Isla Malpelo

Pacific Colombia Region

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Isla Malpelo ist eine isolierte Vulkaninsel, etwa 500 km westlich vom Festland Kolumbiens im östlichen Pazifik gelegen. Sie zeichnet sich durch steile Klippen aus, die steil aus tiefem Wasser aufragen, und wird von drei markanten Gipfeln beherrscht, wobei der Cerro de la Mona mit etwa 300 Metern der höchste ist. Geologisch besteht die Insel aus vulkanischen Gesteinen aus dem Miozän, die vor 16 bis 17 Millionen Jahren entstanden sind und durch tektonische Wechselwirkungen zwischen dem Cocos-Nazca-Spreading-Zentrum und dem Galápagos-Hotspot geformt wurden. Trotz ihres kargen Erscheinungsbilds beherbergt Malpelo Kolonien von Algen, Flechten, Moosen und einigen Sträuchern, die durch Ablagerungen von Vogelkot (Guano) ernährt werden. Die Insel hat drei endemische Echsenarten sowie eine einzigartige Landkrabbenart, Johngarthia malpilensis. International bekannt ist Malpelo vor allem für seine große Brutpopulation der Nazca-Tölpel und bei Tauchern besonders für Schwärme von Hammerhaien und Seidenhaien – außerdem kommt es immer wieder zu seltenen Sichtungen des Kleinzahnigen Sandtigersharks. Das umgebende Meeresgebiet ist als größtes No-Fishing-Gebiet im östlichen Pazifik geschützt und umfasst über 850.000 Hektar. Auf der Insel gibt es außerdem eine kleine militärische Präsenz Kolumbiens, um den Naturschutz und die territoriale Souveränität durchzusetzen. Durch ihre abgelegene Lage und die artenreiche Unterwasserwelt ist Isla Malpelo ein einzigartiges Naturerlebnis und ein beliebtes Ziel für spezialisierte Ökotourismus- und Tauchexpeditionen.

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Tipp: Besucher sollten ihre Tauchgänge in der Trockenzeit planen, damit Wetter und Sicht optimal sind. Aufgrund des Schutzstatus und der abgelegenen Lage ist für den Zugang eine besondere Genehmigung der kolumbianischen Behörden erforderlich, und eine frühzeitige Buchung ist unerlässlich. Tauchanbieter organisieren Expeditionen häufig mit strengen Umweltauflagen, um das empfindliche Ökosystem zu bewahren. Auf der Insel gibt es keine kommerziellen Einrichtungen, daher müssen alle Verpflegung und Ausrüstung selbst mitgebracht werden. Besucher sollten die Naturschutzregeln beachten – also kein Angeln und möglichst geringe Störung der Tierwelt.

Interessante Fakten

  • Isla Malpelo beherbergt eine Brutkolonie von etwa 60.000 bis 110.000 Nazca-Tölpeln, wodurch sie ein Important Bird Area ist.
  • Sie gehört zu den wenigen Orten weltweit, an denen sich große Ansammlungen von Hammerhaien bilden – ein Magnet für Taucher aus aller Welt.
  • Die Insel ist von dem größten No-Fishing-Gebiet im östlichen Pazifik umgeben, das sich über mehr als 850.000 Hektar erstreckt.
  • Malpelo besteht aus vulkanischen Gesteinen, die im Miozän vor 16 bis 17 Millionen Jahren entstanden sind.
  • Die Insel beherbergt einzigartige endemische Arten, darunter drei Echsarten sowie die Landkrabbe Johngarthia malpilensis.

Geschichte

Isla Malpelo war vermutlich bereits vor der europäischen Entdeckung unbewohnt und hatte nie eine dauerhafte menschliche Siedlung.

1530

Sie erschien schon auf peruanischen Karten ab 1530, möglicherweise gehörte sie damit zu den ersten entdeckten abgelegenen Inseln im östlichen Pazifik durch Europäer.

Die Insel wurde zunächst von Spanien beansprucht, später von Peru annektiert und schließlich Teil kolumbianischen Territoriums.

1986

Seit 1986 unterhält Kolumbien eine militärische Postenanlage auf der Insel, um den Anspruch auf Souveränität zu bekräftigen und das Meeresheiligtum zu schützen.

Die Abgelegenheit der Insel hat sie außerdem für Amateurfunk-Enthusiasten zu einer bemerkenswerten DXCC-Entität gemacht; periodisch werden autorisierte DXpeditionen durchgeführt.

Zu den jüngsten Durchsetzungsmaßnahmen gehören Festnahmen wegen illegalen Fischfangs in den umliegenden geschützten Gewässern – ein weiteres Zeichen für die fortlaufenden Bemühungen im Naturschutz.

Ortsführer

1
Cerro de la MonaMiozän (16-17 Millionen Jahre zuvor)

Der höchste Gipfel auf Isla Malpelo, der sich etwa 300 Meter über dem Meeresspiegel erhebt, bietet eine beeindruckende vulkanische Landschaft und einen Aussichtspunkt auf das zerklüftete Gelände der Insel.

2
Meeresheiligtum und No-Fishing-ZoneEnde des 20. Jahrhunderts eingerichtet

Ein weitläufiges Schutzgebiet für das Meer um Isla Malpelo, das über 850.000 Hektar umfasst und eingerichtet wurde, um die artenreiche Biodiversität zu erhalten – darunter große Populationen von Haien und anderen Meereslebewesen.

3
Tauchspots

Weltbekannte Tauchreviere rund um Isla Malpelo, wie zum Beispiel „El Bajo del Monstruo“, bekannt für häufige Sichtungen von Seidenhaien, Hammerhaien und des seltenen Kleinzahnigen Sandtigersharks – ein Ziel für spezialisierte Tauchexpeditionen.