, das 1811 erbaut und 1841 in ein Wirtshaus umgewandelt wurde. Während des Mahtra-Aufstands diente es als entscheidender Versammlungsort. Es ist Estlands einzig erhaltenes Bauernwirtshaus und beherbergt verschiedene kulturelle Veranstaltungen sowie Ausstellungen.

2
Dauerausstellung zum Landleben und zum Mahtra-Aufstand im 19. Jahrhundert

Diese Ausstellung zeigt das tägliche Leben estnischer Bauern im 19. Jahrhundert und erläutert die Hintergründe, die Ereignisse und die Folgen des Mahtra-Aufstands – mit besonderem Augenmerk auf den Kampf gegen die Macht der baltisch-deutschen Gutsherren.

3
Schlachtfeld von Mahtra und Gedenkstätte1933

Das etwa 4,5 km vom Museum entfernte Schlachtfeld zeigt eine Gedenkstätte, die 1933 errichtet wurde, sowie Informationstafeln mit historischen Details zum tragischen Endkampf des Aufstands bei „Verepõld“ (Blutfeld).

Kontakt

Telefon: 484 4199