Fajã de Água

Fajã de Água

Brava

55/10090 min

Fajã de Água ist ein kleines Dorf an der nordwestlichen Küste der Insel Brava in Kap Verde, etwa 4 km westlich von der Hauptstadt der Insel, Nova Sintra. Die Wirtschaft des Ortes dreht sich traditionell um Fischfang und Landwirtschaft; angebaut werden unter anderem Mais, Bohnen, Bananen und Papayas. Historisch war Fajã de Água bis 1843 der wichtigste Hafen auf Brava, bis der Hafen von Furna eingerichtet wurde. Im 18. und 19. Jahrhundert spielte das Dorf eine Rolle in der Walfangindustrie und diente als Anlaufpunkt für amerikanische Walfangschiffe. Ein kleiner Flughafen, Esperadinha, war hier von 1992 bis 2004 in Betrieb, wurde jedoch wegen gefährlicher Windverhältnisse geschlossen. Besucher können einen Spazierweg nutzen, der zur Pilgerkirche Nossa Senhora do Monte im Inselinneren führt. Außerdem gibt es im Süden ein natürliches Schwimmbecken, das sich zum Schwimmen eignet, wenn das Wetter es zulässt, sowie einen dunkelsandigen Strand namens Porto do Portete, der weniger gut erreichbar ist. Ein besonders eindrucksvolles Denkmal ist das Monumento aos Emigrantes, das an den tragischen Verlust des Segelschiffs Matilde im Jahr 1943 erinnert: Dabei kamen 51 Auswanderer aus dem Dorf ums Leben.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch in Fajã de Água ist bei ruhigem Wetter, wenn das natürliche Schwimmbecken sicher zum Schwimmen ist. Wer möchte, sollte unbedingt auch den Spazierweg zur Kirche Nossa Senhora do Monte erkunden, um ein Stück Kultur mitzunehmen. Aufgrund der begrenzten Infrastruktur empfiehlt es sich, vorauszuplanen und die lokalen Bedingungen zu respektieren – insbesondere in Bezug auf Wind und Seegang. Wenn möglich, wird empfohlen, Tickets oder Touren im Voraus zu kaufen bzw. zu arrangieren. Für Gruppen oder ortsansässige Bewohner können möglicherweise Rabatte verfügbar sein.

Interessante Fakten

  • Fajã de Água wurde auf einer Karte von 1747 als „Faciend de Agoa“ erwähnt – durch den französischen Kartografen Jacques-Nicolas Bellin.
  • Das Dorf war einst der wichtigste Hafen auf der Insel Brava, bevor der Hafen von Furna 1843 eingerichtet wurde.
  • Der Flughafen Esperadinha war von 1992 bis 2004 in Fajã de Água in Betrieb, wurde jedoch wegen gefährlicher Windverhältnisse geschlossen.
  • Das Monumento aos Emigrantes erinnert an das tragische Sinken des Segelschiffs Matilde im Jahr 1943, bei dem 51 Menschen aus dem Dorf ums Leben kamen.
  • Der Walfang war im 18. und 19. Jahrhundert eine bedeutende Industrie in Fajã de Água; viele amerikanische Walfangschiffe legten dort an.

Geschichte

1747

Fajã de Água wurde erstmals 1747 auf einer Karte als „Faciend de Agoa“ von Jacques-Nicolas Bellin dokumentiert.

In den 18.

und 19.

Jahrhunderten war es ein wichtiger Hafen für Walfangschiffe, besonders für solche aus Amerika.

1843

Das Dorf blieb bis 1843 Bravas wichtigster Hafen, als der Hafen von Furna eingerichtet wurde.

1992

1992 eröffnete der Flughafen Esperadinha mit einer befestigten Landebahn und verband Brava mit den nahegelegenen Inseln, wurde aber 2004 wegen starker Winde geschlossen, die Landungen unsicher machten.

Ortsführer

1
Natürliche Schwimmstelle

Etwa einen Kilometer südlich des Dorfes gelegen, bietet dieses natürliche Becken ein besonderes Schwimmerlebnis, wenn das Wetter ruhig ist. Es entsteht durch vulkanische Gesteinsformationen und bietet einen sicheren Ort zum Schwimmen – abseits des offenen Meeres.

2
Monumento aos Emigrantes1993

Dieses Denkmal wurde 1993 gegenüber der kleinen Kirche am nördlichen Ende der Main Street errichtet und erinnert an die Auswanderer, die ihr Leben verloren, als das Segelschiff Matilde 1943 im Atlantischen Ozean sank.

3
Wanderweg zur Kirche Nossa Senhora do Monte

Ein reizvoller Spazierweg, der von Fajã de Água zur Pilgerkirche führt, die in der Mitte der Insel Brava liegt. Er bietet Einblicke in Kultur und Natur.