Yalu-Fluss: Zerbrochene Brücke
Liaoning Sheng
Die Yalu-Fluss-Zerbrochene Brücke in Dandong in der Provinz Liaoning, China, ist eine historisch bedeutende Eisenbahnbrücke, die ursprünglich 1911 vom Japanischen Kaiserreich errichtet wurde. Sie war die erste Brücke, die den Yalu-Fluss überspannte, und verband die chinesische Stadt Dandong mit Sinuiju im heutigen Nordkorea. Die Brücke spielte eine entscheidende Rolle dabei, das von Japan kontrollierte Korea an das eurasische Eisenbahnnetz anzubinden und den Transport von Busan nach Europa zu erleichtern. Die ursprüngliche Konstruktion bestand aus zwölf Stahlfachwerk-Einspannungen, darunter einer Schwenkspannweite, die es ermöglichte, dass auch hohe Schiffe passieren konnten. Während des Koreakriegs beschädigten amerikanische Bombardements acht Spannweiten auf der nordkoreanischen Seite schwer; diese wurden später abgebaut, sodass nur vier Spannweiten auf der chinesischen Seite verblieben. Diese erhaltenen Spannweiten wurden seit 1993 als historisches Areal und Aussichtspunkt bewahrt und umgewandelt – so können Besucher einen Teil des Weges über den Fluss gehen und in Richtung Nordkorea blicken. An der Brücke sind die sichtbaren Kriegsschäden zu erkennen; sie ist damit eine eindrückliche Erinnerung an den Konflikt. Die Brücke ist als „Major National Historical and Cultural Site of China“ ausgewiesen und zieht Touristen an, die sich für Geschichte und Geopolitik interessieren.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Yalu-Fluss-Zerbrochenen Brücke ist im Frühling und im Herbst, wenn das Wetter mild ist. Besucher sollten in der Hauptsaison Tickets am besten im Voraus kaufen. Der Aussichtspunkt bietet einzigartige Perspektiven auf Nordkorea gegenüber des Flusses – deshalb wird empfohlen, Ferngläser mitzubringen. Es fallen moderate Eintrittsgebühren an, mit möglichen Ermäßigungen für Studierende und Senioren. Geführte Touren werden angeboten, um den historischen Kontext zu vermitteln und das Besuchserlebnis zu bereichern.
Interessante Fakten
- •Die Brücke war ursprünglich 944,2 Meter lang und hatte 12 Spannweiten, darunter eine Schwenkspannweite, damit Schiffe passieren können.
- •Sie war die erste Brücke, die Korea mit dem eurasischen Eisenbahnnetz verband und so Busan mit Calais per Bahn verknüpfte.
- •Während des Koreakriegs wurde die Brücke 1950 von über 100 B-29-Bombern stark bombardiert.
- •Die verbleibenden vier Spannweiten auf der chinesischen Seite zeigen sichtbare Splitterspuren und Kriegsschäden.
- •1993 wurde die Brücke in einen touristischen Aussichtspunkt umgewandelt, sodass Besucher Nordkorea über den Yalu-Fluss hinweg sehen können.
Geschichte
Die Yalu-Fluss-Zerbrochene Brücke wurde 1911 vom Japanischen Kaiserreich gebaut.
Sie war die erste Brücke über den Yalu-Fluss und verband das von Japan kontrollierte Korea mit China.
Während des Koreakriegs (1950–1953) bombardierte die United States Air Force die Brücke mehrfach, um die Truppenbewegungen Chinas zu stören, und beschädigte die Spannweiten auf der koreanischen Seite schwer.
Nach dem Krieg baute Nordkorea den beschädigten Abschnitt ab, während China die verbleibenden vier Spannweiten erhielt.
1988 wurde die Brücke von Dandong als kommunales Kulturerbe deklariert, und 1993 wurde sie renoviert und als touristische Attraktion mit Gehweg und Aussichtspunkt eröffnet.
Ortsführer
Verbleibende Brückenspannen und Gehweg1911
Die erhaltenen vier Spannweiten auf der chinesischen Seite des Yalu-Flusses bilden einen Gehweg und Aussichtspunkt, von dem aus Besucher über den Fluss hinausgehen und die nordkoreanische Seite beobachten können.