Drei Pagoden des Chongsheng-Tempels
Yunnan Sheng
Die Drei Pagoden des Chongsheng-Tempels bilden ein einzigartiges architektonisches Ensemble aus drei voneinander unabhängigen Pagoden, die in Form eines gleichseitigen Dreiecks nahe der Altstadt von Dali in der Provinz Yunnan in China angeordnet sind. Die Pagoden stammen aus dem 9. und 10. Jahrhundert, aus der Zeit der Reiche von Nanzhao und Dali. Sie sind aus Ziegeln errichtet und mit weißem Lehm überzogen – mit einer anmutigen und zugleich würdevollen Stilistik, die in der chinesischen buddhistischen Architektur eher selten ist. Die zentrale und höchste Pagode, die Qianxun-Pagode, ragt 69,6 Meter in die Höhe und hat sechzehn Geschosse; jedes ist mit Schnitzereien verzierter Heiligtümer ausgestattet, in denen Statuen weißer Marmor-Buddhas stehen. Das Innere ist hohl, die Wände sind dick: Dort befinden sich zahlreiche buddhistische Antiquitäten, die während der Restaurierung entdeckt wurden. Die beiden kleineren „Geschwister“-Pagoden, die etwa ein Jahrhundert später entstanden, sind massiv, achteckig und 42,19 Meter hoch; jede besitzt zehn Geschosse mit Buddha-Heiligtümern. Zum Gelände gehört außerdem der Reflektions-Teich (Reflection Pond), der die Pagoden wunderschön gespiegelt zeigt. Historisch bedeutend als kaiserliche Tempelanlage haben die Drei Pagoden Naturkatastrophen wie Erdbeben und Brände überstanden und sind bis heute ein Symbol für Beständigkeit und spirituelle Bedeutung. Der nahegelegene Chongsheng-Tempel wurde nach seiner Zerstörung wiederaufgebaut und steigert damit den kulturellen und religiösen Wert des Ortes. Die elegante Symmetrie der Pagoden und die historischen Fundstücke machen sie zu einem absoluten Muss und zu einem nationalen Schatz in China.
Planen Sie Ihre Reise nach China mit KI
Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.
Tipp: Besucher sollten idealerweise in den Monaten Frühling und Herbst kommen – das Wetter ist angenehm und die Sicht ist klarer. Wenn man Tickets im Voraus kauft, lassen sich vor allem in der Hochsaison Wartezeiten vermeiden. Vor Ort gibt es Ermäßigungen für Schüler, Senioren und Gruppen. Bequeme Wanderschuhe empfiehlt sich, um das Gelände und den Bereich um den Reflektions-Teich gründlich zu erkunden. Geführte Touren werden angeboten und vertiefen das Verständnis für Geschichte und Architektur der Pagoden.
Interessante Fakten
- •Die zentrale Qianxun-Pagode zählt zu den höchsten antiken Pagoden in China und ist 69,6 Meter hoch.
- •Bei der Restaurierung im Jahr 1978 wurden mehr als 700 buddhistische Antiquitäten entdeckt – darunter Skulpturen aus Gold, Silber, Holz und Kristall – im Inneren der zentralen Pagode.
- •Die Drei Pagoden sind in einem gleichseitigen Dreieck angeordnet – ein einzigartiges Layout in der chinesischen buddhistischen Architektur.
- •Der Reflection Pond hinter den Pagoden ist berühmt für seine Spiegelungen und sorgt so für eine besonders malerische Szene.
- •Die Pagoden haben mehrere große Erdbeben überstanden, darunter ein verheerendes Beben im Jahr 1925, das den Großteil der Stadt Dali zerstörte, die Pagoden jedoch unbeschädigt ließ.
Geschichte
Die Drei Pagoden wurden ab dem 9.
Jahrhundert auf Geheiß von König Quan Fengyou des Reiches Nanzhao errichtet.
Die Hauptpagode, die Qianxun-Pagode, entstand zwischen 823 und 840 n.
Chr.
Die beiden kleineren Pagoden kamen etwa ein Jahrhundert später hinzu.
Ursprünglich Teil des kaiserlichen Chongsheng-Tempelkomplexes wurden die Pagoden aus glückverheißenden Gründen gebaut – unter anderem aufgrund lokaler Vorstellungen, die darauf abzielten, Drachen von Naturkatastrophen fernzuhalten.
Über die Jahrhunderte haben die Pagoden zahlreiche Erdbeben, Brände und andere Unglücke überstanden, darunter ein bemerkenswertes Erdbeben im Jahr 1515: Dabei wurde die Qianxun-Pagode vorübergehend beschädigt, blieb jedoch auch nach den Nachbeben intakt.
Der Tempel selbst wurde in der Qing-Dynastie zerstört und später im Jahr 2005 wiederaufgebaut.
Die Widerstandskraft der Pagoden hat sie in der Region zu einem Symbol für kulturelles Durchhaltevermögen gemacht.
Ortsführer
Qianxun-Pagode823-840 CE
Die zentrale und höchste Pagode, erbaut zwischen 823 und 840 n. Chr., ist quadratisch und hat sechzehn Geschosse. Jedes Geschoss besitzt geschnitzte Heiligtümer mit Statuen weißer Marmor-Buddhas. Bis zum achten Geschoss ist das Innere hohl; die dicken Wände beherbergen buddhistische Reliquien, die während der Restaurierung entdeckt wurden.
Zwei kleinere PagodenApproximately 10th century
Im Nordwesten und Südwesten der Qianxun-Pagode gelegen, haben diese beiden achteckigen Pagoden jeweils zehn Geschosse und erreichen eine Höhe von 42,19 Metern. Es handelt sich um massive Bauwerke mit Buddha-Heiligtümern auf jeder Seite in jedem Geschoss.
Reflektions-Teich (Juying-Pond)
Ein malerischer Teich hinter den Pagoden, der dafür bekannt ist, die Bilder der Drei Pagoden zu spiegeln – das verstärkt die visuelle Wirkung des Ortes und sorgt für hervorragende Fotomöglichkeiten.
Kontakt
Telefon: 0872 266 6346