Cueva de los Tayos

Cueva de los Tayos

Morona Santiago

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Cueva de los Tayos ist ein bemerkenswertes Höhlensystem an den östlichen Hängen der Anden in der Provinz Morona-Santiago in Ecuador. Benannt nach den einheimischen nachtaktiven Öltauben (tayos), die in ihren Kammern leben, besitzt die Höhle einen eindrucksvollen senkrechten Einstiegsschacht, der etwa 65–70 Meter tief ist und in ausgedehnte Gänge übergeht, die zusammen 4,6 Kilometer ergeben. Die Höhle liegt in Kalkstein- und Schieferformationen auf etwa 539 Metern über dem Meeresspiegel und bietet eine Höhendifferenz von 201 Metern sowie geräumige Kammern – darunter eine mit den Maßen 90 mal 240 Metern. Sie ist die längste bekannte Höhle in Ecuador (Stand 2023). Die indigenen Shuar pflegen weiterhin eine traditionelle Beziehung zu der Höhle: Jedes Jahr steigen sie mit Rebenleitern und Bambusfackeln hinab, um junge Öltauben zu ernten. Trotz zahlreicher Expeditionen – darunter eine, an der 1976 auch der Astronaut Neil Armstrong beteiligt war – bleibt die legendäre „goldene Bibliothek“ aus metallischen, mit Hieroglyphen beschrifteten Büchern, die durch Entdecker und Verschwörungstheoretiker populär gemacht wurde, bislang unbestätigt und gilt in der wissenschaftlichen Gemeinschaft weithin als Schwindel. Der Zugang zur Höhle ist eingeschränkt und wird von der Shuar-Föderation geregelt; das unterstreicht die kulturelle Bedeutung und die Bewahrung dieses Naturorts.

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Tipp: Besucher sollten sich vor dem Besuch die Erlaubnis einholen und die erforderliche Gebühr bei der Shuar-Föderation in Sucúa bezahlen. Die beste Zeit, um die Höhle zu erleben, ist im Frühling, wenn die Shuar die Jungtiere der Öltaube sammeln. Aufgrund der Komplexität der Höhle und der kulturellen Sensibilität werden geführte Touren mit lokalen Shuar-Experten empfohlen. Eine frühzeitige Planung hilft dabei, eine sichere und respektvolle Erkundung zu gewährleisten. Tragen Sie geeignete Ausrüstung für Höhlenbegehung und Bedingungen im Regenwald.

Interessante Fakten

  • Cueva de los Tayos ist die längste Höhle in Ecuador (Stand 2023) und verfügt über mehr als 4,6 Kilometer Gänge.
  • Die Höhle besitzt einen massiven senkrechten Einstiegsschacht, der etwa 65–70 Meter tief ist.
  • Hier lebt die nachtaktive Öltaube (Steatornis caripensis), die in der Höhle nistet und ihr auch ihren Namen gibt.
  • 1976 erkundete eine wissenschaftliche Expedition – einschließlich des Astronauten Neil Armstrong – die Höhle.
  • Der Mythos von der „goldenen Bibliothek“ bezieht sich auf angeblich metallische Bücher mit Hieroglyphen, doch es gibt keinen Beleg für ihre Existenz.

Geschichte

1860

Die Höhle ist lokalen indigenen Bevölkerungsgruppen seit Jahrhunderten bekannt; schriftliche Hinweise reichen bis ins Jahr 1860 zurück.

In den 1960er-Jahren zog sie Goldsucher und militärische Besucher an.

1976

Die wissenschaftliche Expedition von 1976 – zu der auch der Astronaut Neil Armstrong gehörte – brachte internationale Aufmerksamkeit.

Im Laufe der Zeit wurde die Höhle zum Thema von Mythen, in denen angeblich eine versteckte goldene Bibliothek vorkommt, die angeblich vom ungarischen Entdecker Janos Móricz entdeckt worden sei, doch diese Behauptungen wurden widerlegt.

Heute wird die Höhle von der Shuar-Gemeinschaft verwaltet, die ihre traditionellen Praktiken fortsetzt und den kontrollierten Zugang überwacht, um ihr natürliches und kulturelles Erbe zu bewahren.

Ortsführer

1
Haupt-Einstiegsschacht

Ein dramatischer senkrechter Schacht mit einer Tiefe von etwa 65 Metern, der als Haupteinstieg in die Höhle dient und in ausgedehnte unterirdische Passagen führt.

2
Geräumige Kammern

Große unterirdische Hallen in der Höhle, darunter eine mit etwa 90 mal 240 Metern, die beeindruckende Kalksteinformationen und die Höhlenökologie in den Blick rückt.

3
Traditionelle Bereiche der Shuar

Abschnitte der Höhle, die die indigenen Shuar für ihre jährliche Sammlung von Öltauben-Jungtieren nutzen – erreichbar über Rebenleitern und Bambusfackeln.

Kontakt

Telefon: 099 769 7610

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