
Märjamaa Museum
Raplamaa
Das 1982 von dem Kulturhistoriker Aleksei Parnabas gegründete Museumsdorf Velise Sillaotsa liegt in Raplamaa, in der Gemeinde Märjamaa. Das Museum bietet eine umfangreiche Ausstellung zum ländlichen Leben, zur Arbeit und zu den Werkzeugen der lokalen Landwirtschaftsgemeinde in Südwest-Läänemaa – insbesondere aus den Gemeinden Velise und Märjamaa. Die meisten der ausgestellten landwirtschaftlichen Geräte wurden vor Ort gefertigt, darunter eine seltene Dreschmaschine mit Scheibenantrieb, hergestellt von einem lokalen Meisterhandwerker. Viele der Maschinen sind noch betriebsfähig und schaffen so eine lebendige Verbindung zu den traditionellen landwirtschaftlichen Praktiken. Auf dem Museumsgelände gibt es außerdem ein Dendrarium mit 170 Arten geschützter Bäume und Sträucher, die die Gebäude des Bauernhofs umrahmen. Das Areal bietet saisonale Arbeitstage, thematische Veranstaltungen, Volksfeste und Theateraufführungen – so wird das lokale kulturelle Erbe bewahrt und zugleich gefördert.
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Tipp: Besucher sollten die Arbeitstage und Volksveranstaltungen des Museums besuchen, um lokale Traditionen authentisch kennenzulernen. Die beste Zeit für einen Besuch sind die wärmeren Monate, wenn Aktivitäten und Vorführungen im Freien stattfinden. Für Gruppenbesuche oder eine Teilnahme an Veranstaltungen kann eine vorherige Anmeldung sinnvoll sein. Ermäßigungen sind möglicherweise für Studierende oder Seniorinnen und Senioren verfügbar.
Interessante Fakten
- •Das Museum beherbergt eine seltene Dreschmaschine mit Scheibenantrieb, gefertigt von einem lokalen Handwerker – noch heute betriebsfähig.
- •Das Dendrarium rund um den Bauernhof umfasst 170 Arten geschützter Bäume und Sträucher und ist damit eine bemerkenswerte botanische Sammlung.
- •Viele der ausgestellten landwirtschaftlichen Werkzeuge wurden vor Ort hergestellt – ein Hinweis auf die traditionelle Handwerkskunst der Region.
Geschichte
Das Museumsdorf Velise Sillaotsa wurde 1982 von Aleksei Parnabas gegründet, einem Heimatforscher und Kulturhistoriker, der sich der Bewahrung des ländlichen Erbes verschrieben hatte.
Im Laufe der Jahre ist es zu einer Sammlung der Agrargeschichte vom 19.
Jahrhundert bis in die nahezu heutige Zeit herangewachsen – mit Fokus auf die lokale Handwerkskunst.
Das Museum bewahrt viele originale Wirtschaftsgebäude und Maschinen, von denen einige noch funktionsfähig sind.
So spiegeln sie den historischen Landwirtschaftsalltag der Region wider.
Ortsführer
Wirtschaftsgebäude und Ausstellungshallen19th century and later
Originale Wirtschaftsgebäude, die Ausstellungen zum ländlichen Leben, zu Werkzeugen und zu den in der Region verwendeten Anbaumethoden beherbergen – vom 19. Jahrhundert an aufwärts.
Ausstellung der Dreschmaschine19th century
Eine seltene Dreschmaschine mit Scheibenantrieb, gefertigt von einem lokalen Meisterhandwerker. Besonders bemerkenswert sind ihr betriebsfähiger Zustand und ihre historische Bedeutung für die lokale Landwirtschaft.
Dendrarium
Ein Arboretum mit 170 Arten geschützter Bäume und Sträucher rund um die Museumsgebäude – es dient sowohl dem Naturschutz als auch Bildungszwecken.