Hageri Steinkirche

Hageri Steinkirche

Raplamaa

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Die Hageri Steinkirche in Raplamaa, Estland, ist eine bedeutende lutherische Kirche mit reicher historischer Vergangenheit, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Die Kirche gehörte ursprünglich zur Gemeinde Juuru, die im 13. Jahrhundert während der dänischen Eroberung gegründet wurde. Die älteste Kirche an dieser Stelle war zunächst ein Holzbau, der im späten 13. Jahrhundert durch eine Steinkirche ersetzt wurde, die im Stil errichtet wurde, der mit dem Zisterzienserorden in Verbindung gebracht wird. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach renoviert – darunter eine große Rekonstruktion im späten 19. Jahrhundert, die neogotische Elemente einführte, insbesondere den 42,4 Meter hohen Westturm. Im Inneren finden sich wichtige Kunstwerke wie die Altar-Skulpturen von Quirinus Rabe aus dem Jahr 1736 und eine barocke Kanzel aus der Werkstatt von Christian Ackermann von 1695. Außerdem beherbergt die Kirche historische Bronzekirchenglocken aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die von ortsansässigen Förderern gestiftet wurden. Trotz Schäden durch Ereignisse wie den Blitzschlag im Jahr 1964 und Diebstählen in der Sowjetzeit ist die Kirche bis heute ein bedeutender religiöser und kultureller Anlaufpunkt – jährlich wird sie an Michaelis gefeiert. Die Mischung aus mittelalterlichen Ursprüngen und neogotischer Architektur aus dem 19. Jahrhundert macht sie zu einem besonderen Ziel für alle, die sich für die estnische Kirchengeschichte und Kunst interessieren.

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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch am besten in den Sommermonaten einplanen oder rund um die jährliche Michaelis-Feier im September, die an die Kirchweihe erinnert. Es wird empfohlen, die offizielle Website der Kirche zu prüfen oder sich bei der örtlichen Gemeinde nach den Öffnungszeiten und eventuellen Sonderveranstaltungen zu erkundigen. Obwohl der Eintritt in der Regel frei ist, sind Spenden zur Erhaltung der Kirche sowie der dazugehörigen historischen Gebäude, wie dem Hageri-Gebetshaus, sehr willkommen. Wer möchte, kann den Erlebniswert steigern, indem man geführte Touren im Voraus bucht – besonders für Gruppen, die sich für Kunst und Architektur der Kirche interessieren.

Interessante Fakten

  • Die Altar-Skulpturen von Christus, Petrus und Paulus wurden 1736 von Quirinus Rabe geschaffen.
  • Die barocke Kanzel mit kunstvollen Holzschnitzereien wurde 1695 von der Werkstatt Christian Ackermanns gefertigt.
  • Die Kirche beherbergt zwei historische Bronzeglocken aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die von ortsansässigen Förderern gestiftet wurden.
  • Ein Blitzschlag im Jahr 1964 beschädigte die Turmspitze der Kirche; sie wurde im Folgejahr wiederhergestellt.
  • Die Kirche feierte 1988 ihr 750-jähriges Bestehen und würdigte damit die Gründung im Jahr 1238.

Geschichte

Die Ursprünge der Hageri Steinkirche reichen bis ins 13.

1238

Jahrhundert zurück, als die Gemeinde Juuru um 1238 unter dänischer Herrschaft gegründet wurde.

Zunächst stand hier eine Holzkirche, die später im Laufe des Jahrhunderts durch einen Steinebau ersetzt wurde, der den Einfluss der zisterziensischen Baukunst widerspiegelt.

Die Kirche war ursprünglich dem Heiligen Georg geweiht und wurde später nach der Reformation dem Erzengel Michael gewidmet.

1847

Im Jahr 1847 wurde ein neogotischer Westturm ergänzt, und zwischen 1893 und 1895 leitete der Architekt Ervin Bernhardt eine bedeutende Rekonstruktion, die die Kirche in ihre heutige Form brachte.

1964

Die Kirche überstand die Schäden durch einen Blitzschlag im Jahr 1964 sowie Diebstähle in der sowjetischen Zeit und behielt ihre Rolle als wichtiger religiöser Ort in der Region.

Ortsführer

1
Altar1736
Quirinus Rabe

Der Altar ist mit Skulpturen von Christus, Petrus und Paulus geschmückt, die Quirinus Rabe 1736 anfertigte. Die Altarwand wurde von dem Zimmermann Johann Siimsen gefertigt und zeigt außerdem das Altarbild „Calvary“ von Carl Sigismund Walther aus dem Jahr 1852.

2
Barocke Kanzel1695
Werkstatt Christian Ackermann

Die Kanzel aus dem Jahr 1695 zeigt detaillierte Holzskulpturen und Reliefs, die in der Werkstatt von Christian Ackermann entstanden. Sie steht auf einer Figur des Moses, der die Gesetzestafeln hält. Die Schalldeckel zeigt den auferstandenen Christus mit Engeln, und die Kanzelplatten stellen die vier Evangelisten dar: Matthäus, Lukas, Markus und Johannes.

3
Westturm1847
Ervin Bernhardt (spätere Rekonstruktion)

Der 1847 im neogotischen Stil errichtete Turm ist mit seinen 42,4 Metern Höhe ein prägendes Element der Kirchen-Silhouette. Er umfasst ein reich verziertes Hauptportal, das vom Gutsherrn von Ingliste finanziert wurde, sowie Glasfenster, die von örtlichem Adel gestiftet wurden.