Chen-Clan-Ahnenhalle

Chen-Clan-Ahnenhalle

Guangdong Sheng

85/10090 min

Die Chen-Clan-Ahnenhalle, auch bekannt als Chen-Clan-Akademie, ist ein historischer akademischer Tempel in Guangzhou in der Provinz Guangdong, China. Er wurde 1894 in der Qing-Dynastie von 72 Chen-Clans errichtet und diente ursprünglich als Unterkunft sowie als Lernstätte für die jüngeren Clanmitglieder, die sich auf die kaiserlichen Prüfungen vorbereiteten. Die gesamte Anlage umfasst 13.200 Quadratmeter und besteht aus 19 Gebäuden, die symmetrisch entlang einer Nord-Süd-Achse angeordnet sind – darunter neun Hallen und sechs Höfe. Architekturisch steht sie für den traditionellen Stil Südchinas: Mit aufwendigen Verzierungen aus Holz, Stein und Ziegeln sowie mit Töpfer-, Putz- und Eisenreliefs, die Blumen, Vögel, kantonesische Früchte und Szenen aus traditionellem Theater zeigen. Zu den wichtigsten Bauten zählen der Hauptzugang mit seinem prächtigen Tor und den Steintrommeln, die Versammlungshalle für Clanversammlungen und kultische Handlungen sowie die Hintere Halle mit den Gedenktafeln für die Ahnen. Nachdem die kaiserlichen Prüfungen 1905 abgeschafft wurden, wurde der Ort als praktische Schule genutzt und später in das Guangdong Folk Art Museum umgewandelt – mit dem Ziel, eine große Sammlung südchinesischer Volkskunst zu bewahren. Die Halle wurde 1988 zum Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung erklärt und ist bis heute ein herausragendes Beispiel für chinesisches architektonisches Erbe und Kulturgeschichte.

Planen Sie Ihre Reise nach China mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Chen-Clan-Ahnenhalle sind Wochentage, um Menschenmengen am Wochenende zu vermeiden. Besucher sollten besonders in den Ferien Eintrittskarten im Voraus kaufen, um sicher eintreten zu können. Vor Ort gibt es Ermäßigungen für Schüler und Senioren. Wenn Sie das Museum mit einer geführten Tour erkunden, gewinnen Sie ein noch besseres Verständnis für die detailreiche Kunst und den historischen Kontext. Die nahegelegene Metrostation „Chen Clan Academy“ bietet eine bequeme Anbindung.

Interessante Fakten

  • Die Anlage der Chen-Clan-Ahnenhalle umfasst 19 Gebäude mit neun Hallen und sechs Höfen, die symmetrisch entlang einer Nord-Süd-Achse angeordnet sind.
  • In der Halle befindet sich eine umfangreiche Sammlung südchinesischer Volkskunst, darunter Holz-, Stein- und Ziegelreliefs, Töpferwaren, Putz und Eisenreliefs.
  • Während der Kulturrevolution bewahrten lokale Beamte die Kunstwerke der Halle mit einer cleveren Maßnahme: Sie richteten eine Druckerei ein, um sie vor der Zerstörung zu schützen.
  • Das Tor des Hauptzugangs zeigt farbenfrohe Gemälde von Flussgöttern und wird von zwei 2,25 Meter hohen Steintrommeln flankiert.
  • Die Versammlungshalle enthält zwölf geschnitzte Klappschirme sowie eine steinerne Laube, die von Steinbrüstungen umgeben ist.

Geschichte

1894

Die Chen-Clan-Ahnenhalle wurde 1894 in der späten Qing-Dynastie errichtet.

Finanziert wurde sie durch Spenden von Chen-Clansmitgliedern aus der Region sowie aus dem Ausland.

Ursprünglich diente sie als akademischer Tempel und als Unterkunft für die Clanmitglieder, die sich auf die kaiserlichen Prüfungen vorbereiteten.

1905

Nachdem die Prüfungen 1905 abgeschafft worden waren, ging die Halle in eine praktische Schule für den Chen-Clan über.

Mitte des 20.

Jahrhunderts benannte die Stadtregierung von Guangzhou die Anlage als geschützten Kulturerbeort und richtete darin eine Galerie für Volkskünste ein.

Während der Kulturrevolution schützten lokale Beamte die Kunstwerke, indem sie einen Teil des Gebäudes als Druckerei umfunktionierten.

Heute ist die Halle das Guangdong Folk Art Museum und bewahrt wichtige Kulturdenkmäler.

Ortsführer

1
Hauptzugang1894

Das Haupttor der Anlage ist 27,56 Meter breit und 14,91 Meter tief und mit floralen sowie figürlichen Schnitzereien verziert. Es besitzt eine Tafel mit der Inschrift „Chen Clan Academy“ und wird von einem Paar großer Steintrommeln sowie Steinmatten bewacht. Das Tor ist außerdem mit farbenfrohen Gemälden von Flussgöttern geschmückt; im Inneren befinden sich vier doppelseitige, eingravierte Schirme.

2
Versammlungshalle1894

Einst war sie eine Versammlungs- und Kultstätte für die Clanmitglieder der Chen. Die Halle ist 27,84 Meter breit und 16,7 Meter tief. Die Halle enthält 21 Hauptbalken sowie sechs geschnitzte Steinsäulen. Vor der Halle steht eine steinerne Laube mit Brüstungen; im Inneren befinden sich zwölf eingravierte Klappschirme. Die Töpferfiguren auf den Balken wurden 1981 renoviert.

3
Hintere Halle1894

Die Halle diente als Ort der Ahnenverehrung und bietet einen 21-stufigen hölzernen Regalaufbau, auf dem die Gedenktafeln der Ahnen stehen. Die Räume umfassen 7 Meter hohe, aus Holz geschnitzte Nischendeckel, die eine hervorragende Handwerkskunst zeigen.

Kontakt

Telefon: 020 8181 4559