
Museum für Altertümer (Algier)
Northern Algeria Region
Das Nationalmuseum für Altertümer und Islamische Kunst in Algier ist das älteste Museum Algeriens. Es wurde 1835 gegründet und 1897 an seinem heutigen Standort offiziell eröffnet. Es beherbergt zwei Hauptsammlungen: Altertümer und Islamische Kunst – mit Exponaten, die Algiers reicheres historisches Erbe von der römischen Zeit bis zu verschiedenen islamischen Dynastien widerspiegeln. Zu den Altertümern zählen unter anderem Statuen römischer Stadtmagistrate, antike Stelen, Sarkophage und Keramik. Im Ausstellungsbereich für islamische Kunst sind dagegen herausragende Werke von der Umayyaden- bis zur Osmanenzeit zu sehen. Obwohl das Museum während der algerischen Proteste 2019–20 beschädigt wurde, bleibt es eine bedeutende Kultureinrichtung, die die archäologischen und künstlerischen Schätze des Landes bewahrt. Die Ausstellungen geben Besuchern einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Zivilisationen Algeriens und die Entwicklung seiner Kunst.
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Tipp: Besucher sollten die offizielle Website des Museums nach Öffnungszeiten und geplanten Konferenzen prüfen, um ihren Aufenthalt noch spannender zu gestalten. Ein früher Besuch unter der Woche hilft, Menschenmengen zu vermeiden. Tickets im Voraus zu kaufen oder im Kombipaket mit anderen Kulturstätten in Algier kann Rabatte ermöglichen. Führungen werden empfohlen, damit man die historischen Zusammenhänge der Sammlungen noch besser versteht.
Interessante Fakten
- •Das Museum ist das älteste in Algerien und ganz Afrika und wurde 1835 gegründet.
- •Es beherbergt Funde aus mehreren islamischen Dynastien – darunter Umayyaden, Abbasiden, Almoraviden, Almohaden und aus der Osmanenzeit.
- •1911 wurde es als die beste Sammlung von Altertümern in Algerien beschrieben.
- •Während der Proteste 2019–20 wurde das Museum geplündert, doch die meisten später gestohlenen Exponate konnten danach zurückgeholt werden.
Geschichte
1835 von Bertrand Clauzel gegründet und von Louis-Adrien Berbrugger kuratiert, eröffnete das Museum zunächst 1838 mit algerischen Altertümern.
Dazwischen zog es mehrfach um, bevor es sich in den Mustapha-Pasha-Höhen niederließ; das heutige Gebäude wurde 1897 eingeweiht.
1911 wurde das Museum dafür gelobt, die beste Sammlung dieser Art in ganz Algerien zu besitzen.
2003 wurde der Pavillon für islamische Kunst ergänzt, und 2006 eröffnete ein numismatisches Lesezimmer.
Das Museum wurde während der Proteste 2019–20 geplündert, doch die geraubten Exponate wurden kurz darauf größtenteils zurückgebracht.
Ortsführer
Sammlung der Altertümer
In diesem Bereich werden Exponate aus der römischen Zeit gezeigt – darunter die Statue des Stadtmagistrats, antike Stelen wie die Stelen von Abizar und Kerfala, Sarkophage wie der des Bellerophon sowie verschiedene Keramiken, darunter Askoi und Vasen. Diese Stücke veranschaulichen Algiers reiche römische und vorislamische Geschichte.
Pavillon für islamische Künste2003
Der 2003 eröffnete Pavillon präsentiert künstlerische Schöpfungen aus einer Vielzahl islamischer Epochen – darunter Umayyaden, Abbasiden, die Dynastien der Emir Abd-El-Kader sowie die Zeit der Osmanen. Er zeigt die Entwicklung der islamischen Kunst in Algerien anhand von Keramik, Metallarbeiten und Kalligrafie.
Numismatisches Lesezimmer2006
Das 2006 eingerichtete Zimmer zeigt eine Sammlung von Münzen und Zahlungsmitteln, die Einblicke in die Wirtschaftsgeschichte Algeriens und der angrenzenden Regionen geben.