Omaere Ethnobotanical Park

Omaere Ethnobotanical Park

Pastaza

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Der Omaere Ethnobotanical Park, nahe Puyo in Pastaza (Ecuador), ist ein richtungsweisendes Projekt für Ethnobotanik – also die Erforschung, wie indigene Kulturen Pflanzen für Medizin, Nahrung, Unterkunft und Rituale nutzen. Der Park wurde 1993 von einer Shuar-Frau und zwei französischen Mitstreitern gegründet. Er erstreckt sich über 15 Hektar, auf denen heimische Pflanzen zu einem nahezu natürlichen Wald herangewachsen sind. Besucher können den Park über geführte Rundgänge erkunden, die von indigenen Guides, Biologen und Freiwilligen geleitet werden. Dabei lernen sie das traditionelle Wissen der Shuar- und Waorani-Völker kennen und wie selbstverständlich ihr harmonisches Miteinander mit dem Amazonas-Regenwald ist. Zum Angebot gehören typische indigene Häuser, Ausstellungen kultureller Werkzeuge sowie eine ruhige Naturoase nur wenige Minuten von der Stadt Puyo entfernt. Der Park dient als Bildungszentrum und setzt sich für nachhaltige Entwicklung und die Wertschätzung der Kultur der amazonischen Gemeinschaften Ecuadors ein.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Omaere Ethnobotanical Park ist die Trockenzeit, damit die Spaziergänge auf den Wegen besonders angenehm sind. Geführte Touren werden empfohlen und können – je nach Interesse der Besucher – zwischen 30 Minuten und zwei Stunden dauern. Eine vorherige Buchung ist vor allem für größere Gruppen ratsam. Besucher können außerdem von erklärenden Beiträgen einheimischer Menschen und Biologen profitieren, was das Lernerlebnis deutlich bereichert. Der Park ist von Puyo aus gut erreichbar, wenn man den lokalen Hinweisen folgt, die auf der offiziellen Website bereitgestellt sind.

Interessante Fakten

  • Der Name „Omaere“ bedeutet in der Waorani-Sprache „Natur des Waldes“.
  • Omaere war einer der ersten ethnobotanischen Parks, die in Lateinamerika gegründet wurden.
  • Der Park begrüßt jährlich tausende Besucher aus Ecuador und aus aller Welt.
  • Geführte Spaziergänge werden von indigenen Guides, Biologen und Freiwilligen durchgeführt und vermitteln authentische kulturelle Einblicke.

Geschichte

1993

Der Omaere Ethnobotanical Park wurde 1993 im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen einer Shuar-Frau und zwei französischen Frauen gegründet, die die Omaere Foundation ins Leben riefen.

Sie kauften ein 15 Hektar großes Grundstück nahe Puyo und begannen, Pflanzen anzubauen, die für die amazonischen indigenen Kulturen von Bedeutung sind.

Über die Jahrzehnte reiften die angepflanzten Arten zu einem nahezu natürlichen Wald heran, wodurch der Park zu einem der ersten ethnobotanischen Parks in Lateinamerika wurde.

Seitdem ist er zu einem wichtigen Ort geworden, um indigenes botanisches Wissen zu bewahren und nachhaltigen kulturellen Tourismus im ecuadorianischen Amazonas zu fördern.

Ortsführer

1
Typische indigene Häuser

Im Park können Besucher traditionelle Shuar- und Waorani-Häuser entdecken, die indigene Architekturformen sowie kulturelle Praktiken im Zusammenhang mit dem Alltag im Amazonas-Regenwald präsentieren.

2
Geführte ethnobotanische Pfade

Der Park bietet mehrere Wege zum Erkunden zu Fuß, auf denen Besucher etwas über verschiedene nützliche Pflanzen lernen – medizinische, ernährungsbezogene und kulturelle – die von amazonischen indigenen Gruppen genutzt werden. Bei geführten Touren erhalten Besucher ausführliche Erklärungen dazu, wofür die Pflanzen verwendet werden und welche kulturelle Bedeutung sie haben.

Kontakt

Telefon: 098 525 0864