
Lama-Tempel
Beijing Shi
Der Lama-Tempel, offiziell als Yonghe-Tempel bekannt, ist ein bedeutendes tibetisch-buddhistisches Kloster im Dongcheng-Distrikt in Peking. Er wurde ursprünglich 1694 als Residenz für den Prinzen Yinzhen der Qing-Dynastie errichtet und später 1744 auf Erlass des Qianlong-Kaisers in ein Kloster umgewandelt. Der Tempel ist besonders berühmt für die einzigartige Kombination aus chinesisch-hanischen und tibetischen Baustilen. Zu sehen sind mehrere Hallen, Pavillons und kunstvoll gestaltete Werke. Während der Qing-Dynastie galt der Tempel als höchstes buddhistisches Heiligtum in China und entwickelte sich zudem zu einem nationalen Verwaltungszentrum für die „Lamas“. Im Tempel befinden sich bedeutende buddhistische Statuen, darunter die riesige weiße Sandelholzfigur des Maitreya-Buddhas im Wanfuge-Pavillon sowie eine hölzerne Skulptur von 500 Arhats mit einer Höhe von fünf Metern. Nach dem Überstehen der Kulturrevolution wurde der Tempel 1981 wiedereröffnet und ist bis heute sowohl religiöser Ort als auch beliebte Touristenattraktion. Die Anlage umfasst unter anderem markante Gebäude wie die Yonghe-Tor-Halle, die Falun-Halle und das Jietai-Gebäude – ein Spiegel seines reichen religiösen und kaiserlichen Erbes.
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Tipp: Besucher sollten am Vormittag kommen, um Menschenmengen zu vermeiden und die ruhige Atmosphäre des Tempels in vollen Zügen zu genießen. In der Hauptsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen. Der Tempel bietet Ermäßigungen für Schüler und Senioren. Im Tempelgelände sind angemessene, dezente Kleidung sowie respektvolles Verhalten erforderlich. Geführte Touren können dabei helfen, die historische und religiöse Bedeutung des Tempels besser zu verstehen.
Interessante Fakten
- •Der Lama-Tempel ist eines der größten tibetisch-buddhistischen Klöster im eigentlichen China.
- •Seine Architektur vereint auf einzigartige Weise han-chinesische und tibetische Stile.
- •Im Wanfuge-Pavillon steht ein 18 Meter hoher Maitreya-Buddha, aus einem einzigen weißen Sandelholzbaum geschnitzt.
- •Der Tempel war einst die Residenz des Yongzheng-Kaisers, bevor dieser den Thron bestieg.
- •Während der Qing-Dynastie war er das höchste buddhistische Tempelheiligtum und zugleich das nationale Zentrum für die Verwaltung der Lamas.
- •Der Tempel überstand die Kulturrevolution dank des Eingreifens von Premier Zhou Enlai.
Geschichte
Der Bau begann 1694 als Residenz für Prinz Yong, später Kaiser Yongzheng.
1725 wurde er in Palast des Friedens und der Harmonie umbenannt und 1744 per kaiserlichem Erlass in ein tibetisch-buddhistisches Kloster umgewandelt.
In der Qing-Dynastie wurde der Tempel zu einem zentralen religiösen Ort, in dem viele tibetische und mongolische Mönche lebten.
Nach 1949 wurde er geschlossen, überstand die Kulturrevolution jedoch weitgehend unbeschadet.
1981 öffnete er wieder für die Öffentlichkeit – als geschütztes Kulturdenkmal.
Ortsführer
Yonghe-Tor-Halle18. Jahrhundert
Die Haupteingangshalle mit traditioneller chinesischer Kaiserarchitektur führt die Besucher in das Tempelareal hinein.
Falun-Halle18. Jahrhundert
Eine Halle, die den buddhistischen Lehren gewidmet ist und sich durch kunstvoll verzierte Dekorationen im tibetischen Stil sowie religiöse Artefakte auszeichnet.
Wanfuge-Pavillon18. Jahrhundert
Ein dreistöckiger Pavillon mit der riesigen Figur des weißen Sandelholz-Maitreya-Buddhas – ein Meisterwerk der Holzschnitzkunst aus der Qing-Dynastie.
Jietai-Gebäude18. Jahrhundert
Das Gebäude, das für Zeremonien zur buddhistischen Ordination genutzt wird – ein wichtiger religiöser Ort innerhalb des Tempelkomplexes.
Skulptur der Fünfhundert Arhats18. Jahrhundert
Eine große hölzerne Skulptur aus Rosenholz mit Darstellungen von 500 Arhats, die sich hinter der Falun-Halle befindet.
Kontakt
Telefon: 010 8419 1919