Salzsee von Larnaka

Salzsee von Larnaka

Larnaka

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Der Salzsee von Larnaka ist ein komplexes Netzwerk aus vier Salzseen westlich der Stadt Larnaka auf Zypern. Drei Seen sind miteinander verbunden, einer liegt separat. Der größte See heißt Aliki, gefolgt von Orphani, Soros und Spiro. Mit insgesamt rund 2,2 Quadratkilometern Fläche ist er der zweitgrößte Salzsee Zyperns – nach dem Salzsee von Limassol. Der See ist ein wichtiges Feuchtgebiet und als Ramsar-Stätte, Natura-2000-Gebiet und als Besonderes Schutzgebiet im Rahmen der Barcelona-Konvention sowie als Important Bird Area anerkannt. Er beherbergt etwa 85 Arten von Wasservögeln, darunter eine bedeutende Winterpopulation von 2.000 bis 12.000 größeren Flamingos (Phoenicopterus roseus), die im See von Artemia-Brine-Shrimp (Brinsekrebsen) leben. Der Salzsee ist zudem ein entscheidender Zwischenstopp für die Wanderung vieler weiterer Vogelarten. Die Umgebung ist geprägt von salztoleranter Buschvegetation und dem historischen Heiligtum Hala Sultan Tekke – einem bedeutenden ottomanisch-islamischen Ort mit dem Grab von Umm Haram, der „Nährmutter“ von Muhammad. Die Wasserstände schwanken im Jahresverlauf: Im Winter füllt sich der See, im Sommer verdunstet das Wasser und es bleiben Salzkrusten zurück. Früher war der See eine wichtige Salzquelle für Zypern; die Salzgewinnung wurde 1986 eingestellt. Die markante Naturschönheit und die ökologische Bedeutung machen den Salzsee zu einem beliebten Ziel für Vogelbeobachter und Naturfreunde.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Salzsees von Larnaka sind die Wintermonate, wenn die Seen mit Wasser gefüllt sind und sich viele Flamingos dort aufhalten. Vogelbeobachter sollten Ferngläser und eine Kamera mit Zoomobjektiv mitbringen, um die Flamingos und andere ziehende Vögel festzuhalten. Vor der Anreise empfiehlt es sich, die lokale Wetterlage sowie die Hinweise für geschützte Bereiche zu prüfen. Es wird kein Eintrittsgeld erhoben, doch Besucher sollten den Schutzstatus respektieren und Tiere nicht stören. Für Fotografie und Vogelbeobachtung bieten frühe Morgenstunden und späte Nachmittage das beste Licht.

Interessante Fakten

  • Der Salzsee von Larnaka beherbergt in den Wintermonaten zwischen 2.000 und 12.000 größere Flamingos, die im See von Brine-Shrimp (Brinsekrebsen) leben.
  • Das Seekomplex umfasst den zweitgrößten Salzsee in Zypern und erstreckt sich über etwa 2,2 Quadratkilometer.
  • Er ist als Ramsar-Feuchtgebiet, Natura-2000-Gebiet und als Important Bird Area ausgewiesen und unterstreicht damit seine ökologische Bedeutung.
  • Das Heiligtum Hala Sultan Tekke am Ufer des Sees gehört zu den heiligsten Stätten im ottomanischen Islam und birgt das Grab von Umm Haram, der „Nährmutter“ von Muhammad.
  • Entgegen früherer Annahmen zeigen neue Erkenntnisse, dass größere Flamingos diesen Feuchtlebensraum nicht nur als Rastplatz nutzen, sondern dort auch brüten.
  • Die Salzgewinnung war hier bis 1986 ein bedeutender Wirtschaftszweig – danach wurde sie aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt.

Geschichte

Der Salzsee von Larnaka ist seit Jahrhunderten ein bedeutendes Naturphänomen.

1986

Die Salzgewinnung war lange Zeit ein wichtiger lokaler Wirtschaftszweig, bevor sie 1986 eingestellt wurde – unter anderem wegen steigender Arbeitskosten und Importe.

1997

1997 wurde der See vom Cyprus Council of Ministers als Schutzgebiet ausgewiesen, um seine ökologische Bedeutung anzuerkennen.

Außerdem befindet sich hier die Hala-Sultan-Tekke-Moschee aus der Zeit der Osmanen, was dem Ort kulturelle und religiöse Bedeutung verleiht.

2001

Im Laufe der Zeit wurde der See international wegen seiner Artenvielfalt und seines Wertes als Feuchtgebiet anerkannt: 2001 erhielt er die Ramsar-Auszeichnung, außerdem die Aufnahme in Natura 2000 und weitere Schutzrahmen.

Ortsführer

1
See Aliki

Der größte der vier miteinander verbundenen Salzseen ist vor allem für seine ausgedehnten Flamingo-Vorkommen im Winter bekannt und als wichtiger Lebensraum für Zugvögel bedeutsam.

2
Hala Sultan Tekke18th century

Ein wichtiges ottomanisch-islamisches Heiligtum am Ufer des Sees. Hier befindet sich das Grab von Umm Haram, der „Nährmutter“ des Propheten Muhammad, und der Ort ist zudem ein Pilgerziel für Muslime.