
Geierlay-Hängeseilbrücke
Rheinland-Pfalz
Die Geierlay-Hängeseilbrücke, offiziell bekannt als Hängeseilbrücke Geierlay, ist eine 360 Meter lange Fußgänger-Hängebrücke im Hunsrück in Rheinland-Pfalz, Deutschland. Sie überspannt das Mörsdorfer Bachtal und verbindet die Gemeinden Mörsdorf und Sosberg. Die Brücke wurde im Oktober 2015 eröffnet. Damit war sie bis 2017 die längste Hängebrücke Deutschlands und ist bis heute eine der längsten Europas. Die Brücke befindet sich rund 100 Meter über dem Talboden und kann bis zu 50 Tonnen tragen; sie bietet Platz für etwa 600 Personen gleichzeitig. Die Konstruktion orientiert sich an einem Entwurf, der von nepalesischen Hängebrücken inspiriert ist. Das Tragwerk nutzt Stahllitzen und Holzbohlen aus druckimprägniertem Douglasienholz (Douglas fir), was für Langlebigkeit und Sicherheit sorgt. Die Brücke bietet herrliche Panoramablicke auf die umliegende Naturlandschaft und ist ein beliebtes Ziel für Wanderer, Familien und Fotografen. Sie ist das ganze Jahr über zugänglich, kostet keinen Eintritt und erlaubt das Mitführen von Fahrrädern, die jedoch über die Brücke geschoben werden müssen. Die Brücke ist Teil des Saar-Hunsrück-Steigs und in zwei attraktive Rundwanderwege eingebunden. Das Besucherzentrum in Mörsdorf bietet Parkmöglichkeiten, ein Bistro sowie Shuttlebus-Verbindungen zu den nahegelegenen Ortschaften und Bahnhöfen und erleichtert so die Anreise. Der Name Geierlay leitet sich von einer nahegelegenen Felsformation ab, die historisch von Greifvögeln bewohnt war – ein Hinweis auf das natürliche Erbe der Region. Seit ihrer Eröffnung hat die Brücke Millionen Besucher angezogen und ist heute ein Symbol für Abenteuer und natürliche Schönheit im Hunsrück.
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Tipp: Die Geierlay-Hängeseilbrücke ist ganzjährig 24/7 geöffnet und kostenlos zu besuchen – am besten eignen sich daher frühe Morgenstunden oder Wochentage, um Menschenmengen zu vermeiden. Besucher sollten festes Schuhwerk für den 1,8 km langen, gut gepflegten Anmarschweg tragen. Fahrräder sind erlaubt, müssen aber aus Sicherheitsgründen über die Brücke geschoben werden. Familien mit schmalen Kinderwagen können bequem hinübergehen, und Hunde sind willkommen, wenn sie an der Leine geführt werden. Es empfiehlt sich, im Besucherzentrum in Mörsdorf nach aktuellen Veranstaltungen, geführten Touren und den Shuttlebus-Fahrplänen zu den nahegelegenen Ortschaften und Bahnhöfen zu schauen. Wer besondere Aktivitäten wie das Outdoor-Escape-Abenteuer in der Nähe der Brücke plant, sollte am besten im Voraus buchen, um die Teilnahme zu sichern.
Interessante Fakten
- •Die Geierlay-Hängeseilbrücke war von 2015 bis 2017 die längste Fußgänger-Hängebrücke Deutschlands.
- •Sie folgt Konstruktionsprinzipien nepalesischer Hängebrücken – ähnlich wie die Trift Bridge in der Schweiz.
- •Der hölzerne Gehweg besteht aus druckimprägniertem Douglasienholz, also einem Holz, das für den baulichen Einsatz in Deutschland zugelassen ist.
- •Die Brücke kann eine maximale Traglast von etwa 50 Tonnen aufnehmen – oder ungefähr 600 Personen gleichzeitig.
- •Der Name „Geierlay“ bezieht sich auf eine nahegelegene Felsformation, die historisch von Greifvögeln bewohnt war; „Geier“ bedeutet auf Deutsch Geier bzw. Greifvogel.
Geschichte
Die Idee für die Geierlay-Hängeseilbrücke entstand 2006 im Rahmen von Planungen zur Dorferneuerung in Mörsdorf, wurde damals jedoch zunächst als nicht umsetzbar eingestuft.
2010 wurde sie von Bürgern vor Ort wieder aufgegriffen und noch im selben Jahr vom Gemeinderat genehmigt.
Mit dem Bau wurde im Mai 2015 begonnen, und die Brücke wurde offiziell am 3.
Oktober 2015 eröffnet.
Inspiriert von nepalesischen Entwürfen für Hängebrücken wurde das Projekt von einem lokalen Planungsbüro koordiniert, mit Ingenieur-Unterstützung von Schweizer Firmen.
Bis 2017 trug die Brücke den Titel der längsten Hängebrücke Deutschlands.
Seit ihrer Eröffnung ist sie zu einem großen Touristenziel geworden und verzeichnete bis April 2023 über zwei Millionen Besucher.
Ortsführer
Hauptspannweite und Bauweise2015
Die Hauptspannweite der Brücke erstreckt sich 360 Meter über das Mörsdorfer Bachtal in einer Höhe von knapp 100 Metern. Sie wird von vier unteren geschlossenen Spiralkabeln (40 mm Durchmesser) sowie zwei oberen offenen Spiralkabeln (32 mm Durchmesser) getragen, die als Geländer dienen. Das Verankerungssystem verwendet tiefe Dywidag-Ankerstangen, die bis zu 25 Meter in den Fels eingemauert werden – das sorgt für Stabilität gegenüber Wind und Last.
Besucherzentrum und Anreise
Das Besucherzentrum in Mörsdorf bietet einen großen kostenpflichtigen Parkplatz, der für Autos und Busse geeignet ist. Es gibt ein Bistro, und es ist der Startpunkt für den 1,8 km langen, gut ausgebauten Weg zur Brücke. Shuttlebusse verkehren regelmäßig zwischen dem Besucherzentrum und den nahegelegenen Orten Kastellaun und Treis-Karden und binden an die regionalen Bahnverbindungen an.
Kontakt
Telefon: 06762 9034080