Jokhang
Xizang Zizhiqu
Der Jokhang-Tempel liegt mitten in der Altstadt von Lhasa und ist die bedeutendste religiöse Stätte des tibetischen Buddhismus. Der im 7. Jahrhundert während des Tibetischen Kaiserreichs unter König Songtsen Gampo gegründet wurde, wurde er errichtet, um eine heilige Statue des jungen Shakyamuni-Buddhas aufzunehmen, die von einer nepalesischen Prinzessin nach Tibet gebracht wurde. Die Architektur des Tempels vereint auf einzigartige Weise tibetische, tang-chinesische, nepalesische und indische Einflüsse und ist ein wegweisendes Beispiel tibetischer Religionsarchitektur. Über Jahrhunderte hinweg war der Jokhang das spirituelle Zentrum sämtlicher Schulen des tibetischen Buddhismus sowie der politisch-religiöse Mittelpunkt Tibets. Wichtige Zeremonien wie die Auswahl der wiedergeborenen Lamas per Golden Urn (Goldene Urne) fanden hier statt. Der Tempel nimmt eine zentrale Stellung in der tibetischen Kultur und im gesellschaftlichen Leben ein; die rundherum verlaufende Barkhor Street bildet dabei eine Pilgerroute. Obwohl der Tempel in der Kulturrevolution Schäden erlitt, wurde er im späten 20. Jahrhundert wiederhergestellt und ist bis heute in Betrieb – mit unschätzbaren Zeugnissen und Kunstwerken. Grundriss und Anlage des Jokhang – inspiriert vom Mandala – sowie mehrere Hallen, die bedeutenden Persönlichkeiten gewidmet sind, spiegeln die tibetische Kosmologie und religiöse Tradition wider. Sein Status als UNESCO-Welterbestätte im Rahmen des Potala-Palast-Komplexes unterstreicht die weltweite kulturelle Bedeutung.
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Tipp: Die beste Zeit, um den Jokhang zu besuchen, ist am frühen Morgen oder am späten Nachmittag: So entgeht man den meisten Menschenmengen und kann die ruhige Atmosphäre genießen. Besucher sollten besonders in den Zeiten hoher Pilgerandrang nach Möglichkeit Tickets im Voraus kaufen. Empfohlen wird eine eher schlichte, respektvolle Kleidung, die den lokalen Gepflogenheiten entspricht. Fotografieren im Tempel ist in der Regel nicht erlaubt. Der Tempel bietet ermäßigten Eintritt für Senioren und Studierende. Rechnen Sie mit Sicherheitskontrollen und an Festtagen mit möglicher Wartezeit in Schlangen. Die Barkhor Street rund um den Tempel bietet Geschäfte und lokales Flair – ideal, um nach dem Tempelbesuch noch weiter zu schlendern.
Interessante Fakten
- •Der Jokhang-Tempel beherbergt eine Statue des Shakyamuni-Buddhas in seiner 12-jährigen Form, die von Prinzessin Wencheng aus der Tang-Dynastie gebracht wurde.
- •Der Grundriss des Tempels spiegelt das buddhistische Mandala wider, das das Universum darstellt: Der Haupthof ist nach Osten ausgerichtet, dazu kommen mehrere Neben-Kapellen.
- •Während der Kulturrevolution wurde der Tempel schwer beschädigt und in einen Schweinestall umgewandelt, während Mönche vom Gottesdienst ausgeschlossen waren.
- •Die Barkhor Street rund um den Jokhang bildet eine traditionelle Pilgerstrecke für tibetische Buddhisten.
- •Die Lotterie-Zeremonie zur Auswahl hoher Lamas (Golden Urn) fand historisch im Jokhang statt.
- •Der Jokhang ist der älteste und wichtigste Tempel in Tibet und gilt als das spirituelle Herz von Lhasa.
Geschichte
Der Jokhang-Tempel wurde im 7.
Jahrhundert von König Songtsen Gampo als Teil der frühen buddhistischen Grundlage Tibets gegründet.
Ursprünglich diente er dazu, eine Statue des jungen Shakyamuni-Buddhas aufzunehmen, die von einer nepalesischen Prinzessin gebracht worden war – ein Symbol für die Einführung des Buddhismus in Tibet.
In den folgenden Dynastien wurde der Tempel erweitert und renoviert, bis er zum spirituellen und politischen Zentrum des tibetischen Buddhismus wurde.
Während der Kulturrevolution in den 1960er-Jahren erlitt der Jokhang schwere Schäden und wurde als Schweinestall zweckentfremdet; die Wiederaufnahme der Restaurierungsarbeiten begann jedoch in den 1970er-Jahren.
Die Wiedereröffnung des Tempels und die Wiedereinsetzung religiöser Aktivitäten erfolgten bis 1980.
Im Jahr 2000 wurde der Jokhang als UNESCO-Welterbestätte im Rahmen des Potala-Palast-Komplexes ausgewiesen.
Ein Brand im Jahr 2018 verursachte Schäden an Teilen des Tempels, doch es gingen weder Kunstgegenstände noch Menschenleben verloren, und er öffnete schnell wieder für die Öffentlichkeit.
Ortsführer
Haupthalle (Shakyamuni-Buddha-Halle)7th century
Die zentrale Gebetshalle beherbergt die verehrte Statue des 12-jährigen Shakyamuni-Buddhas – das spirituelle Herzstück des Tempels. In der Halle finden sich aufwendige Holzschnitzereien und Wandmalereien, die tibetische und tang-chinesische Stile widerspiegeln.
Tsongkhapa-Halle1409
Diese Halle ist Tsongkhapa gewidmet, dem Begründer der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus. Hier befinden sich Statuen und Reliquien, die sein Vermächtnis ehren.
Barkhor-Pilgerroute
Die ringförmige Straße rund um den Jokhang, auf der Pilger kora durchführen (rituelles Umrunden). Unterwegs besuchen sie kleine Schreine und Gebetsmühlen.
Kontakt
Telefon: 0891 633 6858