Nationalpark Desembarco del Granma

Nationalpark Desembarco del Granma

Granma

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Der Nationalpark Desembarco del Granma liegt in der Provinz Granma in Kuba und erstreckt sich über mehr als 32.576 Hektar an Land- und Meereslebensräumen. Benannt nach der Yacht Granma, die 1956 Fidel Castro und Revolutionäre nach Kuba brachte, ist der Park vor allem für seine beeindruckende Karsttopografie bekannt: weitläufige Kalksteinterrassen, die von 180 Metern unter dem Meeresspiegel bis auf 360 Meter über dem Meeresspiegel ansteigen. Diese Terrassen gehören zu den größten und am besten erhaltenen Meeres-Terrassen der Welt. Sie entstanden durch tektonische Hebung und Veränderungen des Meeresspiegels über Millionen von Jahren. Der Park liegt entlang der tektonisch aktiven Grenze zwischen der Nordamerikanischen und der Karibischen Platte, was zu seinen dynamischen geologischen Besonderheiten wie Kliffs, Höhlen, Dolinen (Einsturzdellen) und Wasserfällen beiträgt. Er hat ein warmes, halbtrockenes Klima, wodurch er zu den trockensten Regionen Kubas zählt. Der Park beherbergt eine hohe Artenvielfalt und viele endemische Arten: über 512 Pflanzenarten (davon 60 % endemisch), einzigartige gefärbte Schnecken und zahlreiche endemische Reptilien und Amphibien – darunter die vom Aussterben bedrohte Kubanische Nacht-Eidechse. Zu den ikonischen Tieren zählen der Kuba-Amazonsittich, die Blaukopf-Quail-Dove, der Westindische Manati und die Kubanische Blütenfledermaus, die sich an das Leben in Höhlen angepasst haben. Seine außergewöhnliche Naturschönheit, die geologische Bedeutung und der ökologische Wert brachten ihm 1999 den UNESCO-Welterbestatus ein – als Anerkennung seiner weltweiten Bedeutung für eine unberührte Küsten-Karstlandschaft.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Nationalpark Desembarco del Granma ist die Trockenzeit, wenn die Wetterbedingungen günstiger sind. Besucher sollten nach Möglichkeit im Voraus Tickets kaufen, da der Park ein Schutzgebiet mit geregeltem Zugang ist. Geführte Touren können helfen, die einzigartigen geologischen und ökologischen Besonderheiten des Parks besser zu verstehen. Für Schüler oder Gruppen können Ermäßigungen verfügbar sein. Aufgrund der abgelegenen Lage des Parks und des natürlichen Geländes werden bequemes Schuhwerk und eine gute Vorbereitung für Outdoor-Touren empfohlen.

Interessante Fakten

  • Der Park beherbergt einige der größten und am besten erhaltenen gehobenen Meeres-Terrassen der Welt.
  • Er liegt an der tektonisch aktiven Grenze zwischen der Nordamerikanischen und der Karibischen Platte.
  • Mehr als 60 % der Pflanzenarten im Park sind in Kuba endemisch; zwölf Arten kommen nirgendwo sonst vor.
  • Die vom Aussterben bedrohte Kubanische Nacht-Eidechse, ein endemisches Reptil, lebt im Park.
  • Der Park schützt den Lebensraum für sechs Arten der farbenfrohen Schneckengattung Polymita, die für ihre klar unterscheidbaren evolutiven Linien bekannt ist.

Geschichte

1956

Der Name des Nationalparks Desembarco del Granma erinnert an die Landung der Yacht Granma im Jahr 1956, die Fidel Castro und Revolutionäre trug und damit die Kubanische Revolution auslöste.

Der Park umfasst Gesteinsformationen, die über Millionen von Jahren in den Epochen des Miozäns, Pliozäns und Pleistozäns durch tektonische Hebung und Schwankungen des Meeresspiegels entstanden.

Er wurde offiziell zum Nationalpark erklärt, um seine einzigartigen Karstlandschaften und die Artenvielfalt zu schützen.

1999

1999 erkannte die UNESCO seinen außergewöhnlichen universellen Wert an, indem sie ihn als UNESCO-Welterbestätte eintrug – mit dem Fokus auf die herausragenden Meeres-Terrassen und die unberührten See-Kliffs.

Ortsführer

1
Kalkstein-Terrassen von Cabo CruzMiozän bis Pleistozän-Epochen

Diese ausgedehnten Kalksteinterrassen reichen von 180 Metern unter dem Meeresspiegel bis auf 360 Meter über dem Meeresspiegel. Sie entstanden durch tektonische Hebung und Veränderungen des Meeresspiegels und bilden die weltweit größten und am besten erhaltenen Meeres-Terrassen.

2
Karst-Formationen: Kliffs, Höhlen und Dolinen

Der Park bietet dramatische Karst-Formationen: hoch aufragende See-Kliffs, verwinkelte Höhlensysteme und große Dolinen (Einsturzdellen), die durch natürliche Erosion und tektonische Aktivität geformt wurden.

3
Hotspot der Biodiversität

Der Park bietet Lebensraum für eine vielfältige endemische Flora und Fauna – darunter seltene gefärbte Schnecken, der Kuba-Amazonsittich, die Blaukopf-Quail-Dove, der Westindische Manati und die Kubanische Blütenfledermaus, die ans Höhlenleben angepasst ist.

Kontakt

Telefon: (022) 222222