
Alausí
Chimborazo
Alausí ist eine historische Stadt in der Provinz Chimborazo in Ecuador. Berühmt ist sie für ihr bedeutendes Eisenbahnerbe – besonders für die Bahnstrecke „Devil's Nose“ (La Nariz Del Diablo). Dieses technische Meisterwerk arbeitet mit einem System von Kehrschleifen, um es den Zügen zu ermöglichen, auf einer steilen 12-Kilometer-Strecke in den Anden fast 500 Meter abwärts zu fahren. So zeigt Alausí eines der kühnsten Bahnprojekte der Region. Ursprünglich hieß die Stadt San Pedro de Alausí, benannt von Sebastián de Belalcázar während der spanischen Eroberung; später wurde sie offiziell als Alausí anerkannt. Die Stadt spielte eine patriotische Rolle in der Unabhängigkeitsbewegung Ecuadors: Lokale Vertreter nahmen an frühen Versammlungen teil. Heute gilt Alausí als Pueblo Mágico und zieht Besucher mit dem farbenfrohen Carnaval sowie dem Festival of San Pedro an. Diese Feste bieten traditionelle Umzüge, Stierläufe, Musik und Folklore. Außerdem ist Alausí ein Verkehrsknotenpunkt: Bus- und Bahnverbindungen führen in größere Städte und zu nahegelegenen archäologischen Stätten wie Ingapirca.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch in Alausí ist während des Carnaval oder des Festival of San Pedro, um lokale Traditionen und Feierlichkeiten hautnah zu erleben. Wer die Bahnstrecke „Devil's Nose“ nutzen möchte, sollte die Zugtickets wegen der großen Nachfrage unbedingt im Voraus buchen. Der Busbahnhof der Stadt liegt in der Nähe des Bahnhofs und bietet regelmäßige Verbindungen zu wichtigen Städten sowie zu nahegelegenen Attraktionen. Achte beim Ticketkauf außerdem auf mögliche Rabatte für Gruppen oder für Vorausbuchungen.
Interessante Fakten
- •Die Bahnstrecke „Devil's Nose“ nutzt ein einzigartiges System mit Kehrschleifen, um eine fast 500 Meter lange Abfahrt auf nur 12 Kilometern zu bewältigen.
- •Das Bahnprojekt galt als eine der kühnsten Ingenieurleistungen in den Anden und basierte auf der Arbeit jamaikanischer Sklaven, die gefährlichen Bedingungen ausgesetzt waren.
- •Alausí wurde 2019 vom ecuadorianischen Tourismusministerium als Pueblo Mágico (Magische Stadt) ausgezeichnet.
- •Das Festival of San Pedro in Alausí wird seit der Kolonialzeit gefeiert und umfasst traditionelle Tänze, Hahnenkämpfe und Stierkämpfe.
- •Die Stadt spielte eine aktive Rolle in der frühen Unabhängigkeitsbewegung Ecuadors: Lokale Vertreter unterzeichneten wichtige historische Dokumente.
Geschichte
Alausí wurde während der spanischen Eroberung von Sebastián de Belalcázar San Pedro de Alausí genannt – eine Anspielung auf den jeweiligen Heiligentag.
Die Gründung wurde später offiziell unter dem Namen Alausí festgeschrieben.
Während der Unabhängigkeitsbewegung Ecuadors im Jahr 1810 unterstützte Alausí die neue Regierung und ernannte Captain José Antonio Pontón zu ihrem Vertreter, der 1812 die Carta de Estado de Quito unterzeichnete.
In Anerkennung seiner Loyalität und seines Patriotismus wurde die Stadt durch Bischof Cuero y Caicedo zum „Villa“-Status erhoben.
Im Laufe der Jahrhunderte hat sich Alausí von einer kolonialen Verwaltungseinheit zu einem beliebten kulturellen und touristischen Ziel entwickelt.
Ortsführer
Bahnstrecke „Devil's Nose“ (La Nariz Del Diablo)Early 20th century
Eine spektakuläre Leistung im Bahningenieurwesen mit einem Zickzack-Kehrschleifen-System, das es Zügen ermöglicht, steile Hänge der Anden hinabzufahren – mit atemberaubenden Ausblicken und einem einzigartigen Reiseerlebnis.
Hauptstraße und Busbahnhof
Die wichtigste Straße der Stadt, 5 de Junio, beherbergt den Busbahnhof – drei Blocks vom Bahnhof entfernt. So gelangt man bequem zu regionalen Zielen wie Quito, Cuenca und Guayaquil.
Festival of San PedroColonial era origins
Ein traditionelles Fest, das vom 22. Juni bis zum 2. Juli gefeiert wird. Mit dabei sind Musik, Tanz, Folklore, Hahnenkämpfe und Stierkämpfe – und es zieht sowohl einheimische als auch internationale Touristen an.