
Soufriere Sulphur Springs
Saint Mark
Soufriere Sulphur Springs ist ein beeindruckendes geothermisches Feld im Distrikt Soufriere in Saint Lucia. Als der weltweit einzige „Drive-in“-Vulkan bietet es Besuchern die seltene Möglichkeit, mit dem Fahrzeug direkt bis zu den kochenden Quellen vorzurücken. Die Quellen treten aus einem eingestürzten Vulkankrater zutage, der vor etwa 300.000 Jahren entstanden ist, wobei der letzte dokumentierte kleine Ausbruch 1766 stattfand. Das Wasser im Zentrum der Quellen siedet bei etwa 100 Grad Celsius (212 Fahrenheit), produziert große Dampfwolken und sorgt so für eine eindrucksvolle visuelle Kulisse. Chemisch ist das Wasser besonders reich – es enthält Schwefel, Eisen, Kupfer und weitere Mineralien. Dadurch wird das Wasser dunkel und trägt zur besonderen Atmosphäre bei. Rund um die Quellen befinden sich aktive, siedende Schlammlöcher, in denen Besucher wohltuende Schlammbäder genießen können, denen man heilende Wirkungen zuschreibt. Die Anlage ist eine bedeutende Touristenattraktion in Saint Lucia und zieht rund 200.000 Besucher pro Jahr an. Sicherheitsmaßnahmen schränken den Zugang zur unmittelbaren Kante der Quellen ein – nachdem es in den 1990er-Jahren zu einem Unfall kam. So ist ein sicheres Schauen von ausgewiesenen Plattformen aus gewährleistet.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Soufriere Sulphur Springs ist morgens oder am frühen Nachmittag, wenn Dampf und vulkanische Aktivität am deutlichsten zu sehen sind. In der Hauptsaison sollten Besucher Tickets am besten im Voraus kaufen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Denken Sie daran, die Sicherheitsbarrieren zu respektieren, und genießen Sie die Schlammbäder flussabwärts, die angenehm warm bleiben und aufgrund ihrer angeblich heilenden Eigenschaften sehr beliebt sind. Tragen Sie bequeme Kleidung für warme, feuchte Bedingungen und bringen Sie Wasser mit, um ausreichend hydriert zu bleiben.
Interessante Fakten
- •Soufriere Sulphur Springs ist als der weltweit einzige „Drive-in“-Vulkan bekannt – Fahrzeuge können bis nah an das geothermische Gebiet heranfahren.
- •Das Wasser in den Quellen siedet bei etwa 212°F (100°C) und erzeugt sichtbare Dampfwolken.
- •Auf dem Gelände betrieb man von 1836 bis 1840 eine Schwefelmine, die in ihrem stärksten Jahr bis zu 540 Tonnen Schwefel exportierte.
- •Der letzte dokumentierte Vulkanausbruch an den Quellen war eine kleinere Explosion im Jahr 1766.
- •Die schwarze Farbe des Quellwassers entsteht durch chemische Reaktionen zwischen Schwefel und dem vorhandenen Eisen.
Geschichte
Die geothermische Aktivität der Soufriere Sulphur Springs geht auf einen eingestürzten Vulkankrater zurück, der vor etwa 300.000 Jahren entstanden ist.
Auf dem Gelände betrieb man zwischen 1836 und 1840 eine Schwefelmine, die beachtliche Mengen Schwefel exportierte.
Der letzte kleine vulkanische Ausbruch wurde 1766 aufgezeichnet.
Mitte der 1990er-Jahre führte ein Unfall mit einem örtlichen Guide namens Gabriel zu einem eingeschränkten Zugang in die Nähe der siedenden Schlammlöcher – mit dem Ziel, die Sicherheit der Besucher zu erhöhen.
Seitdem hat sich der Ort zu einem wichtigen Touristenziel entwickelt und bewahrt dabei seine natürlichen vulkanischen Besonderheiten, während er gleichzeitig Besucher empfängt.
Ortsführer
Boiling Springs~300,000 years ago
Das zentrale Highlight des Areals: Hier siedet das Wasser bei 100°C, treibt große Dampfwolken aus und zeigt eine aktive vulkanische Aktivität.
Gabriel's Hole Viewing PlatformMid-1990s
Ein sicherer Aussichtspunkt, der nach einem Vorfall eingerichtet wurde: Ein örtlicher Guide erlitt Verbrennungen, weil er in ein siedendes Schlammloch stürzte. So können Besucher die Quellen sicher beobachten.
Therapeutic Mud Baths
Flussabwärts von den Quellen ist die Wassertemperatur warm genug, damit Besucher in dem Schlamm baden können, von dem man glaubt, dass er medizinische Eigenschaften hat.