Sangay-Nationalpark

Sangay-Nationalpark

Morona Santiago

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Der Sangay-Nationalpark liegt in Ecuadors Provinzen Morona-Santiago und in den angrenzenden Regionen und ist ein beeindrucktes Naturreservat mit unterschiedlichen Ökosystemen – von tropischen Regenwäldern bis zu hochalpinen Páramo-Moorlandschaften. Er umfasst zwei aktive Vulkane, Tungurahua und Sangay, sowie den erloschenen Vulkan El Altar. Das Gelände des Parks reicht von 900 bis 5.319 Metern über dem Meeresspiegel. Dazu gehören Gletscher, Feuchtgebiete, die von 327 Seen gespeist werden, sowie vulkanisch geprägte Landschaften. Die fruchtbaren vulkanischen Böden und die abwechslungsreichen Lebensräume beherbergen über 3.000 Arten blühender Pflanzen und mehr als 430 Vogelarten – darunter der ikonische Anden-Kondor und der Anden-Paukentintling. Der Park schützt zudem gefährdete Säugetiere wie den Bergtapir und den Brillenbären und ist damit ein wichtiges Rückzugsgebiet für die Andenfauna. Seit 1983 von der UNESCO aufgrund seiner herausragenden Biodiversität und Geologie anerkannt, sah sich der Park in den 1990er-Jahren Bedrohungen ausgesetzt, wurde jedoch inzwischen aus der Welterbeliste „In Gefahr“ entfernt. Die komplexe Ökologie von Sangay und seine geologischen Besonderheiten bieten Besuchern ein einzigartiges Erlebnis des Naturerbes Ecuadors.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Sangay-Nationalpark ist die Trockenzeit – so lassen sich Wanderungen und das Beobachten von Wildtieren am besten nutzen. Aufgrund der großen Ausdehnung und des rauen Geländes wird empfohlen, geführte Touren im Voraus zu planen und die erforderlichen Genehmigungen zu sichern. Besucher sollten sich auf wechselhaftes Wetter in verschiedenen Höhenlagen einstellen und – falls nötig – Tickets oder Genehmigungen am besten im Voraus besorgen. Ermäßigungen sind möglicherweise für Studierende, Senioren oder lokale Einwohner verfügbar, daher lohnt sich eine lokale Nachfrage. Passende Ausrüstung, darunter Wanderschuhe und Regenschutz, ist entscheidend, um den Park und seine vielfältigen Landschaften sicher zu erkunden.

Interessante Fakten

  • Der Sangay-Nationalpark umfasst zwei aktive Vulkane, Tungurahua und Sangay, sowie einen erloschenen Vulkan, El Altar.
  • Der Park erstreckt sich über Höhenlagen von 900 bis 5.319 Metern und umfasst Gletscher sowie eine der größten Páramo-Moorlandschaften Ecuadors.
  • Er beherbergt über 3.000 Arten blühender Pflanzen und mehr als 430 Vogelarten – darunter der Anden-Kondor und der Anden-Paukentintling.
  • Der Park ist ein wichtiges Rückzugsgebiet für gefährdete Arten wie Bergtapir und Brillenbär.
  • Im Jahr 2013 wurde aus im Park gesammelten Exemplaren eine neue Spitzmäuschenbeutelratten-Art beschrieben: Caenolestes sangay.

Geschichte

Der Sangay-Nationalpark wurde eingerichtet, um seine einzigartigen vulkanischen und ökologischen Landschaften zu schützen – einschließlich der aktiven Vulkane Sangay und Tungurahua sowie des erloschenen Vulkan El Altar.

1983

1983 wurde er als UNESCO-Welterbestätte ausgewiesen, aufgrund seiner außergewöhnlichen Biodiversität und geologischen Bedeutung.

1992

Doch bereits bis 1992 wurde der Park als gefährdet gelistet, unter anderem wegen illegaler Wilderei, Beweidung, Straßenbau und Landnahme.

2005

Schutzmaßnahmen führten dazu, dass er 2005 aus der Liste der gefährdeten Welterbestätten gestrichen wurde – ein Zeichen für verbesserte Sicherung und Verwaltung dieses wichtigen Naturgebiets.

Ortsführer

1
Vulkan Tungurahua

Ein aktiver Vulkan, der für seine häufigen Eruptionen bekannt ist: Der Tungurahua bietet eindrucksvolle vulkanische Landschaften und Möglichkeiten, die vulkanische Aktivität von sicheren Aussichtspunkten aus zu beobachten.

2
Vulkan Sangay

Einer der aktivsten Vulkane Ecuadors: Der Sangay prägt die Landschaft des Parks durch seine imposante Erscheinung und die anhaltende geologische Aktivität.

3
Vulkan El Altar

Ein erloschener Vulkan mit zerklüftetem Gelände und Überresten alter vulkanischer Aktivität: El Altar ist vor allem wegen seiner historischen geologischen Bedeutung innerhalb des Parks bemerkenswert.

4
Páramo-Ökosystem

Höhenlagen-Moorlandschaften, die eine der größten Regionen Ecuadors bedecken: Das Páramo bietet einzigartige Pflanzen- und Tierwelt, die an kalte, feuchte Bedingungen angepasst ist.

5
Feuchtgebiets-System

Die Feuchtgebiete werden von 327 Seen gespeist. Sie erstrecken sich über mehr als 31,5 Quadratkilometer und bieten einen wichtigen Lebensraum für aquatische Arten sowie für Zugvögel.

Kontakt

Telefon: (07) 270-2368

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