Sagadi Manor

Sagadi Manor

Lääne-Virumaa

75/10090 min

Sagadi Manor im Kreis Lääne-Viru in Estland ist ein gut erhaltenes Anwesen im Rokoko-Stil, das ursprünglich Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut wurde. Der Gutskomplex umfasst ein eingeschossiges Hauptgebäude, das der Tallinner Architekt Johann Nicolaus Vogel entworfen hat. Es besitzt eine Rokoko-Fassade und einen sorgfältig geplanten Garten mit Zier- und Obstbäumen. Die Geschichte des Guts reicht bis 1469 zurück; verschiedene Adelsfamilien, darunter die Familie Fock, prägten sein Erbe. Heute beherbergt Sagadi Manor ein Museum über das Leben und die Geschichte im Wald sowie eine Naturschule mit Bildungsprogrammen für Kinder. Besucher können außerdem Übernachtungen wie ein Hotel, ein Hostel und ein Gartenhaus nutzen, begleitet von einem Restaurant, das lokale Wild- und Waldprodukte in den Mittelpunkt stellt. Die Umgebung des Anwesens in den Wäldern von Lahemaa sorgt für eine ruhige Atmosphäre zum Feiern und Erkunden und macht Sagadi Manor zu einem einzigartigen kulturellen und naturbezogenen Ziel in Estland.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Sagadi Manor ist von spätem Frühjahr bis zum frühen Herbst, wenn die Gärten und die umliegenden Wälder besonders lebendig sind. Es empfiehlt sich, geführte Touren und Unterkünfte im Voraus zu buchen – vor allem an beliebten Veranstaltungstagen und am Wochenende. Wenn Sie mit Kindern unterwegs sind, lohnt sich der Besuch der Bildungsprogramme. Das Museum bietet spannende Einblicke in das Leben und die Geschichte im Wald, daher ist es sinnvoll, ausreichend Zeit einzuplanen, um sowohl das Gutshaus als auch die Naturschule zu erkunden. Je nach Angebot können Rabatte für Gruppen und Bildungsbesuche verfügbar sein.

Interessante Fakten

  • Das Hauptgebäude von Sagadi Manor wurde im 18. Jahrhundert im Rokoko-Stil vom Architekten Johann Nicolaus Vogel erbaut.
  • Zum Gutskomplex gehört eine große Remise/Getreidescheune mit neun Arkaden, die in den 1760er- bis 1770er-Jahren errichtet wurde; besonders bemerkenswert sind die barocken Eisenarbeiten an den massiven, mit Fischgrätenmuster gemusterten Torbögen.
  • Sagadi Manor beherbergt eine Naturschule, die Bildungsprogramme mit Fokus auf Waldökologie und Geschichte anbietet.
  • Das Gut war mehrere Generationen im Besitz der Adelsfamilie Fock, die mit ihrer Arbeit wesentlich zur architektonischen und kulturellen Entwicklung beitrug.
  • Von 1929 bis 1974 diente das Herrenhaus als Grundschule, bevor es zu einem Museum und einem Bildungszentrum wurde.

Geschichte

1469

Sagadi Manor wurde erstmals 1469 erwähnt und war zunächst im Besitz der Familie Risebiter.

Im Laufe der Jahrhunderte wechselte es durch viele adelige Hände, darunter die Familien von dem Berge und Fock, die das Gut maßgeblich weiterentwickelten.

Mitte des 18.

Jahrhunderts beauftragte Johann Ernst von Fock den Bau des im Rokoko-Stil errichteten Hauptgebäudes, das von Johann Nicolaus Vogel entworfen wurde.

1919

Das Gut blieb bis 1919 in adeligem Besitz, als es enteignet wurde.

1974

Danach diente das Herrenhaus bis 1974 als Grundschule.

1999

Seit 1999 arbeitet es als Naturschule und Museum unter der Leitung des Staatlichen Forstverwaltungszentrums.

Ortsführer

1
Main Manor House1760s
Johann Nicolaus Vogel

Das im Stil des Rokoko ausgeführte Hauptgebäude, das Johann Nicolaus Vogel Mitte des 18. Jahrhunderts errichten ließ, bietet elegante architektonische Details und Innenrenovierungen aus dem späten 19. Jahrhundert – einschließlich eines rückwärtigen Balkons. Es ist der zentrale Anlaufpunkt des Guts und beherbergt Museumsausstellungen.

2
Granary with Nine Arcades1760–1770

Diese große Scheune wurde zwischen 1760 und 1770 erbaut. Charakteristisch ist die lange, von Pilastern getragene, gewölbte Arkade sowie eine flache Fassade, die durch Pilasterstreifen belebt wird. Hinzu kommen Eckquaderung und eine breite, profilierte Traufgesims-Krone. Die massiven, rundbogigen Türen besitzen barocke geschmiedete Eisenscharniere sowie Schlossplatten.

3
Manor Park and Gardens

Das Gut ist von einem traditionellen Garten umgeben: Zier- und Obstbäume sind in einem regelmäßigen Plan angeordnet und durch beschnittene Bäume und Sträucher voneinander abgegrenzt. Hinter dem Haupthaus befindet sich ein Teich, der zur ruhigen Landschaft des Anwesens beiträgt.

Kontakt

Telefon: 676 7888