Haapsalu Schloss

Haapsalu Schloss

Läänemaa

75/10090 min

Das Haapsalu Schloss, auch bekannt als Haapsalu Bischofsschloss oder Bischofsburg, ist eine bedeutende mittelalterliche Festung in Haapsalu, Estland. Es wurde im 13. Jahrhundert gegründet und diente als Sitz des Bistums Ösel-Wiek. Über drei Jahrhunderte hinweg entwickelte es sich weiter. Zum Schlosskomplex gehören ein großer Dom, die größte einschiffige Kirche der baltischen Länder, geprägt durch den Übergang von romanischer zu gotischer Architektur. Die Festungsmauern, ursprünglich zum Schutz gegen Eindringlinge errichtet, waren dick und hoch. Eine 29 Meter hohe Wehrturm-Anlage wurde später als Glockenturm umgenutzt. Das Schloss erlitt Schäden während des Livländischen Krieges und wurde unter russischer Herrschaft Anfang des 18. Jahrhunderts teilweise abgerissen. Heute stehen die Ruinen und der Dom als Zeugnis mittelalterlicher kirchlicher Macht und Architektur da – und ziehen Besucher nicht nur wegen ihrer historischen Bedeutung an, sondern auch wegen der lokalen Legende von der Weißen Dame, die angeblich in den August-Vollmonden auf den Kapellenmauern erscheint.

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Tipp: Besuchen Sie das Haapsalu Schloss in den Sommermonaten (Juni bis August), wenn es täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet ist. Tickets können vor Ort gekauft werden oder Sie nutzen die Museum Card für Ermäßigungen. Führungen sind auf vorherige Anfrage in mehreren Sprachen verfügbar. Parken ist in der Nähe des Schlosses kostenlos, und der Bereich ist auch für Besucher mit Behinderungen zugänglich. Nehmen Sie eine Kamera mit, um die mittelalterliche Architektur und den stimmungsvollen Dom festzuhalten.

Interessante Fakten

  • Der Haapsalu Dom ist die größte einschiffige Kirche in den baltischen Staaten mit einem 15,5 Meter hohen Gewölbe.
  • Die Burgmauern wurden im 16. Jahrhundert auf 15 Meter Höhe aufgestockt und boten damit eine besonders starke Verteidigung.
  • Die Weiße Dame, eine geisterhafte Erscheinung einer Jungfrau, soll in den August-Vollmonden auf der Kapellenmauer erscheinen.
  • Der Schlosskomplex umfasst mehr als 30.000 Quadratmeter, wobei die Mauern bis zu 1,8 Meter dick sind.
  • Der 29 Meter hohe Wehrturm diente ursprünglich als Verteidigungsturm und wurde später als Glockenturm genutzt.

Geschichte

Das Haapsalu Schloss wurde im 13.

Jahrhundert als Residenz des Bistums Ösel-Wiek gegründet, nachdem man von früheren Orten wie Lihula und Perona dorthin umgezogen war.

Der Bau erstreckte sich über mehrere Jahrhunderte und erreichte seine endgültige Form unter Bischof Johannes IV Kievel im frühen 16.

Jahrhundert.

Strategisch wurde die Burg besonders während des Livländischen Krieges ausgebaut und befestigt, wobei sie erhebliche Schäden davontrug.

Im 17.

Jahrhundert verlor das Schloss unter schwedischer Herrschaft seine militärische Funktion, und nach dem Großen Nordischen Krieg ließen die russischen Behörden die Festung teilweise abreißen, sodass sie in Ruinen zurückblieb.

Die Bemühungen, den Dom wiederherzustellen und die Anlage zu bewahren, begannen im 19.

Jahrhundert und machten daraus ein romantisches historisches Wahrzeichen.

Ortsführer

1
Dom St. Nikolaus1260

Der Dom diente als Hauptkirche des Bistums Ösel-Wiek. Er weist romanische und gotische Elemente der Architektur auf, eine einzigartige runde Taufkapelle sowie sternförmige Gewölbe. Er wurde 1260 erbaut und ist vor allem wegen seiner großen einschiffigen Anlage sowie seiner historischen Bedeutung als religiöses Zentrum bemerkenswert.

2
Wehrturm13. Jahrhundert

Ein 29 Meter hoher Turm an der Westseite des Schlosses, der ursprünglich im 13. Jahrhundert errichtet wurde. Er diente zunächst Verteidigungszwecken und wurde später in einen Glockenturm umgewandelt. Die Mauern um ihn herum wurden auf 15 Meter Höhe aufgestockt.

3
Burgmauern und Befestigungsanlagen13.–16. Jahrhundert

Die Burgmauern mit einer Stärke zwischen 1,2 und 1,8 Metern wurden über Jahrhunderte hinweg errichtet und erhöht, um sich an sich verändernde militärische Technologien anzupassen. Die inneren Gräben und Erdwerke wurden während des Livländischen Krieges ergänzt, um gegen den Beschuss durch Kanonen zu schützen.

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Telefon: 5385 3575