
Kumu Kunstimuuseum
Harjumaa
Das Kumu Kunstimuuseum im Stadtteil Kadriorg von Tallinn ist das Hauptgebäude des Kunstmuseums von Estland und eines der größten Kunstmuseen im Baltikum. Es wurde 2006 eröffnet und besticht durch ein markantes modernes architektonisches Konzept des finnischen Architekten Pekka Vapaavuori, das harmonisch in die Lasnamäe-Kalksteinhänge eingebunden ist. Die sieben Etagen des Museums bieten umfangreiche Ausstellungsflächen, Lagerräume für über 25.000 Kunstwerke, Bildungseinrichtungen und ein großes Auditorium. Die Dauerausstellungen von Kumu präsentieren estnische Kunst von 1700 bis 1945 im dritten Stock und beleuchten die mehrethnische Geschichte des Landes sowie die Rolle von Kunst in der Gesellschaft. Der vierte Stock ist der Kunst Estlands aus der Zeit der Sowjetunion (1940–1991) gewidmet und hebt die komplexe Beziehung zwischen Kunst und ihrem politischen Umfeld hervor. Außerdem beherbergt Kumu jährlich 8–10 große Wechselausstellungen mit sowohl estnischer als auch internationaler Kunst – von historischen bis hin zu zeitgenössischen Stilrichtungen. Das Museum verwendet natürliche Materialien wie Dolomit, Holz und Kupfer und schafft so optimale Bedingungen zur Bewahrung der Kunstwerke. Das großzügige Atrium und der Innenhof dienen als Veranstaltungsorte für Konzerte und Kunstprojekte und machen Kumu zu einem lebendigen kulturellen Zentrum in Tallinn.
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Tipp: Für das beste Erlebnis besuchen Sie Kumu unter der Woche, um Menschenmengen zu vermeiden und die Dauerausstellungen sowie die rotierenden Wechselausstellungen in Ruhe zu genießen. Tickets können Sie im Voraus online kaufen, um Wartezeiten an der Schlange zu vermeiden. Das Museum bietet Ermäßigungen für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Prüfen Sie auf der offiziellen Website die aktuellen Öffnungszeiten und besonderen Veranstaltungen. Verpassen Sie nicht das Sommer-Café mit Blick auf den Park – perfekt für eine entspannte Pause.
Interessante Fakten
- •Kumu ist eines der größten Kunstmuseen in Nordeuropa mit fast 25.000 Quadratmetern Fläche.
- •Der Name „Kumu“ wurde in einem Namenswettbewerb im Jahr 2004 gewählt und setzt sich aus den estnischen Wörtern für „Kunst“ und „Museum“ zusammen.
- •Das Gebäude von Kumu ist in den natürlichen Kalksteinhang von Lasnamäe integriert und verbindet moderne Architektur mit dem historischen Kadriorg-Park.
- •Zur Dauerausstellung des Museums gehört eine bemerkenswerte Installation von Neeme Külm und Tõnis Saadoja mit 52 Porträts deutschbaltischer Persönlichkeiten.
- •Kumu zeigt jährlich 8 bis 10 große Wechselausstellungen und präsentiert sowohl estnische als auch internationale Kunst.
- •Das Gebäude verfügt über moderne Klimasteuerungssysteme, um Kunstwerke zu schützen – darunter eine unterirdische Lagerung für Gemälde, Grafiken, Skulpturen und zeitgenössische Kunst.
Geschichte
Die Entscheidung, ein neues Hauptgebäude für das Kunstmuseum von Estland zu bauen, wurde 1991 getroffen.
Ein internationaler Architekturwettbewerb, der 1993–1994 stattfand, zog 233 Einsendungen aus 10 Ländern an, wobei der finnische Architekt Pekka Vapaavuori gewann.
Die Bauarbeiten begannen 2002 am Lasnamäe-Kalksteinhang in Kadriorg und wurden 2005 abgeschlossen.
Das Museum eröffnete 2006 und erhielt den Namen „Kumu“, abgeleitet von den estnischen Wörtern für „Kunst“ und „Museum“.
Seitdem ist es zu einer zentralen Institution für die Vermittlung der Geschichte der estnischen Kunst und der zeitgenössischen Kunst geworden.
Ortsführer
Dauerausstellung: Estnische Kunst 1700–19451700–1945
Diese Ausstellung im dritten Stock beleuchtet die estnische Kunst in ihrem mehrethnischen historischen Kontext und zeigt das Zusammenspiel zwischen baltisch-deutschen, russischen und estnischen Traditionen. Im Mittelpunkt steht die gesellschaftliche Rolle von Kunst und ihr Einfluss auf die Identitäten der Gemeinschaften.
Dauerausstellung: Estnische Kunst aus der Zeit der Sowjetunion 1940–19911940–1991
Im vierten Stock gelegen, untersucht diese Ausstellung die komplexe Beziehung zwischen Kunst und dem sowjetischen Umfeld und zeigt Stilrichtungen von sozialistischem Realismus bis Modernismus und Pop Art. Sie macht verschiedene Facetten dieser Epoche sichtbar – darunter Widerstand und alternative Realitäten, die von Künstlern geschaffen wurden.
Ausstellungsräume für Wechselausstellungen
Diese Bereiche im B-Flügel und im fünften Stock beherbergen jährlich 8–10 große rotierende Ausstellungen – mit estnischen und internationalen Kunstwerken sowohl aus historischen als auch aus zeitgenössischen Kontexten. Die Ausstellungen decken vielfältige Themen ab, etwa Sound Art, Mode, visuelle Forschung und Künstlerinnen.
Auditorium und Bildungseinrichtungen2006
Das Museum umfasst ein 246-sitziges Auditorium, das mit moderner Audio-Visual-Technik für Vorträge, Konzerte und Filmvorführungen ausgestattet ist. Das Bildungszentrum besteht aus Ateliers für Keramik, Grafik sowie allgemeine Kunst-Workshops und unterstützt damit die Rolle von Kumu als kulturelles und bildungspolitisches Zentrum.
Kontakt
Telefon: 602 6000