Reisterrassen von Yuanyang

Yunnan Sheng

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Die Reisterrassen von Yuanyang im Honghe Hani- und Yi-Autonomen Bezirk der Provinz Yunnan in China sind ein außergewöhnliches Beispiel für traditionelle Reisfeldkultur, die mit einem nachhaltigen ökologischen System verbunden ist. In die steilen Berghänge der Ailao-Berge und an das südliche Ufer des Roten Flusses gehauen, erstrecken sich die Terrassen über eine Fläche von etwa 16.603 Hektar. Die Terrassen werden seit über 1300 Jahren ununterbrochen von der Ethnie der Hani gepflegt und bewirtschaftet. Dabei entstand ein komplexes Bewässerungssystem, das Wasser von den bewaldeten Gipfeln hinab zu den darunterliegenden Reisfeldern leitet. Diese vertikale Landschaft vereint Wald, Dörfer, Terrassen und Wassersysteme zu einem harmonischen und nachhaltigen kulturellen Ökosystem. Die Region umfasst mehr als 3000 terrassierte Stufen und 82 Dörfer, in denen die lokalen Gemeinschaften roten Reis anbauen und Nutztiere halten – und so ihre einzigartigen kulturellen, religiösen und politischen Traditionen bewahren. Die Reisterrassen sind nicht nur ein atemberaubendes Naturphänomen, sondern auch ein lebendiges Kultur­erbe, das die enge Verbindung der Menschen mit ihrer Umwelt widerspiegelt. 2013 wurden die Reisterrassen von Yuanyang in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen – als Anerkennung ihres außergewöhnlichen universellen Werts als Kulturlandschaft.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Reisterrassen von Yuanyang ist während der Pflanzsaison im Frühling oder zur Erntezeit im Herbst: Dann stehen die Terrassen voller Wasser oder zeigen goldene Reisbestände und bieten spektakuläre Spiegelungen und Farbtöne. In der Hochsaison sollten Besucher ihre Tickets am besten im Voraus kaufen, um den Zugang sicherzustellen. Lokale Gästehäuser in den Dörfern bieten authentische kulturelle Erlebnisse. Gegebenenfalls gibt es bescheidene Rabatte für Studierende und Seniorinnen bzw. Senioren. Rechnen Sie mit gebirgigem Gelände und wechselhaften Wetterbedingungen und respektieren Sie während Ihres Aufenthalts die lokalen Bräuche sowie die landwirtschaftlichen Tätigkeiten.

Interessante Fakten

  • Die Terrassen umfassen mehr als 3000 Stufen, die in steile Berghänge gehauen wurden.
  • Das Bewässerungssystem nutzt Sandsteinkanäle, um Wasser von den Wäldern zu den Reisfeldern zu leiten.
  • Die Anbaumethoden der Hani haben die Biodiversität erhalten und Erosion des Bodens seit über einem Jahrtausend verhindert.
  • Die Kulturlandschaft vereint vier zentrale Elemente: Wald, Dörfer, Terrassen und Wassersysteme.
  • Das Gebiet umfasst 82 Dörfer, in denen jeweils etwa 50 bis 100 Haushalte traditionelle Lebensweisen pflegen.

Geschichte

1300

Die Reisterrassen von Yuanyang reichen etwa 1300 Jahre zurück.

Entwickelt wurden sie von den Hani, die in die Region zuwanderten und sich an die schwierige Berglandschaft anpassten.

Über Jahrhunderte errichteten die Hani ein ausgeklügeltes System des Terrassen-Reisanbaus, das durch ein komplexes Netz aus Bewässerungskanälen unterstützt wurde, die aus Sandstein gebaut sind.

Dieses System ermöglichte nachhaltige Landwirtschaft und Wassermanagement – entscheidend für das Überleben ihrer Gemeinschaften.

Die Terrassen werden über Generationen hinweg kontinuierlich bewirtschaftet, was die harmonische Beziehung der Hani zur Natur und ihre kulturelle Widerstandskraft widerspiegelt.

2013

2013 wurden die Terrassen offiziell als nationale, besonders schützenswerte Kulturerbestätte in China anerkannt und später als UNESCO-Welterbestätte als kulturelle Landschaft eingetragen – ein Zeichen für ihre historische und kulturelle Bedeutung.

Ortsführer

1
Terrassen-Reisfelder

Die Hauptattraktion: Diese weitläufigen Reisterrassen sind in die Berge gehauen und zeigen komplizierte Muster, die das Licht bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang besonders schön widerspiegeln.

2
BewässerungskanalsystemAlt, über Jahrhunderte entwickelt
Hani people

Ein ausgeklügeltes Netz aus Sandsteinkanälen und Wasserspeichersystemen, das Wasser zu den Terrassen bringt – entscheidend für den Reisanbau und das ökologische Gleichgewicht.

3
Hani-Dörfer

Traditionelle Dörfer in Höhenlagen zwischen 1400 und 2000 Metern, in denen die Hani in Häusern aus Stein und Erde leben und ihre kulturellen Bräuche pflegen.