
Quilotoa
Cotopaxi
Quilotoa ist ein bemerkenswerter Kratersee, der sich in der Caldera eines Vulkans gebildet hat, der vor etwa 800 Jahren katastrophal ausgebrochen ist. Diese 3 Kilometer breite Caldera beherbergt einen tiefen, grünlichen See, der durch aufgelöste Mineralien und anhaltende Fumarolenaktivität unter der Oberfläche entsteht. Der letzte große Ausbruch des Vulkans, bekannt als Plinianischer Ausbruch von 1280, formte die Landschaft und verteilte vulkanische Asche im Norden der Anden. Besucher zieht es nach Quilotoa vor allem wegen der atemberaubenden Ausblicke von der Caldera-Kante, die Höhen von bis zu 3.915 Metern erreicht. Die Gegend bietet eine anspruchsvolle 10-Kilometer-Wanderung rund um den Kraterrand – mit spektakulären Ausblicken und einem Einblick in die vulkanische Vergangenheit der Region. Das nahe gelegene Dorf Quilotoa dient als Startpunkt für die berühmte Quilotoa Loop-Rundwanderung und ist deshalb ein beliebtes Ziel für Trekkingfreunde und Naturliebhaber. In der Nähe gibt es einfache Übernachtungsmöglichkeiten und Guide-Services, während Campen am Kraterboden trotz begrenzter Ausstattung ein besonderes Erlebnis ist. Der Wasserspiegel des Sees ist in den letzten Jahren allmählich gesunken, was dieses außergewöhnliche Naturphänomen zusätzlich dynamisch macht.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch in Quilotoa ist die Trockenzeit, wenn die Sicht klar ist und das Wandern sicherer. Besucher sollten sich auf den steilen Abstieg in den Krater und den anstrengenden Aufstieg zurück nach oben einstellen. Es empfiehlt sich, die Eintrittskarten bei Ankunft zu kaufen; die Gebühren sind moderat und unterstützen den Erhalt. Wenn Sie einen lokalen Guide oder ein Maultier engagieren, kann das die Erfahrung verbessern – besonders bei den längeren Wanderungen rund um die Caldera-Kante. Campen ist am Kraterboden erlaubt, aber Besucher müssen eigenes trinkbares Wasser und Ausrüstung mitbringen. In der Hochsaison wird empfohlen, Unterkünfte im nahegelegenen Dorf Quilotoa im Voraus zu buchen.
Interessante Fakten
- •Der plinianische Ausbruch von Quilotoa im Jahr 1280 war so kraftvoll, dass die Vulkanasche bis zum Pazifischen Ozean gelangte und sich über den Norden der Anden verteilte.
- •Der Caldera-See ist etwa 250 Meter tief und hat eine charakteristische grüne Farbe durch aufgelöste Mineralien.
- •Am Seegrund gibt es Fumarolen, die auf eine anhaltende vulkanische Aktivität unter der Oberfläche hinweisen.
- •Campen ist am Kraterboden erlaubt, aber dort gibt es keine natürliche Quelle für trinkbares Wasser.
- •Der Wasserspiegel des Sees ist in den vergangenen zehn Jahren laut lokalen Beobachtungen langsam gesunken.
Geschichte
Die Caldera von Quilotoa entstand nach einem massiven VEI-6-Ausbruch vor etwa 800 Jahren, nach einer Ruhephase von etwa 14.000 Jahren.
Dieser Ausbruch erzeugte ausgedehnte pyroklastische Ströme und Ablagerungen vulkanischer Asche im gesamten Norden der Anden.
Das Vorhandensein eines Kratersees während des Ausbruchs wird durch eine phreatomagmatische Phase belegt.
Über Jahrhunderte sammelte sich in der Caldera Wasser und bildete den tiefen See, den man heute sehen kann.
Die umliegenden Lavakuppeln und der unregelmäßige Kraterrand wurden durch nachfolgende vulkanische Aktivität und Erosion geformt.
Der Ort hat sich zu einem bedeutenden natur- und kulturhistorischen Wahrzeichen in den Anden Ecuadors entwickelt.
Ortsführer
Wanderung an der Kraterkante
Eine anspruchsvolle 10-Kilometer-Wanderung rund um die unregelmäßige Caldera-Kante mit Panoramablicken auf den See und die umliegenden Anden-Berge. Der Weg führt an drei Lavakuppeln vorbei und erreicht Höhen von bis zu 3.915 Metern.
Kraterseecirca 1280
Der tiefe grüne See entsteht innerhalb der Caldera, etwa 250 Meter tief und auf 3.500 Metern über dem Meeresspiegel gelegen. Seine Farbe kommt von aufgelösten Mineralien, und am Seegrund sind Fumarolen vorhanden.
Dorf Quilotoa
Das kleine Dorf nahe der Caldera dient als wichtigster Zugang zum Vulkan und ist ein Knotenpunkt für Besucher, die die Quilotoa Loop-Tour unternehmen.