Baracoa

Baracoa

Guantánamo

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Baracoa, offiziell Nuestra Señora de la Asunción de Baracoa, ist die älteste spanische Siedlung und die erste Hauptstadt Kubas. Gegründet wurde sie 1511 von Diego Velázquez de Cuéllar. Die Stadt liegt nahe der Ostspitze Kubas an der Bucht von Honey und ist vom Gebirge Sierra del Purial umgeben – so entsteht eine grüne Landschaft aus kubanischen Feuchtwäldern und Kiefern. Historisch bedeutsam ist Baracoa außerdem als Landeplatz von Christoph Kolumbus im Jahr 1492, der dem Gebiet angeblich Porto Santo nannte und die natürliche Schönheit bewunderte. Baracoa hat noch heute koloniale Befestigungen wie El Castillo, Matachín und La Punta, die an das spanische Erbe erinnern. Die Isolation bis in die 1960er-Jahre, als die Bergstraße La Farola gebaut wurde, bewahrte die einzigartige Kultur und die Umgebung der Region. Die lokale Wirtschaft basiert auf dem Anbau von Bananen, Kokosnüssen und Kakao – Baracoa ist damit die wichtigste Schokoladenregion Kubas. Ökotourismus und Vogelbeobachtung sind dank der artenreichen Natur ringsum besonders beliebt. Das tropisch-regenwaldartige Klima sorgt das ganze Jahr über für Wärme und Regen; die regenreichere Zeit liegt von Oktober bis Dezember. Besucher können die koloniale Architektur der Stadt erkunden, die Naturwunder erleben und die kulturelle Vielfalt genießen – als Tor zur östlichsten Provinz Kubas.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch in Baracoa sind die trockeneren Monate außerhalb von Oktober bis Dezember, damit Outdoor-Aktivitäten besonders angenehm sind. Aufgrund der abgelegenen Lage und der Anreise vor allem über die malerische Bergstraße La Farola empfiehlt sich, die Reise frühzeitig zu planen. Wenn Sie Unterkünfte und Touren im Voraus buchen, erhöhen Sie die Chance, noch etwas zu bekommen. Wer sich für Ökotourismus und Vogelbeobachtung interessiert, sollte die passende Ausrüstung mitbringen und für ein optimales Erlebnis geführte Touren in Betracht ziehen. An bestimmten Attraktionen können Ermäßigungen für Studierende oder Gruppen verfügbar sein; fragen Sie vor Ort nach.

Interessante Fakten

  • Baracoa ist als „Ciudad Primada“ (erste Stadt) bekannt, weil es die erste spanische Siedlung und Hauptstadt Kubas war.
  • Christoph Kolumbus soll in den Sanden der Hafeneinfahrt von Baracoa ein Kreuz namens Cruz de la Parra platziert haben.
  • Die in den 1960er-Jahren gebaute Straße La Farola ist eine Bergstraße mit über 120 km Länge und 11 Brücken. Sie zeigt Ingenieurkunst im schwierigen Gelände.
  • Baracoa ist die wichtigste Schokoladenregion Kubas: Der Kakao wird in Palmenhainen der Royal palm angebaut.
  • Die Stadt ist vom Gebirge Sierra del Purial umgeben und bietet kubanische Feucht- und Kiefernwälder – ideal für Ökotourismus und Vogelbeobachtung.

Geschichte

Baracoa wurde am 15.

1511

August 1511 von Diego Velázquez de Cuéllar gegründet und wurde Kubas erste Hauptstadt sowie älteste spanische Siedlung.

1492

Christoph Kolumbus landete bereits 1492 in der Nähe, was der Region eine frühe historische Bedeutung verlieh.

Im Laufe des 17.

und 18.

Jahrhunderts machte die Abgeschiedenheit Baracoa zu einem Umschlagplatz für illegalen Handel mit französischen und britischen Händlern.

Im 19.

Jahrhundert wurde es zu einem Zufluchtsort für Dominikanerinnen und Dominikaner, die vor der Haitianischen Revolution flohen; sie brachten den Kaffee- und Kakaobau.

Die Stadt spielte zudem eine Rolle in Kubas Unabhängigkeitsbewegungen und beherbergte Unternehmungen von Kämpfern wie Antonio Maceo und José Martí.

In den 1960er-Jahren wurde der Bau der Straße La Farola umgesetzt: Sie verbindet Baracoa mit Guantánamo und beendet damit jahrhundertelange Isolation.

Ortsführer

1
El Yunque Mountain

Ein markanter Tafelberg in der Nähe von Baracoa, der häufig mit den Beschreibungen von Kolumbus über die Gegend in Verbindung gebracht wird. Er bietet Möglichkeiten zum Wandern und gewährt Panoramablicke auf die Stadt und den umliegenden Regenwald.

2
Spanish Colonial Fortifications16th century

Historische Festungen wie El Castillo, Matachín und La Punta, die während der spanischen Herrschaft errichtet wurden, um die Siedlung vor Piraten und Invasionen zu schützen. Diese Anlagen zeigen koloniale Militärarchitektur.

3
La Farola Road1960s

Eine aussichtsreiche Bergstraße, die Baracoa mit Guantánamo verbindet und in den 1960er-Jahren gebaut wurde. Sie führt durch raues Gelände mit zahlreichen Brücken und Tunneln, bietet spektakuläre Ausblicke und beendet die historische Isolation von Baracoa.