
Jægersborger Wildpark
Hovedstaden
Der Jægersborger Wildpark, lokal als Dyrehaven bekannt, ist ein ausgedehnter Wald- und Landschaftspark mit rund 11 Quadratkilometern Fläche nördlich von Kopenhagen in der Gemeinde Lyngby-Taarbæk. Der Park ist vor allem wegen der Mischung aus alten Eichen- und Buchenbeständen sowie den großen Herden an Wildtieren bekannt – darunter Rot-, Dam- und Sikawild – insgesamt etwa 2.100 Tiere. Er besitzt außerdem ein markantes System roter Tore mit königlichen Hoheitszeichen; der am häufigsten genutzte Eingang ist das Klampenborg-Tor nahe dem Bahnhof. Dyrehaven wird als Naturwald betrieben, mit dem Fokus auf den Erhalt der Ökologie statt auf kommerzielle Forstwirtschaft: Die natürliche Entwicklung soll zugelassen werden, und alte Bäume werden nur entfernt, wenn sie eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen. Das einzigartige sternförmige Straßennetz des Parks – besonders im nördlichen Bereich Eremitagesletten – spiegelt seine historische Nutzung für die im späten 17. Jahrhundert durch König Christian V eingeführte Parforcejagd wider, inspiriert vom französischen Hof. Diese Jagdart erforderte weitläufige Flächen und ein Netz von Straßen, die sich vom Jagdschloss Hermitage aus radierten; dieses Jagdschloss ist bis heute ein markantes Wahrzeichen innerhalb des Parks. Heute bietet Dyrehaven Besuchern Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren, Reiten, Picknicken und sogar zu Kutschfahrten – alles inmitten ruhiger Natur direkt nach einem kurzen Zugweg von Kopenhagen. Der Park veranstaltet außerdem traditionelle Events wie den Hermitage-Straßenlauf und die Hubertusjagd, jeweils im Herbst. Als Teil des UNESCO-Welterbes „Par force hunting landscape in North Zealand“ ist Dyrehaven seit 2015 offiziell anerkannt. So verbindet der Wildpark eine reiche Kulturgeschichte mit außergewöhnlicher Natur – und ist damit ein beliebtes Ziel für Naturliebhaber und Geschichtsinteressierte gleichermaßen.
Planen Sie Ihre Reise nach Dänemark mit KI
Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.
Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Jægersborger Wildpark ist im Frühling und im Herbst, wenn das Wetter mild ist und die Tiere aktiver sind. Besucher sollten am besten früh am Tag ankommen – dann gibt es ruhigere Spaziergänge und bessere Chancen, das Wild zu beobachten. Tickets sind nicht erforderlich, da der Park das ganze Jahr über geöffnet ist und kostenlos zugänglich ist. Für ein besonderes Erlebnis lohnt es sich, im Oktober am traditionellen Hermitage-Straßenlauf teilzunehmen oder im November an der Hubertusjagd. Die Anreise über den Bahnhof Klampenborg macht den öffentlichen Nahverkehr besonders bequem, und Kutschfahrten sind eine schöne, entspannte Art, den Park zu erkunden.
Interessante Fakten
- •Der Jægersborger Wildpark beherbergt etwa 2.100 Tiere, darunter Rot-, Dam- und Sikawild.
- •Das Straßennetz im Bereich Eremitagesletten ist sternförmig angelegt und auf die Parforcejagd ausgelegt.
- •Alle Eingänge haben charakteristische rote Tore, gekrönt mit dem Hoheitszeichen des Monarchen, und werden von identischen Torhäusern begleitet.
- •Das Jagdschloss Hermitage, das während der Regierungszeit von Christian VI. erbaut wurde, ist die zentrale Aussichtsstelle für die Jagdgebiete.
- •Dyrehaven wurde 2015 in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen – als Teil der Parforce-Jagdlandschaft in Nordseeland.
- •Der Park bietet traditionelle Veranstaltungen wie den Hermitage-Straßenlauf im Oktober und die Hubertusjagd im November.
Geschichte
Der Jægersborger Wildpark wurde ursprünglich 1669 von König Frederik III.
gegründet.
Er ließ das Gebiet, das damals als Boveskov (Buchenwald) bekannt war, einzäunen, um ein Jagdrevier zu schaffen, und führte Wildtiere aus den umliegenden Regionen ein.
Die ersten Arbeiten am Gehege waren bei Frede-rik III.
Tod 1670 noch nicht abgeschlossen.
Sein Nachfolger Christian V.
erweiterte den Park deutlich, um die Parforcejagd zu ermöglichen – einen Jagdstil, den er übernommen hatte, nachdem er am französischen Königshof studiert hatte.
Zu dieser Erweiterung gehörten auch die Felder des Dorfs Stokkerup, die abgebaut bzw.
aufgegeben wurden, um Platz für den vergrößerten Park zu schaffen.
Christians Entwurf sah ein sternförmiges Straßensystem vor, das um das Jagdschloss Hermitage angelegt war und die Verfolgung der Jagd mit Meute erleichterte.
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich die Grenzen und die Verwaltung des Parks weiter.
So wurde 1832 beispielsweise der Bereich Jægersborg Hegn abgetrennt, und der Park wurde als Naturwald ausgewiesen, der den Erhalt priorisiert.
Im Jahr 2015 wurde der Park in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen – als Teil der Parforce-Jagdlandschaft in Nordseeland.
Ortsführer
Jagdschloss Hermitage (Eremitageslottet)1736
Ein historisches königliches Jagdschloss aus dem 18. Jahrhundert, das im Zentrum des sternförmigen Straßensystems in Eremitagesletten liegt. Es diente als Beobachtungspunkt für Parforcejagden und bietet weite, schöne Ausblicke über den Öresund.
Rote Tore und Torhäuser
Neunzehn markante rote Tore mit dem Hoheitszeichen des Monarchen schaffen den Zugang zum Park. Jedes Tor wird von einem identischen Torhaus begleitet, das historisch den Waldaufsehern diente – viele von ihnen sind bis heute als Wohnhäuser in Gebrauch.
Bereich EremitageslettenSpätes 17. Jahrhundert
Eine große offene Fläche im nördlichen Teil des Parks: Ursprünglich waren es Felder der Ortschaft Stokkerup, die für die Parforcejagd eingezäunt wurden. Das hier erhaltene sternförmige Straßensystem ist ein prägendes Merkmal und ermöglicht es den Zuschauern, die Jagd vom Jagdschloss Hermitage aus zu verfolgen.
Kontakt
Telefon: 72 54 30 00