Lindholm Høje

Lindholm Høje

Nordjylland

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Lindholm Høje zählt zu den bedeutendsten archäologischen Fundorten Dänemarks und liegt nördlich von Aalborg. Die Stätte besteht aus einem großen wikingerzeitlichen Gräberfeld sowie Resten einer alten Siedlung oberhalb des Limfjords. Die Anlage reicht in die Nordische Eisenzeit um das 5. Jahrhundert n. Chr. zurück; der Bereich der Wikingerzeit stammt vor allem aus den Jahren 1000 bis 1050 n. Chr. Ungefähr 700 Gräber, größtenteils Brandbestattungen, werden durch Steinsetzungen markiert – unter anderem in Form von Booten, Dreiecken oder Kreisen. So spiegeln sie die Bestattungstraditionen der Wikinger und ihre besondere Wertschätzung für das Wasser wider. Die strategisch günstige Lage der Siedlung an einer schmalen Meeres-/Fjordquerung machte den Ort zu einem wichtigen Handelszentrum, was sich unter anderem an Funden wie Glasgeschirr, Edelsteinen und arabischen Münzen zeigt. Um 1200 n. Chr. wurde die Stätte allmählich aufgegeben – vermutlich wegen Sandverwehungen, die durch die Abholzung verursacht wurden. Heute vermittelt das benachbarte Lindholm Høje Museum mit umfangreichen Ausstellungen über das Leben der Wikinger und die Vorgeschichte der Region einen lebendigen Eindruck. Die Grabhügel und Steinboote sind außergewöhnlich gut erhalten und geben einen einzigartigen Einblick in die Bestattungssitten der Wikinger und in die frühe dänische Geschichte.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch in Lindholm Høje ist der Zeitraum vom späten Frühjahr bis zum frühen Herbst, wenn das Wetter ideal ist, um die Freiluft-Grabanlagen zu erkunden. Es empfiehlt sich, geführte Touren im Voraus zu buchen, um mehr über die Geschichte und Archäologie des Ortes zu erfahren. Besucher können außerdem saisonale Events genießen – etwa Wikingernachstellungen und Workshops, besonders rund um Ostern. Im Museumsshop gibt es Repliken wikingerzeitlichen Schmucks und traditionelle Handwerksarbeiten, die sich gut als Souvenir eignen. Für Gruppen, Studierende und Seniorinnen und Senioren können Ermäßigungen verfügbar sein. Bitte beachten: Das Gelände ist uneben – daher sind bequeme Schuhe ratsam.

Interessante Fakten

  • In Lindholm Høje gibt es nahezu 700 Gräber, größtenteils Brandbestattungen, die durch Steinsetzungen in Form von Booten, Dreiecken und Kreisen gekennzeichnet sind.
  • Die Stätte umfasst die größte, gut erhaltene Sammlung von wikingerzeitlichen Steinboot-Setzungen in Dänemark.
  • Zu den gefundenen Artefakten gehören arabische Münzen – ein Hinweis auf weitreichende Wikinger-Handelsrouten.
  • Um 1200 n. Chr. wurde die Begräbnisstätte von treibendem Sand bedeckt, wodurch sie über Jahrhunderte hinweg besser erhalten blieb.
  • Eine Silberfibel im Urnes-Stil aus dem 11. Jahrhundert, die hier gefunden wurde, lieferte Inspiration für die Schmuckproduktion im mittelalterlichen Lund.
  • Die Siedlung lag strategisch an einer schmalen Querung des Limfjords – entscheidend für Handel und Reisen während der Wikingerzeit.

Geschichte

400

Die Begräbnisstätten von Lindholm Høje wurden vom etwa 400 n.

Chr.

1100

in der Nordischen Eisenzeit bis in die Wikingerzeit, ungefähr bis 1100 n.

Chr., genutzt.

Die Gegend wurde in der zweiten Hälfte des 19.

1889

Jahrhunderts erstmals wegen ihrer archäologischen Bedeutung erkannt; die ersten Ausgrabungen fanden 1889 statt.

1952

Große, systematische Ausgrabungen wurden zwischen 1952 und 1958 unter der Leitung des Chefarchäologen Oscar Marceen durchgeführt.

1960

1960 wurde der Ort als Kulturdenkmal unter Schutz gestellt.

1992

1992 wurde das Lindholm Høje Museum eröffnet, um die Funde zu präsentieren und der Öffentlichkeit Wissen über das Leben der Wikinger und der Eisenzeit zu vermitteln.

2008

Das Museum wurde 2008 erweitert, um umfassendere prähistorische Ausstellungen über die Limfjord-Region aufzunehmen.

Ortsführer

1
Steinboot-Grabanlagen5.-11. Jahrhundert n. Chr.

Hierbei handelt es sich um Steinsetzungen, die Gräber in Form von Booten nachzeichnen und den Glauben der Wikinger widerspiegeln, wie wichtig Wasser und Schiffsbestattungen für das Leben nach dem Tod sind. Die Anlagen unterscheiden sich in Größe und Komplexität und lassen so Rückschlüsse auf den Rang der Verstorbenen zu.

2
Wikinger-Grabhügelca. 400–1100 n. Chr.

Erdhügel, die Gräber aus der Nordischen Eisenzeit und der Wikingerzeit bedecken. Sie markieren die Ruhestätten bedeutender Personen und werden häufig von Steinsignalen begleitet.

3
Lindholm Høje Museum1992 eröffnet, 2008 erweitert

Das Museum zeigt Ausstellungen über das Leben der Wikinger und die Vorgeschichte der Limfjord-Region. Dabei werden Funde wie Schmuck, Werkzeuge und Münzen präsentiert, die von der Stätte ausgegraben wurden. Außerdem bietet es Bildungsprogramme und einen Museumsshop mit Repliken und Handarbeiten.

Kontakt

Telefon: 99 31 74 40