Lingyin-Tempel

Zhejiang Sheng

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Der Lingyin-Tempel, auch bekannt als Tempel der Einkehr der Seele, ist ein renommiertes Chan-Buddhistkloster nahe Hangzhou in der chinesischen Provinz Zhejiang. Gegründet im Jahr 328 n. Chr. vom indischen Mönch Huili während der Ost-Jin-Dynastie, ist er heute zu einem der bedeutendsten buddhistischen Tempel der Region Jiangnan herangewachsen. Das Kloster liegt in den Wulin-Bergen, einer Gegend, die berühmt ist für religiöse Felsreliefs und Grotten – besonders am Gipfel Feilai Feng mit seinen zahlreichen steinernen Reliefs und Schreinen. Zur Blütezeit unter dem Königreich Wuyue verfügte der Lingyin-Tempel über 18 Pavillons, 72 Hallen und mehr als 1300 Schlafräume, in denen über 3000 Mönche lebten. Obwohl der Tempel im Laufe der Geschichte durch Umbrüche wie die Kulturrevolution zu Schaden kam, wurde er sorgfältig restauriert; viele der heutigen Gebäude stammen aus der späten Qing-Dynastie. Heute ist der Lingyin-Tempel sowohl ein spirituelles als auch ein touristisches Ziel: Er zieht Pilger und Besucher an, die kommen, um die jahrhundertealte Architektur, die heiligen Grotten und die malerische Umgebung zu erkunden. Zu den bemerkenswerten Anlagen gehört die Pagode von Elder Li, in der die Asche seines Gründers ruht, sowie die berühmte Höhle „ein Faden des Himmels“ in der Guanyin-Grotte. Das Lingyin-Feilai-Feng-Areal bietet ein reiches kulturelles Erlebnis mit seinen Pagoden, Pavillons, Brücken und Statuen, die inmitten dicht bewaldeter, bergiger Landschaften liegen.

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Tipp: Besucher werden gebeten, ihre Reise in den Frühjahrs- oder Herbstmonaten zu planen – dann ist das Wetter angenehm und man kann Menschenmassen zu Feiertagen besser vermeiden. Es wird empfohlen, Tickets für das Lingyin-Feilai-Feng-Areal im Voraus zu kaufen, um den Eintritt sicherzustellen. Außerdem sollte man die offizielle Website des Tempels prüfen oder vorab Kontakt aufnehmen, um die aktuellsten Termine für Veranstaltungen und Zeremonien zu erfahren. Ermäßigungen sind unter Umständen für Schüler, Senioren und Gruppen verfügbar. Bequeme Wanderschuhe sind unerlässlich, da das Gelände groß ist und der Untergrund stellenweise uneben.

Interessante Fakten

  • Der Lingyin-Tempel wurde im Jahr 328 n. Chr. vom indischen Mönch Huili gegründet.
  • Der Gipfel Feilai Feng trägt seinen Namen nach der Legende, dass er über Nacht von Indien nach Hangzhou geflogen ist.
  • In den Grotten von Feilai Feng befinden sich über 470 steinerne Reliefs, von denen einige aus der Tang-Dynastie stammen.
  • Die Pagode von Elder Li beherbergt die Asche des Tempelgründers Huili.
  • Während der Kulturrevolution wurde der Tempel durch lokale Bemühungen und Anweisungen von Ministerpräsident Zhou Enlai vor der Zerstörung geschützt.

Geschichte

328

Der Lingyin-Tempel wurde im Jahr 328 n.

Chr.

während der Ost-Jin-Dynastie vom indischen Mönch Huili gegründet.

907

Er erblühte unter dem Königreich Wuyue zwischen 907 und 978 n.

Chr.

und entwickelte sich zu einer großen Klosteranlage mit zahlreichen Hallen und Pavillons.

1127

In der Südlichen Song-Dynastie (1127–1279) wurde der Tempel als einer der zehn wichtigsten Chan-Buddhistentempel anerkannt.

Im Laufe seiner Geschichte wurde der Lingyin-Tempel mindestens sechzehnmal wiederaufgebaut, weil er durch Kriege und politische Unruhen beschädigt wurde.

Während der Kulturrevolution drohte die Zerstörung, doch der Tempel wurde durch lokale Unterstützung gerettet – unter anderem durch Schutzmaßnahmen, die vom Ministerpräsidenten Zhou Enlai angeordnet wurden.

Seitdem wurde er wiederhergestellt und ist bis heute ein bedeutender religiöser und kultureller Ort.

Ortsführer

1
Grotten von Feilai Feng

Ein Kalkstein-Gipfel vor dem Lingyin-Tempel mit über 470 steinernen Reliefs und 153 Schreinen, darunter die Grotten Qinglin, Yuru und Longhong. Die Darstellungen zeigen buddhistische Figuren wie die Drei Heiligen des Westens und stammen aus der Zeit der Tang- bis Ming-Dynastien.

2
Pagode von Elder Li

Eine große Steinpagode nahe dem Eingang des Tempels, in der die Asche von Huili, dem Tempelgründer, aufbewahrt wird. Sie ist ein bedeutendes spirituelles Monument innerhalb der Tempelanlage.

3
Haupt-TempelkomplexSpäte Qing-Dynastie

Der zentrale Bereich mit mehreren Hallen, Pavillons und Schlafräumen – ein Ensemble, das die traditionelle chinesisch-buddhistische Architektur mit aufwendigen Verzierungen, Statuen und zeremoniellen Räumen zeigt. Viele Gebäude sind Restaurierungen aus der späten Qing-Dynastie.

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