
Hala Sultan Tekke
Larnaka
Hala Sultan Tekke ist eine bedeutende islamische religiöse Anlage an der westlichen Küste des Salzsees von Larnaka auf Zypern. Sie besteht aus einer Moschee, einem Mausoleum, einem Friedhof und Wohnbereichen. Im Mittelpunkt steht das Grab von Umm Haram (Hala Sultan), einer in der islamischen Tradition hoch verehrten Persönlichkeit und Weggefährtin des Propheten Mohammed. Historisch ist der Ort besonders wichtig: Archäologische Funde belegen, dass er in der Späten Bronzezeit als Friedhof genutzt wurde, und dass er in der Nähe eines bedeutenden antiken städtischen Zentrums lag. Die heutige Moscheeanlage wurde in der Osmanenzeit im 18. und frühen 19. Jahrhundert errichtet; Renovierungen liefen bis ins 21. Jahrhundert hinein weiter. Die Architektur spiegelt den klassischen osmanischen Stil wider, und der Ort ist bis heute ein aktiver Platz für Gottesdienste und Wallfahrten. Die besondere Bedeutung des Standorts wird zudem durch seine Verbindung zu Umm Haram gestärkt: Es heißt, sie sei bei der ersten arabischen Eroberung Zyperns im 7. Jahrhundert gestorben. Heute gilt Hala Sultan Tekke als antikes Denkmal und zieht Besucher an, die sich für Religionsgeschichte, Archäologie und osmanische Architektur interessieren.
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Tipp: Besucher sollten sich für den Besuch der Moschee und der Gärten konservativ kleiden, Badebekleidung vermeiden und darauf achten, dass die Hosen unterhalb der Knie reichen, sowie passende Oberteile tragen. Die beste Zeit für einen Besuch sind tagsüber im Sommer (8:30 bis 19:30 Uhr) oder im Winter (8:30 bis 17:00 Uhr). Freitagsgebete um 13:30 Uhr bieten ein besonderes kulturelles Erlebnis. Es wird empfohlen, die ruhige Atmosphäre der Moschee zu respektieren. Spenden unterstützen die laufende Instandhaltung und die Angebote für die Gemeinde. Für Trauungszeremonien oder besondere Veranstaltungen können im Voraus Reservierungen erforderlich sein – über contact@halasultan.com.
Interessante Fakten
- •Hala Sultan Tekke liegt nahe bei einem wichtigen archäologischen Fundplatz aus der Späten Bronzezeit mit Gräbern aus der Zeit von 1500–1350 v. Chr.
- •Das Grab gehört Umm Haram, einer Weggefährtin und Amme bzw. Pflege-schwester der Mutter von Prophet Mohammed – dadurch ist es eine seltene islamische Pilgerstätte in Zypern.
- •Die Moscheeanlage wurde im Osmanischen Zeitalter in mehreren Bauabschnitten errichtet: angefangen Mitte des 18. Jahrhunderts und bis 1817 fertiggestellt.
- •Der Ort ist als antikes Denkmal gelistet und seit der Mitte des 20. Jahrhunderts Gegenstand archäologischer Ausgrabungen schwedischer Missionen.
- •Die hölzernen Umzäunungen um das Grab wurden im 19. Jahrhundert durch bronzene Zäune und Türen ersetzt – von den osmanischen Gouverneuren Zyperns.
Geschichte
Die Gegend um Hala Sultan Tekke hat eine lange Geschichte, die bis in die Späte Bronzezeit (ca.
1650–1100 v.
Chr.) zurückreicht.
Damals wurde das Areal als Friedhof für eine große, nahegelegene städtische Siedlung genutzt.
Archäologische Ausgrabungen haben zahlreiche Gräber und Fundstücke zutage gefördert, die auf einen weitreichenden Handel in der Antike schließen lassen.
Die islamische Bedeutung des Ortes begann im 7.
Jahrhundert n.
Chr.
und ist mit Umm Haram verbunden, die während der arabischen Eroberung Zyperns ums Leben kam.
Das Grab wurde im 18.
Jahrhundert von einem Derwisch, Scheich Hasan, entdeckt, der den Bau einer ersten Schreinanlage anstieß.
Die Moscheeanlage entstand unter osmanischer Herrschaft; die großen Bauarbeiten wurden bis 1817 abgeschlossen.
In den letzten Jahrzehnten wurde der Ort mit internationaler Unterstützung restauriert und erhalten.
Ortsführer
Moschee18th-19th century
Die zentrale Moschee ist im klassischen osmanischen Stil erbaut und dient als Ort des Gebets sowie als Treffpunkt der Gemeinde. Sie weist traditionelle architektonische Elemente auf und ist ein aktives religiöses Zentrum.
Mausoleum von Umm Haram18th century (original shrine)
Das Mausoleum beherbergt das Grab von Umm Haram (Hala Sultan), das in der islamischen Tradition als Grab einer Heiligen verehrt wird. Es ist der Mittelpunkt der Anlage und zieht Pilger sowie Besucher an.
Wohnbereiche und Friedhof
Die Anlage umfasst Wohnbereiche für Männer und Frauen sowie einen angrenzenden Friedhof. Das spiegelt ihre Funktion als Tekke (sufische Herberge) und als Ort der religiösen Einkehr wider.