Tempel des Konfuzius in Qufu
Shandong Sheng
Der Konfuziustempel in Qufu in der Provinz Shandong ist der größte Konfuziustempel in Ostasien. Er erstreckt sich über 16.000 Quadratmeter und umfasst 460 Räume. Kurz nach dem Tod des Konfuzius gegründet, wurde er mehrfach erweitert und neu aufgebaut – und spiegelt dabei architektonische Stile wider, die an die Verbotene Stadt erinnern. Die Tempelanlage besteht aus neun Höfen, die entlang einer 1,3 km langen Achse von Norden nach Süden angeordnet sind. Zu sehen sind kaiserlich-gelbe Dachziegel und rote Mauern. Zu den wichtigsten Bauwerken gehören das Lingxing Gate, die Dacheng Hall (Halle der Großen Vollkommenheit) und die Kuiwen Hall. Die Dacheng Hall als Herzstück der Anlage wird von 28 kunstvoll geschnitzten Säulen getragen und war der zentrale Ort für Opfergaben an Konfuzius. Der Tempel gehört zum UNESCO-Welterbe „Temple and Cemetery of Confucius and the Kong Family Mansion in Qufu“ und wird gemeinsam als San Kong bezeichnet. Er steht stellvertretend für die anhaltende kulturelle und historische Bedeutung des Konfuzianismus in China.
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Tipp: Am besten besuchen Sie den Tempel im Frühling oder Herbst, wenn das Wetter angenehm ist und die drückende Sommerhitze auf ein Minimum reduziert wird. Aufgrund der großen Beliebtheit empfiehlt es sich, Tickets im Voraus zu kaufen. Geführte Touren helfen dabei, den historischen und architektonischen Reichtum der Anlage wirklich zu erfassen. Je nach Angebot können Ermäßigungen für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen verfügbar sein. Planen Sie ausreichend Zeit ein, um die weitläufigen Anlagen und die dazugehörigen Sehenswürdigkeiten in Qufu zu erkunden – etwa die Kong Family Mansion und den Friedhof des Konfuzius.
Interessante Fakten
- •Die Tempelanlage erstreckt sich über 16.000 Quadratmeter und umfasst 460 Räume.
- •Die Dacheng Hall hat 28 mächtige Säulen, die aus einstückigem lokalem Gestein geschnitzt sind, mit Drachen-Dekorationen an den vorderen Säulen.
- •Historisch gesehen besuchten Kaiser Qufu, um Konfuzius ihre Ehrerbietung zu erweisen: 12 Kaiser machten dabei 20 persönliche Besuche.
- •Die Architektur des Tempels ähnelt der der Verbotenen Stadt, da es während der Ming-Dynastie Renovierungen gab.
- •Der Tempel gehört zum UNESCO-Welterbe „Temple and Cemetery of Confucius and the Kong Family Mansion in Qufu“, das gemeinsam als San Kong bekannt ist.
Geschichte
Der Konfuziustempel wurde innerhalb von zwei Jahren nach dem Tod des Konfuzius durch den Herzog von Lu geweiht.
Kaiser Gao von Han begann 205 v.
Chr.
mit kaiserlichen Opferhandlungen – eine Tradition, der viele Kaiser folgten, wenn sie nach Qufu kamen, um Konfuzius zu ehren.
In der Song-Dynastie erfuhr der Tempel bedeutende Erweiterungen und entwickelte sich zu einem Komplex mit über 400 Räumen.
1214 und 1499 wurde er durch Brände zerstört, doch jedes Mal wiederhergestellt; das heutige Ausmaß geht auf die Ming-Dynastie zurück.
Der Tempel wurde mehrfach renoviert, repariert und restauriert, darunter auch Schäden während der Kulturrevolution.
Seine Architektur ist von der Verbotenen Stadt beeinflusst und spiegelt damit die kaiserliche Bedeutung wider.
Ortsführer
Lingxing Gate
Das südlichste Tor, das nach einem Stern benannt ist – in der Großen-Bär-Konstellation gelegen. Es symbolisiert Konfuzius als himmlischen Stern. Es dient als Eingang zur Tempelanlage.
Dacheng Hall (Halle der Großen Vollkommenheit)Qing-Dynastie (aktuelle Anlage)
Das architektonische Zentrum des Tempels: 54 mal 34 Meter groß und fast 32 Meter hoch. Es besitzt 28 reich verzierte Säulen, darunter Drachenmotive, und diente als Hauptsaal für Opfergaben an Konfuzius.
Kuiwen Hall1018
Die 1018 errichtete Halle wurde 1504 und 1985 restauriert. Sie gehört zum gelehrten Erbe der Tempelanlage und beherbergt wichtige kulturelle Relikte.
Thirteen Stele Pavilions
Eine Reihe von Pavillons, in denen wichtige Stele(n) untergebracht sind, die an Konfuzius und historische Ereignisse im Zusammenhang mit dem Tempel erinnern.
Xing Tan Pavilion (Apricot Platform)
Ein Pavillon, der mit den Lehren des Konfuzianismus und Zeremonien in Verbindung steht. Er ist nach dem Aprikosenbaum benannt, unter dem Konfuzius Berichten zufolge unterrichtete.
Kontakt
Telefon: 0537 448 6500