
Jingpo-See
Heilongjiang Sheng
Der Jingpo-See liegt im Kreis Ningan der chinesischen Provinz Heilongjiang und ist eine bemerkenswerte Naturformation, die sich vor etwa 10.000 Jahren durch Vulkanausbrüche bildete, welche den Fluss Mudan blockierten. Er erstreckt sich 45 Kilometer von Nord nach Süd und bis zu 6 Kilometer in der Breite; die Wasserfläche beträgt 95 Quadratkilometer bei einer maximalen Tiefe von 62 Metern. Der See gilt als größter alpiner Lavadeich-See in China und hat in seiner Geschichte fünf Vulkanausbrüche erlebt. Zu seinen besonderen thermischen Eigenschaften gehört, dass die Wassertemperatur am Seegrund ganzjährig konstant über 10 °C liegt – trotz der rauen Winter in der Region, in denen es unter -20 °C fällt. Die landschaftliche Umgebung des Sees umfasst den Diaoshuilou-Wasserfall, eine markante Sehenswürdigkeit, die sich je nach Jahreszeit deutlich verändert. Seine vulkanische Herkunft und natürliche Schönheit machen den Jingpo-See zu einem bedeutenden geologischen und ökologischen Wahrzeichen der Region: Hier erhalten Besucher einen Eindruck von den dynamischen Erdprozessen und den stillen Landschaften im Nordosten Chinas.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Jingpo-Sees sind die Sommermonate, wenn das Wetter mild ist und der Diaoshuilou-Wasserfall in seiner eindrucksvollsten Form erscheint. Im Winter sieht man einen gefrorenen See und Wasserfall – eine einzigartige Perspektive, die aber eine gute Vorbereitung auf extrem kalte Temperaturen erfordert. In der Hochsaison empfiehlt es sich, die Unterkunft im Voraus zu buchen und die lokalen Bedingungen in Bezug auf die Erreichbarkeit zu prüfen. Wer möchte, kann von geführten Touren profitieren, die tiefere Einblicke in die vulkanische Geschichte des Sees und die umliegenden Natursehenswürdigkeiten geben. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen für Gruppen und Senioren – daher vor Ort nachfragen.
Interessante Fakten
- •Der Jingpo-See ist der größte alpine Lavadeich-See in China.
- •Der See entstand vor etwa 10.000 Jahren durch vulkanische Lavaflüsse, die den Fluss Mudan blockierten.
- •Trotz harter Winter mit Temperaturen unter -20 °C bleibt die Wassertemperatur am Seegrund ganzjährig über 10 °C.
- •In seiner Geschichte hat der Jingpo-See fünf Vulkanausbrüche erlebt.
- •Ein großer Kohlenwasserstoff-See auf Saturns Mond Titan, Jingpo Lacus, ist nach dem Jingpo-See benannt.
Geschichte
Der Jingpo-See entstand vor etwa 10.000 Jahren, als vulkanische Lavaflüsse von Ausbrüchen im Wanda-Gebirge den Fluss Mudan blockierten und so eine natürliche Staumauer bildeten.
Im Laufe der Zeit erlebte der See fünf Vulkanausbrüche, die seine einzigartigen geologischen Merkmale prägten.
Historisch war er unter mehreren Namen bekannt, darunter Meituohu und Huhanhai-See, und seine vulkanische Entstehung wurde schon lange als Besonderheit erkannt.
Durch seine Entstehung gilt der See als größter alpiner Lavadeich-See in China – ein Spiegelbild der dynamischen vulkanischen Aktivität der Region in den Epochen des späten Pleistozäns und des Holozäns.
Ortsführer
Diaoshuilou-Wasserfall
Ein spektakulärer Wasserfall an der Ausflussstelle des Sees, bekannt für seinen 20-Meter-Fall und seine beeindruckenden saisonalen Veränderungen – besonders lebendig im Sommer und im Winter einzigartig vereist.