Casa de Arte

Casa de Arte

Cibao Sur

80/10090 min

Casa del Arte José Clemente Orozco, das sich auf dem Campus der Universidad de Concepción in Chile befindet, ist ein renommiertes Kunstmuseum und beherbergt die größte Gemäldesammlung des Landes außerhalb der Hauptstadt. Das Museum wurde bereits bei der Gründung der Universität im Jahr 1919 mit dem Ziel ins Leben gerufen, Bildungszwecken zu dienen. Seine Türen öffnete es 1967, nachdem der Bau 1963 begonnen worden war. Das Gebäude ist durch ein einzigartiges sechseckiges Design geprägt, das Art Nouveau und neoklassizistische architektonische Stile verbindet – eine Folge der Rekonstruktion nach dem Erdbeben von Valdivia im Jahr 1960. Die Sammlung reicht von der Kolonialzeit bis ins 19. und 20. Jahrhundert und umfasst Werke bedeutender chilenischer Künstler wie Pedro Luna, Jorge Délano und Thomas Somerscales. Ein besonderes Highlight ist die monumentale Wandmalerei Presencia de América Latina von dem mexikanischen Künstler Jorge González Camarena, die im Eingangsvorraum eindrucksvoll in Szene gesetzt ist. Das Museum veranstaltet außerdem temporäre Ausstellungen und kulturelle Events und ist damit ein lebendiger Mittelpunkt für chilenische Kunst und Kultur.

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Tipp: Besucher sollten die Öffnungszeiten im Voraus prüfen und nach Möglichkeit unter der Woche kommen, um Menschenmengen zu vermeiden. Das Museum bietet ein vielseitiges Bildungsangebot – planen Sie daher ausreichend Zeit ein, um sowohl die Dauer- als auch die Sonderausstellungen in Ruhe zu entdecken. Die Ticketpreise sind in der Regel erschwinglich, achten Sie aber auf Ermäßigungen für Studierende und Seniorinnen bzw. Senioren. Falls geführte Touren verfügbar sind, kann eine Buchung das Verständnis der Kunstwerke und der Museums­geschichte deutlich vertiefen.

Interessante Fakten

  • Casa del Arte zieht ungefähr 75.000 Besucher pro Jahr an und ist damit ein wichtiger kultureller Anziehungspunkt in Concepción.
  • Das Gebäude des Museums ist sechseckig und vereint Elemente des Art Nouveau sowie der neoklassizistischen Architektur – eine Folge der Rekonstruktion nach dem Erdbeben.
  • Die Sammlung umfasst die umfassendste Zusammenstellung chilenischer Gemälde außerhalb von Santiago – mit rund 1.800 Werken.
  • Die Wandmalerei Presencia de América Latina von Jorge González Camarena benötigte etwa fünf Monate, um von 1964 bis 1965 fertiggestellt zu werden.
  • Das Museum hat bedeutende internationale Veranstaltungen ausgerichtet, darunter den South American Workshop on Marine Biodiversity sowie die International Conference of the Bryozoology Association.

Geschichte

1919

Die Idee einer Kunstsammlung an der Universidad de Concepción reicht bis zu ihrer Gründung im Jahr 1919 zurück und hatte das Ziel, die Ausbildung der Studierenden zu bereichern.

1929

1929 schlug der Rektor den Bau einer eigenen Galerie vor, und in den 1950er-Jahren gewann das Projekt unter dem Kunstprofessor Tole Peralta an Schwung.

1958

Die Universität erwarb 1958 eine bedeutende Sammlung von über 500 chilenischen Gemälden, was 1963 zum Bau des heutigen Gebäudes führte.

1967

Das Museum wurde 1967 eröffnet und zeigte bereits die ikonische Wandmalerei von Jorge González Camarena.

Im Laufe der Jahrzehnte wuchs die Sammlung durch Schenkungen – darunter Werke von Jorge Délano Frederick und Oswaldo Guayasamín.

Ortsführer

1
Wandmalerei Presencia de América Latina1964-1965
Jorge González Camarena

Diese ikonische Wandmalerei von Jorge González Camarena dominiert den Eingangsvorraum und zeigt die kulturelle und historische Identität Lateinamerikas in kräftigen Farben sowie mit dynamischer Komposition.

2
Sala Tole Peralta
Tole Peralta

Die nach dem Gründer und ersten Direktor des Museums benannte Galerie im Erdgeschoss präsentiert bedeutende chilenische Gemälde in chronologischer Reihenfolge und zeigt damit die Entwicklung der chilenischen Kunst.

3
Galerien der Dauer­ausstellung

Diese Galerien im Obergeschoss beherbergen Werke renommierter Künstler – darunter Pedro Luna, Jorge Délano, Thomas Somerscales und weitere – und zeigen eine große Vielfalt an Stilrichtungen vom Zeitalter der Kolonialzeit bis ins 20. Jahrhundert.

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