
Kirche der Gesellschaft Jesu
Pichincha
Die Kirche und das Kloster San Ignacio de Loyola de la Compañía de Jesús de Quito, allgemein bekannt als La Compañía, sind eine bedeutende katholische Anlage im historischen Zentrum von Quito, Ecuador. Berühmt ist sie für ihre Fassade, die vollständig aus vulkanischem Stein gearbeitet ist, sowie für das prunkvolle Innere, das mit Blattgold überzogen ist. Damit zählt die Anlage zu den wichtigsten künstlerischen und kulturellen Wahrzeichen der Stadt. Die Kirche wurde nach der Ankunft des Jesuitenordens in Quito im Jahr 1586 gegründet. Sie sollte als religiöses, Bildungs- und Missionszentrum dienen. Im Laufe der Zeit erwarben die Jesuiten sogar einen ganzen Stadtblock und bewältigten dabei Herausforderungen wie den Bau über die Schlucht von Zanguña: Mit Ziegelbogen wurde der Untergrund stabilisiert. Zur Anlage gehörten außerdem wichtige Einrichtungen wie die Universidad de San Gregorio, die 1622 eröffnet wurde und mit einer umfangreichen Bibliothek sowie herausragenden Lehrkräften zu einem Zentrum des Lernens wurde. Die prachtvolle barocke Architektur und ihre ornamentale Gestaltung brachten der Kirche Beinamen wie den „Tempel des Salomo von Südamerika“ und „Golden Ember“ ein. Zu ihren bedeutenden Gästen zählen unter anderem die Päpste Johannes Paul II. und Franziskus. Heute ist sie weiterhin eine große Touristenattraktion und ein Symbol für Quitenarios koloniales Erbe – ein beeindruckendes Ensemble, in dem sich religiöse, bildungsspezifische und künstlerische Traditionen auf bemerkenswerte Weise verbinden.
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Tipp: Besucher sollten die Kirche am besten unter der Woche am Vormittag besichtigen, um Menschenmengen zu vermeiden und die vielen Details in Ruhe zu genießen. In der Hauptsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen. Ermäßigungen können für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie für Gruppen verfügbar sein. Geführte Touren werden angeboten, um den Besuch mit historischen und kunsthistorischen Einblicken zu bereichern. Aufgrund der weitläufigen Anlage wird bequemes Schuhwerk empfohlen.
Interessante Fakten
- •Die Fassade der Kirche ist vollständig aus vulkanischem Stein gearbeitet – eine seltene architektonische Besonderheit.
- •Das Innere ist komplett mit Blattgold überzogen und zählt damit zu den reichsten Barockinterieurs in den Amerikas.
- •Die Jesuitenanlage umfasste die Universidad de San Gregorio, in der eine Bibliothek mit 20.000 Bänden untergebracht war, die 1736 von der Französischen Geodätischen Mission bewundert wurde.
- •Papst Johannes Paul II. zelebrierte hier die Messe während seines Ecuador-Besuchs 1985.
- •Papst Franziskus betete während seines Besuchs in 2015 vor dem Bild der Unbefleckten Jungfrau Maria von den Schmerzen (Our Lady of Sorrows) in der Kirche.
Geschichte
Der Jesuitenorden kam 1586 nach Quito mit dem Auftrag, eine Kirche, ein Kolleg und ein Kloster zu errichten.
Zunächst wurde Land nahe der Plaza Grande zugeteilt, doch Streitigkeiten führten dazu, dass man auf einen größeren Block südlich der Kathedrale umzog, der nach und nach durch Kauf erworben wurde.
Der Bau begann 1597 unter Pfarrer/ Vater Francisco Ayerdi, musste jedoch aufgrund der Komplexität des Projekts ersetzt werden.
Die Universidad de San Gregorio wurde 1622 innerhalb der Anlage eröffnet und wurde zu einem angesehenen Zentrum des Lernens.
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Kirche zu einem barocken Meisterwerk, das den Einfluss der Jesuiten auf Bildung und Religion im kolonialen Ecuador widerspiegelt.
Ortsführer
Hauptkirche – Innenraum17. Jahrhundert
Der Innenraum ist aufwendig mit Blattgold dekoriert, das die Altäre, Säulen und Decken bedeckt. So wird eine kunstfertige barocke Gestaltung ebenso sichtbar wie religiöse Bildsprache.
Fassade aus vulkanischem GesteinFrühes 17. Jahrhundert
Die Fassade der Kirche ist vollständig aus vulkanischem Stein gearbeitet. Zu sehen sind aufwendige barocke Motive und Skulpturen, die religiöse Themen symbolisieren.
Jesuitenuniversität von San Gregorio1622
Unmittelbar neben der Kirche gelegen, wurde diese historische Universität 1622 gegründet und diente zur Kolonialzeit als Zentrum für höhere Bildung und die Ausbildung für den Missionsdienst.
Kontakt
Telefon: (02) 258-4175