Cascada de San Rafael

Cascada de San Rafael

Napo

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Die San Rafael Falls, lokal bekannt als Cascada de San Rafael, waren ein spektakulärer Naturwasserfall am Río Coca an der östlichen Grenze des Nationalparks Cayambe Coca in Ecuador. Mit 131 Metern Höhe (430 Fuß) ragten sie als der höchste und zugleich mächtigste Wasserfall des Landes weit heraus und zogen rund 30.000 Besucher pro Jahr an, bis sie einstürzten. Der Wasserfall entstand vor Tausenden von Jahren durch vulkanische Ablagerungen und Lavaflüsse des nahegelegenen Vulkans El Reventador. Diese schufen einen basaltischen Lavastaudamm über dem Río Coca. Durch diese geologische Formation bildete sich eine eindrucksvolle, vorstehende Felsnase, von der das Wasser in ein tiefes Becken darunter stürzte. Die Wasserfälle waren über einen landschaftlich reizvollen etwa dreißigminütigen Spaziergang ab Hostería El Reventador erreichbar und boten Besuchern vom Mirador aus atemberaubende Ausblicke. Im Februar 2020 brachen die Wasserfälle in ein gewaltiges Einsturzloch (Sinkhole) ein – ausgelöst durch die Erosion lockerer Materialien unterhalb der basaltischen Kante. Damit war das Wasserfallphänomen im Grunde beendet. An der Stelle bildete sich kurzzeitig eine natürliche Brücke, die möglicherweise die längste natürliche Brücke der Welt gewesen sein könnte, doch auch sie stürzte innerhalb eines Jahres ein und hinterließ eine offene Schlucht. Der Einsturz veränderte den Verlauf des Flusses und die Umgebung deutlich und bedrohte Infrastruktur wie Brücken, Öl-Pipelines und den flussaufwärts gelegenen Coca Codo Sinclair Dam. Der Damm – das größte Wasserkraftprojekt Ecuadors – wurde 2016 fertiggestellt und steht im Zusammenhang mit einer beschleunigten Erosion, die möglicherweise zum Einsturz der Wasserfälle beigetragen hat. Auch wenn sie verschwunden sind, gilt San Rafael Falls weiterhin als ikonisches Symbol des natürlichen Erbes Ecuadors und seiner geologischen Dynamik.

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Tipp: Am besten konnte man die Stelle vor Februar 2020 besuchen, als der Wasserfall noch intakt war. Besucher sollten die aktuellen Bedingungen zur Erreichbarkeit prüfen, da weiterhin Erosion und Risiken für die Infrastruktur bestehen. Für geführte Wanderungen zum ehemaligen Aussichtspunkt wird eine vorherige Buchung in der nahegelegenen Hostería El Reventador empfohlen. Auch wenn der Wasserfall nicht mehr existiert, bietet der umgebende Nationalpark Cayambe Coca reichhaltige Biodiversität und lohnende Landschaftswege, die sich zu erkunden lohnen. Besucher sollten sich zudem laufend über Sicherheitshinweise informieren, die sich auf Ufererosion und die Stabilität der Infrastruktur beziehen. Gegebenenfalls gibt es Rabatte oder Kombitickets für Touren, die den Nationalpark und lokale Unterkünfte einschließen.

Interessante Fakten

  • Die San Rafael Falls waren der höchste Wasserfall in Ecuador – 131 Meter (430 Fuß) hoch.
  • Nach dem Einsturz der Wasserfälle im Jahr 2020 bildete sich kurzzeitig eine natürliche Brücke, die möglicherweise die längste der Welt war und Chinas Xianren Bridge übertraf.
  • Der Wasserfall entstand durch vulkanischen Schutt und einen basaltischen Lavastaudamm, der durch den nahegelegenen Vulkan El Reventador etwa vor 19.000 Jahren geschaffen wurde.
  • Der Einsturz der Wasserfälle hat zu einer starken Erosion flussaufwärts geführt und bedroht inzwischen Infrastruktur, darunter den Coca Codo Sinclair Dam.
  • Vor dem Einsturz zogen die Fälle etwa 30.000 Besucher pro Jahr an und waren über einen 30-minütigen Spaziergang von der Hostería El Reventador erreichbar.

Geschichte

San Rafael Falls entstanden vor Tausenden von Jahren durch vulkanische Aktivität und Schuttströme im Zusammenhang mit dem Vulkan El Reventador.

000

Etwa vor 19.000 Jahren blockierte ein massiver Schuttstrom zusammen mit einer dicken basaltischen Lavafließung den Río Coca.

So entstand ein natürlicher Damm, über den der Fluss hinwegströmte und den Wasserfall bildete.

Das tiefe Fallbecken und die überhängende basaltische Kante entwickelten sich über Jahrtausende, sodass die Wasserfälle für Tausende Jahre stabil blieben.

1987

1987 löste ein Erdbeben Schuttströme aus, die die Wasserfälle erreichten und die tektonische Aktivität der Region zeigten.

2010

Der Bau des flussaufwärts gelegenen Coca Codo Sinclair Dam begann 2010 und wurde 2016 abgeschlossen – das veränderte die Dynamik des Flusses.

2020

Im Februar 2020 stürzte der Wasserfall aufgrund der Entstehung eines Einsturzlochs (Sinkhole) hinter der basaltischen Kante ein.

Rund ein Jahr später folgte der Einsturz einer natürlichen Brücke, die an der Stelle entstanden war, wodurch sich die Flusslandschaft grundlegend veränderte.

Kontakt

Telefon: 098 053 5854