Qilou Old Street
Hainan Sheng
Die Qilou Old Street ist eine historische Einkaufsstraße in Hainan Sheng, China, bekannt für ihre markanten Tong-lau- bzw. Qilou-Gebäude. Dabei handelt es sich um traditionelle Mietwohngebäude, die Wohnen und Handel miteinander verbinden. Typisch sind Arkaden oder Kolonnaden, die den Fußgängern überdachte Wege bieten. Die Architektur zeigt eine Mischung aus chinesischen und europäischen Einflüssen – besonders im Edwardian- und im Bauhaus-Stil – und umfasst Details wie Granitbrüstungen, dekorative Urnen und Holzfußböden. Tong-lau-Gebäude waren meist zwei bis vier Stockwerke hoch: Im Erdgeschoss befanden sich oft Läden, darüber lagen die Wohnungen. Der Qilou-Stil, dessen Name so viel wie „Reitendes Gebäude“ bedeutet, zeichnet sich durch vorkragende obere Etagen aus, die auf Säulen abgestützt sind – so entstehen überdachte Gehwege, die die lebendige Atmosphäre der Straße noch verstärken. Die meisten Gebäude entlang der Qilou Old Street stammen aus dem frühen 20. Jahrhundert, besonders aus den 1930er-Jahren, also aus der Zeit vor dem Sino-Japanischen Krieg. Bis heute ist die Straße ein lebendiges Kultur- und Handelszentrum: Sie bewahrt das architektonische Erbe Südchinas und bietet Besuchern einen einzigartigen Einblick in die Stadtgeschichte und den Alltag der Region.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Qilou Old Street ist am Morgen oder am späten Nachmittag, wenn es kühler ist und die Straßen besonders lebendig wirken. Besucher sollten die Arkaden erkunden, um die Architektur zu bewundern und gleichzeitig im Schatten zu bleiben. Tickets oder Eintritte sind in der Regel nicht erforderlich, dennoch ist es ratsam, nach lokalen Veranstaltungen oder Festen Ausschau zu halten, die das Erlebnis bereichern könnten. Für Gruppen-Touren oder kulturelle Events können Rabatte verfügbar sein. Aufgrund der Länge der Straße und ihrer Ausrichtung auf Fußgänger werden bequeme Wanderschuhe empfohlen.
Interessante Fakten
- •Der Begriff „Qilou“ bedeutet „Reitendes Gebäude“ und beschreibt, wie die oberen Etagen über die Gehwege ragen und auf Säulen abgestützt sind.
- •Die Qilou-Architektur verbindet traditionelle chinesische Designs mit europäischen Einflüssen im Edwardian- und Bauhaus-Stil.
- •Die meisten Qilou-Gebäude in Südchina wurden in den 1930er-Jahren errichtet – also vor den Störungen durch den Krieg.
- •Die Arkaden bieten überdachte Gehwege – ein praktisches Design für tropische Klimazonen, das Fußgänger vor Sonne und Regen schützt.
Geschichte
Die Tong-lau-Gebäude der Qilou Old Street entstanden im frühen 20.
Jahrhundert – geprägt durch traditionelle Wohnhäuser aus Südchina sowie durch Shophouses in Südostasien.
Der Begriff „Qilou“ bezeichnet den charakteristischen, arkadengesäumten Stil, der sich in den Provinzen Guangdong und Hainan entwickelte; die meisten Bauwerke wurden in den 1930er-Jahren errichtet.
Anfangs waren die Gebäude auf vier Stockwerke begrenzt, um Licht und Belüftung zu gewährleisten.
So verbanden sich im Erdgeschoss Geschäftsflächen mit Wohnbereichen in den oberen Etagen.
Der Ausbruch des Sino-Japanischen Krieges bremste viele Neubauten aus, wodurch der historische Charakter der Straße erhalten blieb.
Im Laufe der Zeit hat die Qilou Old Street ihr architektonisches Erbe trotz des Drucks durch die städtische Entwicklung weitgehend bewahrt.
Ortsführer
Arkaden-Gehwege1930s
Die überdachten Kolonnaden bzw. Arkaden, die sich entlang der Straße erstrecken, bieten schattige Fußwege und sind ein markantes architektonisches Merkmal der Qilou-Gebäude.
Wohn- und GeschäftsflächenEarly 20th century
Typische Tong-lau-Gebäude haben im Erdgeschoss Läden, darüber liegen Wohnapartments – ein Spiegel der gemischt genutzten Lebensweise in der Stadt.
Architektonische DetailsEarly 20th century
Zu den Merkmalen zählen Granitbrüstungen, dekorative Urnen auf den Dächern, Holzfußböden sowie Holzfenster im französischen Stil – eine gelungene Mischung aus chinesischen und europäischen Einflüssen.